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Forschungslandschaft: Chile
1. Überblick
Die Regierung Lagos (2000-2006) forcierte die Förderung der wissenschaftlichen Forschung, technologischen Entwicklung und Innovation durch die Auflage von unterschiedlichen Programmen. Die Investitionen in den Forschungsbereich verdoppelten sich real von 2001 bis 2004. 2004 investierte die chilenische Regierung rund 640 Millionen Euro in Forschung und Entwicklung (F+E). Der F+E-Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg von 0,53 Prozent im Jahr 2000 auf rund 0,67 Prozent im Jahr 2006.
2005 wurde der Nationale Innovationsrat für Wettbewerbsfähigkeit (Consejo Nacional de Innovación para la Competitividad) und der Nationale Innovationsfonds für Wettbewerbsfähigkeit (Fondo Nacional de Innovación para la Competitividad) eingerichtet, mit dem Ziel, Forschungsprojekte zu unterstützen. Der Innovationsrat soll die Staatspräsidenten in Wissenschaft und Entwicklung, Ausbildung von Fachkräften und Wissenschaftlern und Technologietransfer beraten. Ebenso soll der Rat Empfehlungen für den Aufbau einer nationalen Förderstruktur für die Forschung unter Berücksichtigung der angewandten Forschung erarbeiten.
Die von 2006 bis 2010 amtierende Präsidentin Bachelet hatte die Förderung der chilenischen Forschung zu einem Schwerpunkt ihrer Präsidentschaft gemacht. Dies war eine wichtiger Faktor dafür, dass Chile in vier Jahren seine Ausgaben in den Bereichen F+E verdreifachte. Zwischen 2006 und 2010 wurden rund 700 Millionen US-Dollar aus der Staatskasse auf diesem Gebiet investiert. Finanziert wurde dies durch eine zusätzliche Besteuerung der Kupferunternehmen. Bis 2010 sind die Investitionen in Forschung und Entwicklung auf ein Prozent des BIP gestiegen.
Die weltweite Krise zwischen den Jahren 2008 und 2010 hat sich in Chile weniger bemerkbar gemacht, als ursprünglich erwartet. Auch die Probleme, die durch das schwere Erdbeben im Februar 2010 hervorgerufen wurden, haben die Finanzierung von F+E-Aktivitäten nicht gebremst.
Die aktuelle Regierung unter Staatspräsident Sebastián Piñera (seit März 2010) hat bestimmte Grundsätze ihrer Politik im Bereich F+E zum Teil aus den alten Regierungsprogrammen von Ricardo Lagos und Michelle Bachelet übernommen und weiterentwickelt. Um erfolgreich in der modernen Welt konkurrieren zu können, muss den chilenischen Exportprodukten ein Mehrwert verliehen werden. Dies soll durch effizientere Technologien und die Weiterentwicklung der Forschung erreicht werden. Aus diesem Grund sollen die Investitionen in den Bereichen F+E bis zum Ende der Legislaturperiode auf 1,2 Prozent des BIP erhöht werden. Bis zum Jahr 2021 ist sogar eine Verdoppelung auf 2,4 Prozent des BIP geplant.
2. Forschungsorganisationen
Staatliche Forschungsorganisationen
In Chile gibt es einige staatliche technologische Institute, die verschiedenen Ministerien angeschlossen sind. Viele dieser Einrichtungen haben Vertretungen in den Regionen. Ihre Tätigkeitsbereiche sind Grundlagenforschung und technologische Entwicklung, Technologietransfer, Bereitstellung von „technologischen Diensten“, wie z.B. Entwicklung von Normen sowie Informationsbeschaffung über die natürlichen Ressourcen Chiles. Diese Institute wurden zwischen 1960 und 1992 gegründet. Sie finanzieren sich primär über Mittel aus Ausschreibungen. Nur wenige erhalten direkte Unterstützung durch den nationalen Haushalt, wie z.B. das Landwirtschaftliche Forschungsinstitut (INIA). Zusätzlich gibt es andere dem öffentlichen Sektor angehörende Forschungsinstitute, wie astronomische Observatorien (z.B. European Southern Observatory in Paranal, Cerro Tololo Interamerican Observatory und das im Bau befindliche Observatorium ALMA – Atacama Large Millimeter).
Zu den staatlichen Instituten zählen z.B.:
- Landwirtschaftliches Forschungsinstitut (INIA)
Das INIA untersteht dem Landwirtschaftsministerium. Es entwickelt Technologien, realisiert den Technologietransfer und trägt damit zur Lebensmittelsicherheit und -qualität bei. Es ist zwischen der IV. und XII. Region mit zehn Regionalen Forschungszentren, Laboratorien und Bibliotheken vertreten. - Forstwirtschaftliches Institut (INFOR)
das INFOR wird durch das landwirtschaftliche Subsekretariat verwaltet. Es unterstützt die öffentlichen Institutionen sowie die wirtschaftlichen und privaten Akteure des Forstsektors durch die Erstellung von Informationen und Technologien für eine effiziente und nachhaltige Nutzung der Forstressourcen. - Forschungszentrum für Natürliche Ressourcen (CIREN)
Das CIREN untersteht dem Landwirtschaftsministerium. Es stellt Informationen u.a. über natürliche Ressourcen, Wasserressourcen, Bergbau und Geologie und Geomorphologie zur Verfügung. - Meteorologische Direktion
Meteorologische Dienste und Forschung - Institut zur Förderung der Fischerei (IFOP)
Das IFOP entwickelt und liefert die wissenschaftlichen Grundlagen für die Regulierung der Fischgründe und Aquakultur und den Erhalt der hydrobiologischen Ressourcen und ihrer Ökosysteme. - Chilenische Kommission für Kernenergie (CCHEN)
Die CCHEN ist eine zum Bergbauministerium gehörende Organisation zur Forschung, Entwicklung und friedlicher Nutzung der Nuklearenergie sowie deren Kontrolle und Regulierung. - Geografisches Militärinstitut (IGM)
Das IGM bietet einen Informationsdienst zu Geographie und Kartographie des chilenischen Territoriums. - Antarktisches Institut (INACH)
Das INACH gehört zum Außenministerium. Es plant alle wissenschaftlichen, technologischen und umweltbezogenen Aktivitäten des antarktischen Kontextes und führt sie im Rahmen des Antarktischen Nationalprogramms (Programa Antárctico Nacional) durch. - Geologisches Forschungsinstitut (SERNAGEOMíN)
SERNAGEOMín ist u.a. eine Beratungsstelle und Dienstleister für das Ministerium für Bergbau. Es erstellt Informationen zu den Bereichen Bergbau und Geologie und stellt diese den staatlichen und privaten Einrichtungen und Unternehmen zur Verfügung. - Zentrum für Bildungsforschung und –entwicklung (CIDE)
Zentrum für Bildungsforschung und –entwicklung ist in der Fakultät für Bildung in der Universidad Alberto Hurtado angesiedelt.
Forschung an Universitäten
Zentrale Akteure in der universitären Forschung sind die Universidad Católica de Chile, die Universidad de Chile (beide in Santiago) und die Universidad de Concepción. Sie führen fast 50% der wissenschaftlichen und technologischen Forschung durch. Aber auch einige Privatuniversitäten nehmen in letzter Zeit im Forschungssektor eine bedeutendere Rolle ein.
Zur Finanzierung ihrer Forschungsprojekte stellen die Universitäten Anträge bei den verschiedenen technologischen Fonds von CONICYT oder CORFO. Die staatliche Wissenschaftsförderung, besonders die Innovationsförderung, hat einen hohen Stellenwert erhalten. Den nötigen Eigenanteil an der Finanzierung dieser Projekte decken die Universitäten mit Mitteln, die ihnen jährlich vom Staat zugewiesen werden, mit Studiengebühren und anderen privaten Einnahmen.
Nicht-staatliche Forschungsorganisationen
Hierzu zählen selbständige akademische Zentren (Centros Academicos Independientes, CAI) und andere Forschungsinstitute, private Einrichtungen und wissenschaftliche Gesellschaften.
Es gibt 150 industrielle Unternehmen (2004), die im Bereich Innovation und Entwicklung vorwiegend in der Landwirtschaftsindustrie, dem Bergbau, dem Wohnungsbau und der Fischerei tätig sind. Gleichzeitig widmen sich mehr als 300 Beratungsunternehmen den Aufgaben der technischen Planung. Hierzu gehören z.B. :
- Zentrum für Studien, Vermessung und Qualitätszertifizierung (Centro de Estudios, Medición y Certificación de Calidad, CESMEC) www.cesmec.cl
- Stiftung Chile (Fundación Chile) www.fundacionchile.cl
- Verband der chilenischen Industrie (Sociedad de Fomento Fabril, SOFOFA) www.sofofa.cl
- Forschungszentrum für Bergbau und Metallindustrie (Centro de Investigación Minera y Metalúrgica, CIMM) www.cimm.cl
- Kupferverband (Corporación del Cobre, CODELCO) www.codelco.cl
- Chilenische Mikrobiologische Gesellschaft (Sociedad de Microbiología de Chile, SOMICH) somich.biologiachile.cl
- Biochemische und molekularbiologische Gesellschaft (Sociedad de Bioquímica y Biología Molecular de Chile, SBBM) www.sbbmch.cl/home-en.php
- Zellbiologische Gesellschaft (Sociedad de Biología Celular de Chile) www.sbcch.cl
- Chilenische Gesellschaft für Meereskunde (Sociedad Chilena de Ciencias del Mar) www.schcm.cl
- Chemische und bergbauliche Gesellschaft (Sociedad Química y Minera de Chile, SQM) www.sqm.com
3. Förderorganisationen
Die wichtigsten Förderorganisationen sind die Nationale Kommission für Forschung und Technologie (Comisión Nacional de Investigación Científica y Tecnológica, CONICYT) und der Verband zur Produktionsförderung (Corporación de Fomento de la Producción, CORFO) sowie die Stiftung für landwirtschaftliche Innovation (Fundación para la Innovación Agraria, FIA).
CONICYT wurde 1967 als eine regierungsberatende Institution für Wissenschaft und Technologie gegründet und dem Bildungsministerium unterstellt. Seine primären Aufgaben sind heute neben der Regierungsberatung die Förderung und Stärkung der wissenschaftlichen Forschung und Technologie, der Ausbildung von Wissenschaftlern sowie die Entwicklung neuer Wissensgebiete und der produktiven Innovation. CONICYT stehen verschiedene Fonds / Programme für die Ausführung seiner Aufgaben zur Verfügung. Das Jahresbudget von CONICYT im Jahr 2011 betrug rund 4,5 Milliarden USD und hat sich seit 2005 verdreifacht. Fast die Hälfte des Etats, rund 2 Milliarden USD, werden für die Ausbildung von Humankapital ausgegeben. 21 Prozent dieses Etats wird für die Entwicklung von Humankapital aufgewendet, 79 Prozent für Grundlagenforschung und Technologieentwicklung. Die Hauptprogramme von CONICYT sind: FONDAP, FONDEF, FONDECYT, EXPLORA, Astronomie und FONIS.
Die Entwicklungs- und Innovationspolitik liegt im Verantwortungsbereich des Wirtschaftsministeriums. Eine Einrichtung des Wirtschafsministeriums ist CORFO, dessen Aufgabe die Steigerung der Produktivität des Landes ist. Hierzu stehen CORFO verschiedene Fonds zur Verfügung. Eine Aktionslinie ist speziell auf Innovation und technologische Entwicklung bezogen.
Das Aufgabenspektrum der INNOVA Chile umfasst die Förderung der unternehmerischen Innovation sowie die Entwicklung der Unternehmenskultur, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Sie ist eine selbstständige Organisation, die der CORFO zugeordnet ist. Im Bereich der Innovation finanziert INNOVA Chile Projekte in Technologietransfer, Innovation in Unternehmen, Bildung von Konsortien und Technologie-Transfer-Zentren sowie kommerziell verwertbare Innovation in Universitäten und Technologieinstituten.
FIA untersteht dem Landwirtschaftsministerium. Ihr Ziel ist die Förderung der Entwicklung der Landwirtschaft und der Wirtschaft in ländlichen Gebieten. Sie arbeitet eng mit Universitäten, Forschungszentren, privatem und staatlichem Sektor zusammen.
4. FuE-Indikatoren
| Indikator | Chile | Stand | OECD-Gesamt | Stand |
|---|---|---|---|---|
| Nationale FuE-Ausgaben | 1.158,9 Mio. USD | 2010 | 995.732,3 Mio. USD | 2010 |
| FuE-Ausgabenwachstum i. Vgl. zum Vorjahr | 10,56 | 2010 | 2,51 % | 2010 |
| FuE-Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) | 0,42 % | 2010 | 2,38 % | 2010 |
| Anteil öffentlicher FuE-Ausgaben am BIP | 0,16 % | 2010 | 0,74 % | 2010 |
| Öffentlicher Anteil an den FuE-Ausgaben | 37,3 % | 2010 | 31,1 % | 2010 |
| Anteil der Wirtschaft an den FuE-Ausgaben | 35,37 % | 2010 | 60,3 % | 2010 |
| Ausländischer Anteil an den FuE-Ausgaben | 15,7 % | 2010 | ||
| FuE-Ausgaben in Universitäten (intramuros) | 354,2 Mio. USD | 2010 | 196.273,6 Mio. USD | 2011 |
| Anteil der FuE-Ausgaben in Universitäten am BIP | 0,13 % | 2010 | 0,45 % | 2011 |
| FuE-Personal (Vollzeitäquivalente) | 11.491 | 2010 | ||
| Anzahl FuE-Personal (VZÄ) je 1000 Arbeitnehmer | 1,7 | 2010 | ||
| Anzahl Forscher (Vollzeitäquivalente) | 5.440 | 2010 | 4.203.260 | 2007 |
| Anzahl Forscher (VZÄ) je 1000 Arbeitnehmer | 0,8 | 2010 | 7,5 | 2007 |
| Anzahl Forscher (VZÄ) in privaten Unternehmen | 1.298 | 2010 | 2.678.378 | 2007 |
| Anzahl Forscher (VZÄ) in privaten Unternehmen in % der Gesamtzahl | 23,9 % | 2010 | 63,7 % | 2007 |
| Anzahl "triadischer" Patentfamilien (nach Prioritätsjahr) | 8 | 2010 | 48.550 | 2010 |
| Anteil an der Gesamtheit triadischer Patentfamilien | 0,02 % | 2010 | 96,42 % | 2010 |
Quelle: OECD Main Science and Technology Indicators, 2012/2
Redaktion: 19.03.13, von: H. Lübbers und M. Krux, VDI Technologiezentrum GmbH
5. FuE im öffentlichen Sektor
Die Forschung in Chile wird zur Hälfte über öffentliche Gelder finanziert. Dies wurde mit der Gründung des Fonds der Innovation für die Wettbewerbsfähigkeit (FIC) verbunden, der die verschiedenen öffentlichen Innovationsprogramme verbindet und ausrichtet. Seitdem schützt der FIC einen wichtigen Anteil aller Ressourcen, die der Staat dem Nationalen System für Innovation (SNI) zuweist.
Die Regierung unterstützt die Wirtschaft durch eine gezielte Innovations- und Forschungsförderung. Im Jahr 2009 wurde laut RICYT insgesamt 74,8 Mrd. US$ in Forschung und Entwicklung investiert. Dies entspricht 0,68% des BIP. Bis 2012 sollen die Investitionen in FuE auf 1,0 Prozent des BIP steigen.
Im Jahr 2006 wurde der Innovationsfonds für die Wettbewerbsfähigkeit (Fondo de Innovación para la Competitividad, FIC) gegründet, der das wichtigste Instrument für die staatliche Förderung von Innovation dar. Dabei folgt er den sieben strategischen Achsen der Innovationspolitik, die vom interministeriellen Komitee für Innovation festgelegt werden.
Des Weiteren ist der Innovationsrat für die Zuteilung der Mittel aus dem Innovationsfond für Wettbewerbsfähigkeit zuständig. Der Fondo de Innovación para la Competividad (FIC) wurde unter der Regierung Lagos eingerichtet und speist sich aus der Royalty, einer Steuer, die den Bergbauunternehmen auferlegt wurde.
Bisher hat der Innovationsfonds dazu beigetragen, die öffentlichen Investitionen in Bereich der Innovation wesentlich zu erhöhen: 18% zwischen 2006 und 2007, 39% zwischen 2007 und 2008 und 21% zwischen 2008 und 2009. Der Innovationsfonds verfügt über fast 30% der gesamten Mittel des nationalen Innovationssystems für die Wettbewerbsfähigkeit (mehr als 200 Mio. USD im Jahr 2009).
6. FuE im privaten Sektor
Der finanzielle Beitrag von privaten Unternehmen nahm in den letzten Jahren zu. Der private Anteil an der Forschungsförderung stieg laut RICYT von 23% im Jahr 2000 auf 45,8% im Jahr 2004. Die Anzahl der Firmen jedoch, die sich systematisch der Forschung widmen, ist nur sehr gering. Dies liegt u.a. daran, dass die Firmen Aspekte der technologischen Innovation nicht in die Firmenstrategie integriert haben. Unter der amtierenden Regierung wird versucht, Forschung und Industrie stärker zu verlinken. Staatliche Gelder werden häufig nur noch an wissenschaftliche Projekte vergeben, die eine Zusammenarbeit mit der Industrie nachweisen können. Programme auf institutioneller Ebene zielen auf die Förderung der Verlinkung von beiden Sphären. Der seit 2005 bestehende Innovationsrat soll u.a. die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Universitäten verbessern.
7. Öffentlich-private Zusammenarbeit in FuE
Es gibt verschiedene Konsortien zwischen Unternehmen, staatlichen Forschungsinstituten und Universitäten (nationale und internationale). Die Bildung von Konsortien soll in Zukunft forciert werden. Eine Initiative ist z.B. das 2005 neu eröffnete Büro für den Transfer von Forschungsergebnissen (Oficina de Transferencia de Resultados de Investigación-OTRI). OTRI ist ein Zusammenschluss von fünf Universitäten, dem Verband für Fertigwarenexporteure (Asociación de Exportadores de productos manufacturados-ASEXMA) und dem Produktions- und Handelsverband (Confederación de la Producción y del Comercio, CPC). Das Büro wird u.a. durch das Innova-Programm von CORFO finanziert. OTRI soll Ergebnisse der angewandten Forschung wirtschaftlich nutzen und chilenische Forschungsergebnisse im Ausland schützen sowie die Transferleistung neuer Technologien in die nationale und internationale Industrie unterstützen.
Ein Programm des staatlichen Forschungsrates CONICYT aus dem Jahr 2004 fördert die Verlinkung von Wissenschaft und Wirtschaft. Auch viele große Universitäten haben mittlerweile spezielle Abteilungen aufgebaut, in denen versucht wird, die wissenschaftlichen Ergebnisse wirtschaftlich umzusetzen, Kontakte mit Unternehmen aufzubauen oder Studenten bei der Firmengründung zu helfen.
Zudem hat 2009 CORFO ein neues Förderinstrument zur Unterstützung der angewandten Forschung in Chile ins Leben gerufen. Für die Gründung von bis zu fünf internationalen Forschungseinrichtungen werden 19,5 Mio. US-Dollar für jedes Zentrum für einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren bereitgestellt. Das "Fraunhofer Chile – Center for Systems Biotechnology (CSB)" hat als erstes internationales Exzellenzzentrum von chilenischer Seite den Zuschlag bekommen.
Ein weiteres Konsortium ist das Zentrum für Studien in ariden Zonen (Centro de Estudios Avanzados en Zonas Áridas, CEAZA). Diesem Konsortium gehören die Universidad La Serena, die Universidad Católica del Norte und das staatliche Landwirtschaftliche Forschungsinstitut (INIA) an.




