BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung
Kooperation International
 

1. Bevölkerung/Geografie

Ländername 中华人民共和国
Zhōnghuá Rénmín Gònghéguó
Volksrepublik China
Kurzform: VR China
Fläche 9.597.995 km² (inkl. Taiwan, Hongkong und Macau)
Bevölkerungszahl 1,36 Mrd. Einwohner (Schätzung 2014)
Bevölkerungsreichstes Land der Erde
Bevölkerungswachstum 0,5% (Schätzung 2014)

Bevölkerungsgruppen 92% Han-Chinesen, sowie 55 Minoritäten (Zhuang, Mandschu, Hui, Miao, Uighuren, Yi, Mongolen, Tibeter, Buyi, Koreaner u. a)
Sprachen Amtssprache: Standard-Hochchinesisch (普通话 Pǔtōnghuà), Dialekte des Chinesischen; verschiedene Minderheitensprachen (Mongolisch, Tibetisch, Uigurisch, Turksprachen, Koreanisch)
Religionen Atheistische Staatsideologie
weitere Religionen: Buddhismus, Islam, Taoismus, Protestantische und Katholische "Staatskirchen"
Zeitzone MEZ + 7 (UTC + 8).
Obwohl sich das Land über mehrere Zeitzonen erstreckt, gilt überall dieselbe Zeit.
Währung 1 Renminbi Yuán CNY/ 100 Fēn

Aktueller Wechselkurs unter OANDA.com - Währungskonverter (siehe u.a. Links unten)
Vorwahl +86

Quelle: Auswärtiges Amt, Germany Trade and Invest - Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing mbH, Weltbank

Das Bild zeigt eine politische Karte Chinas.
Politische Karte Chinas (bitte anklicken für eine vergrößerte Version)

Die Volksrepublik China ist mit einer Gesamtfläche von knapp 9,6 Mio. km2 der viertgrößte Flächenstaat der Erde nach Russland, Kanada und den Vereinigten Staaten. Die Nord-Süd-Ausdehnung erstreckt sich über 35 Breitengrade (ca. 4000 km), und zwar von der Südspitze der Vietnam vorgelagerten Insel Hainan bis zum Fluss Amur, der im Nordosten die natürliche Grenze Chinas zu Russland bildet. Zwischen der Ostspitze der Shandong-Halbinsel bis etwa zum Karakul-See dehnt sich das Land von Ost nach West über 50 Längengrade (ca. 5000 km) aus.

Nur ein Drittel der Gesamtfläche ist Flachland (Becken 19% und Tiefland 12%), die restliche Fläche teilt sich auf in Gebirge (33%), Hochland (26%) und Hügelland (10%). Drei geografische Großräume lassen sich unterscheiden:

  • Nordchina
  • Südchina
  • das zentralasiatische China

Diese Aufteilung ist sowohl physisch-geografisch als auch klimatisch begründet. Als Nordchina wird der Raum zwischen dem Qinlinggebirge (südwestlich der Stadt Xi'an) und der chinesisch-innermongolischen bzw. chinesisch-russischen Grenze bezeichnet. Südchina erstreckt sich vom Qinlinggebirge bis zum Südchinesischen Meer. Die Abgrenzung nach Zentralasien hin wird durch die Linie Großer Xingan, Ordos Plateau, Westrand des Roten Beckens und Yunnan Plateau markiert.

Landschaftsbildende Merkmale Nordchinas sind das Lössbergland der Provinzen Shanxi, Shaanxi, Gansu und in Teilen der Provinz Henan, ausgedehnte Becken im Nordosten sowie die Nordchinesische Tiefebene, durch die der Gelbe Fluss führt. Seine Sedimentfrachten aus Schotter, Sand und Schwemmlöss - daher der Name Gelber Fluss - haben in der Geschichte Chinas zu häufigen Überschwemmungen und Flussbettverlagerungen geführt. Im Osten ragt das Shandong-Bergland aus der Nordchinesischen Tiefebene hervor, im Süden geht die Tiefebene über in die ostchinesischen Ebenen am Unterlauf des Yangzi-Flusses, dem längsten Strom des Landes.

Südchinas Landschaft ist durch das Hochland im Westen, das Bergland im Osten und die dazwischen liegenden Yangzi-Ebenen sowie das Sichuan-Becken geprägt. Die osttibetischen Randketten erreichen Höhen von über 6000 m, die Erhebungen im Südosten höchstens 2000 m. Das Hochland von Guizhou und das 2000 m hohe Plateau von Yunnan bilden einen Übergangsraum zu den innerasiatischen Hochgebirgslandschaften.

Das zentralasiatische China umfasst die autonomen Regionen Tibet und Xinjiang sowie die Provinzen Innere Mongolei und Qinghai. Das Hochland von Tibet ist im Kernteil über 5000 m hoch, mit Ausnahme des 2000 m tiefer gelegenen Qaidambeckens. In Xinjiang trennt das Tianshan-Gebirge das Tarimbecken und das Dsungarische Becken voneinander. Qinghai besteht überwiegend aus Hochgebirgsland mit ausgedehnten Steppen und Wüsten. Ähnlich beschaffen ist das Landschaftsbild in der Inneren Mongolei. Auch hier finden sich hügelige Steppenlandschaften sowie im mittleren Teil Wüsten (Wüstensteppe Gobi).

(Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung)

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2. Politik/Administration

Ländername 中华人民共和国
Zhōnghuá Rénmín Gònghéguó
Volksrepublik China (VR China)


Regierungsform Sozialistische Volksrepublik


Staatsoberhaupt XI Jinping Präsident seit März 2013 für fünf Jahre ernannt


Hauptstadt Peking (Beijing)


Regierungschef LI Keqiang Ministerpräsident seit März 2013


Außenminister/in WANG Yi


Bildungsminister/in YUAN Guiren


Wissenschaftsminister/in WAN Gang


Parlament Nationaler Volkskongress (NVK): 1 Kammer, rund 3.000 Abgeordnete, zuletzt im März 2013 von den Volkskongressen der Provinzen für 5 Jahre gewählt, Vorsitzender: Zhang Dejiang, NVK wählt u. a. den Staatspräsidenten, Vizepräsidenten und Ministerpräsidenten.

Regierungsparteien Kommunistische Partei der VR China (KPCh): Zentralkomitee (rund 300 Mitglieder) mit Politbüro (25 Mitglieder) und dessen Ständigem Ausschuss (7 Mitglieder). Acht weitere (in der Praxis bedeutungslose) Parteien sind zusammen mit Vertretern der Massenorganisationen und der Minderheiten in der "Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes" als sog. "Einheitsfront" unter Führung der KPCh zusammengeschlossen.

Oppositionsparteien Keine parlamentarische Opposition



Verwaltungsstruktur Zentralregierung in Peking, 22 Provinzen, 5 Autonome Regionen sowie 4 regierungsunmittelbare Städte (Peking, Tianjin, Shanghai, Chongqing), 2 Sonderverwaltungs-Regionen (Hongkong, Macau)


Unabhängigkeit Gründung der Volksrepublik China am 01.10.1949

Quelle: Auswärtiges Amt, Regierungsseite der Volksrepublik China www.english.gov.cn

Gemäß ihrer Verfassung ist die Volksrepublik China ein "sozialistischer Staat unter der demokratischen Diktatur des Volkes, der von der Arbeiterklasse geführt wird und auf dem Bündnis der Arbeiter und Bauern beruht". Die Herrschaft der Kommunistischen Partei wird durch die in der Präambel festgeschriebenen "Vier Grundprinzipien" (Festhalten am sozialistischen Weg, demokratischer Zentralismus, Führung durch die Kommunistische Partei, Marxismus/Leninismus, Ideen Mao Zedongs, Deng Xiaopings und Jiang Zemins) untermauert. Ergänzt wurden diese Prinzipien durch Verfassungsänderungen 1993, 1999 und 2004, die formal u.a. das Prinzip der "sozialistischen Marktwirtschaft", den Schutz des Privateigentums, die Verankerung der "Herrschaft durch das Recht" und den Schutz der Menschenrechte festschreiben. An der Spitze der Volksrepublik China steht der Staatspräsident (seit März 2013 Xi Jinping), der gleichzeitig Generalsekretär der KP Chinas und Vorsitzender der Zentralen Militärkommission ist und alle entscheidenden Machtpositionen auf sich vereinigt.

Gemäß der Verfassung ist der Nationale Volkskongress (NVK) formal das höchste Organ der Staatsmacht. Er tritt einmal jährlich zusammen und wählt den Staatspräsidenten, seinen Stellvertreter, und - auf Vorschlag des Staatspräsidenten - den Ministerpräsidenten. Die laufende Legislaturperiode von fünf Jahren begann mit der Tagung des 12. NVK im März 2013, und endet im Frühjahr 2018. NVK-Vorsitzender ist seit März 2013 Zhang Dejiang.

Eine parlamentarische oder anderweitig organisierte Opposition gibt es nicht. Die in der sog. Politischen Konsultativkonferenz (Vorsitzender Yu Zhengsheng) organisierten acht "demokratischen Parteien" sind unter Führung der Kommunistischen Partei Chinas zusammengeschlossen und haben eine beratende Funktion ohne eigene politische Gestaltungsmöglichkeiten.

Dem Ministerpräsidenten (seit März 2013 Li Keqiang) obliegt die Leitung des Staatsrats, d.h. der eigentlichen Regierung. Er wird von einem "inneren Kabinett", bestehend aus vier Stellvertretenden Ministerpräsidenten und fünf Staatsräten, in seiner Arbeit unterstützt. Der Staatsrat fungiert als Exekutive und höchstes Organ der staatlichen Verwaltung. Ihm sind derzeit 25 Kommissionen und Ministerien und ca. 100 weitere Organisationen und Institutionen direkt unterstellt. Alle Mitglieder der Exekutive sind gleichzeitig führende Mitglieder der streng hierarchisch gegliederten Parteiführung (Ständiger Ausschuss, Politbüro, Zentralkomitee), in welcher die eigentliche Strategiebildung und Entscheidungsfindung erfolgt. Der 18. Parteikongress hat im November 2012 die Weichen für einen Generationswechsel gestellt und für die nächsten fünf Jahre ein neues Zentralkomitee, Politbüro und einen neuen Ständigen Ausschuss bestimmt.

Quelle: Auswärtiges Amt (Stand April 2015)

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3. Wirtschaftsinformationen

Die Reihe "Wirtschaftsdaten kompakt" von Germany Trade and Invest (GTAI) wird zweimal jährlich im Mai und November aktualisiert. Folgende Indikatoren sind unter anderem enthalten: Einwohner, Bevölkerungsdichte, Währung, Wechselkurs, Bruttoinlandsprodukt, BIP je Einwohner, BIP-Wachstum, Inflationsrate, Durchschnittslohn, Arbeitslosigkeit, Haushaltssaldo, Außenhandel, wichtigste Ein- und Ausfuhrgüter, wichtigste Handelspartner, ausländische Direktinvestitionen, Länderbonität, Devisenreserven, Außenhandel mit der EU und Deutschland, wichtigste deutsche Ein- und Ausfuhrgüter.

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Redaktion: 21.10.15, von: Apollonia Pane, DLR Projektträger
Politische Karte von China (Klick auf die Karte führt zur Darstellung in voller Größe in einem neuen Fenster)