BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung
Kooperation International
 

Länderbericht

1. Allgemeine Landesinformationen

1.1. Bevölkerung/Geografie

Ländername Suomen Tasavalta (finn.)
Republiken Finland (schwed.)
Republik Finnland
Kurzform: Suomi / Finland / Finnland

Hauptstadt Helsinki

Fläche 338.145 km²

Bevölkerungszahl 5.479.018 (Juli 2015)
Lebenserwartung Männer: 77,82 Jahre
Frauen: 83,86 Jahre
(Schätzung 2015)

Altersstruktur 0-14 Jahre: 16,41%
15-64 Jahre: 63,38%
65 und älter: 20,21%
(Schätzung 2015)

Bevölkerungswachstum 0,04%
(Schätzung 2015)

Bevölkerungsgruppen 93,4% Finnen,
Minderheiten von
Esten
Schweden
Russen
Somali
(Schätzung 2013)

Sprachen 89,3% Finnisch (Amtssprache)
5,3% Schwedisch
5,3% Sonstige (u.a. Russisch, Estnisch, Englisch, Somali, Arabisch)
Samisch
(Stand 2013)

Religionen 75,3% Protestanten (ev.-luth.)
1,1% Orthodoxe
1,5% Sonstige
22,1% Konfessionslose
(Stand 2013)

Nationaltag 6. Dezember (Unabhängigkeitstag)

Unabhängigkeit 6. Dezember 1917 (Loslösung von Russland)

Zeitzone MEZ + 1 (UTC + 2)
März bis Oktober: MEZ + 2 (UTC + 3)

Währung 1 Euro EUR / 100 Cent

Wechselkurse zu anderen Währungen unter OANDA.com - Währungskonverter (siehe u.a. Links)

Vorwahl +358

Quelle: Auswärtiges Amt, CIA World Factbook, Statistics Finland 

Das Bild zeigt eine politische Karte Finnlands.
Politische Karte Finnlands (bitte anklicken für eine vergrößerte Version)

1.2. Politik/Administration

Ländername Suomen Tasavalta
Republik Finnland


Hauptstadt Helsinki


Staatsform / Regierungsform Parlamentarische Republik / Parlamentarische Demokratie mit Elementen einer Präsidialdemokratie


Staatsoberhaupt Präsident Sauli Niinistö
seit 01. März 2012


Regierungschef/in Juha Sipilä
Ministerpräsident
seit 29.05.2015


Außenminister/in Timo Soini
seit 29.05.2015
Bildungsminister/in Sanni Grahn-Laasonen
(Ministerin für Bildung und Kultur)
seit 29.05.2015


Parlament Ein-Kammer-Parlament
Eduskunta / Reichstag
mit 200 Sitzen, Parlamentswahlen alle vier Jahre, jeweils am dritten Sonntag im April; letzte Parlamentswahl: 19.04.2015


Regierungsparteien Zentrumspartei, Basisfinnen, Nationale Sammlungspartei
Oppositionsparteien Sozialdemokratische Partei, Schwedische Volkspartei, Finnische Christdemokraten, Linksbündnis, Die Grünen
Verwaltungsstruktur Sechs Regionalverwaltungsbezirke (seit 01.01.2010)


   

Quelle: Auswärtiges Amt, CIA - World Factbook, Regierungsseite Finnland (www.government.fi), Parlamentsseite Finnland (web.eduskunta.fi)

Staatsaufbau und aktuelle politische Entwicklungen

Die Republik Finnland ist seit 1917 unabhängig. Die 1918 in Kraft getretenen ersten Verfassungsgesetze wurden am 1. März 2000 von einer neuen Verfassung abgelöst.

Oberstes Organ der vollziehenden Gewalt sind der Präsident der Republik und die Regierung, dessen Mitglieder das Vertrauen des Parlaments genießen müssen.

Das Staatsoberhaupt wird in direkter Wahl für eine Amtsperiode von sechs Jahren gewählt, eine einmalige Wiederwahl ist möglich.

Der Staatspräsident ernennt und entlässt die Regierung, der das Parlament jedoch das Vertrauen entziehen kann. Er ist Oberbefehlshaber der bewaffneten Streitkräfte. Auch wenn die neue Verfassung die Rolle des finnischen Staatsoberhauptes eingeschränkt hat, verfügt dieses, insbesondere in Sicherheitsfragen, über umfassendere Kompetenzen als etwa der deutsche Bundespräsident. Wenn er verhindert ist, werden ihre Aufgaben vom Ministerpräsidenten wahrgenommen.

1.3. Wirtschaftsinformationen

Das Bild zeigt das Logo des Außenwirtschaftsportals der deutschen Bundesregierung iXPOS.

Relevante Wirtschaftsdaten zu Finnland finden Sie in der Reihe "Wirtschaftsdaten kompakt" von Germany Trade and Invest (GTAI). Diese wird zweimal jährlich im Mai und November aktualisiert. Folgende Indikatoren sind unter anderem enthalten: Einwohner, Bevölkerungsdichte, Währung, Wechselkurs, Bruttoinlandsprodukt, BIP je Einwohner, BIP-Wachstum, Inflationsrate, Durchschnittslohn, Arbeitslosigkeit, Haushaltssaldo, Außenhandel, wichtigste Ein- und Ausfuhrgüter, wichtigste Handelspartner, ausländische Direktinvestitionen, Länderbonität, Devisenreserven, Außenhandel mit der EU und Deutschland, wichtigste deutsche Ein- und Ausfuhrgüte.

2. Bildungs-, Forschungs- und Innovationslandschaft

2.1. Bildungslandschaft

2.1.1. Überblick

Die Grafik stellt das finnisches Bildungssystem anhand der ISCED Klassifikation dar.
Das finnische Bildungssystem im Überblick 2015 (Qu.: Ministerium für Bildung und Kultur; www.minedu.fi/OPM/Koulutus/koulutusjaerjestelmae/)

Als einen Schlüsselfaktor für erfolgreiche und nachhaltige Aktivitäten in Forschung, Entwicklung und Innovation wird in Finnland der Bildungssektor angesehen. Ein zentrales Ziel der finnischen Bildungspolitik ist, allen Bürgern gleiche Bildungsmöglichkeiten zu bieten. Das Recht auf Bildung ist ein ziviles Grundrecht. Die Grundpfeiler des finnischen Bildungssystems sind somit Kostenfreiheit und Chancengleichheit.

Die allgemeine Schulpflicht gilt ab dem Jahr, in dem das Kind sieben Jahre wird. Der Besuch der einjährigen Vorschule für Kinder ab sechs Jahren ist freiwillig und kostenlos. Grundlegendes Element des finnischen Schulsystems ist die verpflichtende neunjährige Gesamtschule. Nach deren Abschluss besuchen mehr als die Hälfte der Schülerinnen und Schüler die dreijährige gymnasiale Oberstufe und etwa 40% eine dreijährige berufsbildende Schule. Für die meisten Berufe findet die Ausbildung in vollschulischer Form mit integrierten praktischen Anteilen statt. Der Anteil der dualen Ausbildung (betriebliche Praxis und schulische Theorie) soll ausgebaut werden. Finnland ist im Bereich der Berufsbildung international führend, was Ansätze zur Qualitätssicherung und Evaluation betrifft.

Hohe Standards in der Lehrerausbildung sind Kernelement des finnischen Bildungssystems. Der Lehrerberuf hat ein hohes Ansehen in der öffentlichen Wahrnehmung. Zum Erfolg des finnischen Bildungssystems trägt auch die zu den Schulen gehörende Gesundheitsvorsorge bei, d.h. Schularzt, Psychologe u.a. arbeiten in den Schulen und sind dort für Schüler ansprechbar.

In Finnland gibt es kaum noch Sonder- und Förderschulen. Diese wurden abgeschafft, die betroffenen Kinder besuchen nun Regelschulen und werden dort von Sonderpädagogen betreut. Als ein Hemmnis für die bessere Integration von Schülern mit Migrationshintergrund wurde die kommunale Wohnpolitik erkannt. Häufig leben viele Migranten am selben Ort und gehen somit gemeinsam auf Schulen, die nur von wenigen finnisch-stämmigen Schülern besucht werden.

Die aktuellen Reformen im finnischen Bildungssystem zielen darauf ab, den Übergang zwischen Schule und Arbeitsmarkt zu erleichtern. Dadurch soll die Jugendarbeitslosigkeit von fast 20% gesenkt werden. Durch die Digitalisierung des Unterrichts und die Modernisierung des Schulwesens sollen Schüler zusätzlich motiviert werden.

In der PISA-Studie 2012 belegte Finnland auch weiterhin Spitzenplätze in den Bereichen Mathematik, Lesen und in den Naturwissenschaften, allerdings schnitt Finnland etwas schwächer ab, als noch in der PISA-Studie 2009. So konnte Finnland zwar den dritten Platz im Bereich Lesekompetenz halten, in den Bereichen Mathematik rutschte das Land allerdings vom dritten auf den sechsten Platz und im Bereich Naturwissenschaften von Platz eins auf den zweiten Rang. Als Gründe für das trotz allem sehr gute Abschneiden werden unter anderem das finnische Gesamtschulsystem, die vergleichsweise hohe Autonomie der einzelnen Schulen, das relativ hohe gesellschaftliche Ansehen des Lehrerberufs sowie die gezielte Förderung leistungsschwächerer Schüler gesehen.

2.1.2. Indikatoren für Bildung

Indikator Finnland Stand OECD-Gesamt Stand
Bildungsanteil am Bruttoinlandsprodukt: primäre und sekundäre Bildung 4,1 % 2010 3,9 % 2010
Bildungsanteil am Bruttoinlandsprodukt: tertiäre Bildung 1,9 % 2010 1,6 % 2010
Bildungsanteil am Bruttoinlandsprodukt: Gesamtbildung 6,5 % 2010 6,3 % 2010
Wachstum des Bildungsanteils am BIP (Differenz i. Vgl. zum Vorjahr in Prozentpunkten) 0,1 2010 0,1 2010
Anteil öffentlicher Bildungsausgaben an den öffentlichen Gesamtausgaben 12,3 % 2010 13,0 % 2010
Pro-Kopf Ausgaben pro Student/in 16.714 USD 2010 13.528 USD 2010
Anteil tertiär Graduierter an der Gesamtbevölkerung 47 % * 2011 50 % 2011
Schülerzahl pro Lehrer, Primarstufe 13,7 2011 15,4 2011
Schülerzahl pro Lehrer, Sekundarstufe 13,1 2011 13,6 2011
Klassengröße, Primarstufe 19,4 2011 21,2 2011
Klassengröße, Sekundarstufe 20,3 2011 23,3 2011
PISA-Ergebnisse: Lesen 3. von 65 2009 --- ---
PISA-Ergebnisse: Naturwissenschaften 2. von 65 2009 --- ---
PISA-Ergebnisse: Mathematik 6. von 65 2009 --- ---

* berücksichtigt nur tertiäre "type A" Programme, keine Daten über "type B" Programme verfügbar (OECD, Education at a Glance 2014, Tabelle A3.1a)

Quellen: "OECD - Education at a Glance 2014" und "OECD PISA 2012 – Ergebnisse"
Redaktion: 18.09.14, von: Helena Lübbers, Tim Mörsch und Miguel Krux, VDI Technologiezentrum GmbH

2.1.3. Schulen und Hochschulen

Das finnische Bildungssystem gliedert sich in drei Stufen:

  • Grundlegender Unterricht (Sekundarstufe I)
  • Sekundarstufe II und
  • Höhere Bildung.

Der für alle gemeinsame, allgemeinbildende, grundlegende Unterricht dauert neun Jahre. Die Sekundarstufe II umfasst die allgemeinbildende gymnasiale Oberstufe und die berufsqualifizierende Erstausbildung. Höhere Bildung erfolgt an den Universitäten und Fachhochschulen. Auf allen Bildungsstufen wurde in den letzten Jahren besonders darauf geachtet, das in der Informationsgesellschaft erforderliche Wissen zu stärken. 

Vorschulen/Schulen 

Der Besuch der einjährigen Vorschule für Kinder ab sechs Jahren ist freiwillig und kostenlos. Die Gemeinden sind verpflichtet, Vorschulunterricht anzubieten. Dem Vorschulunterricht für die Sechsjährigen liegt bereits ein Bildungsplan zugrunde, in dessen Zentrum die ganzheitliche Förderung der kindlichen Persönlichkeit und soziales Lernen stehen. Vorschulen sind organisatorisch und räumlich mehrheitlich mit Grundschulen verbunden. Der größte Teil der Kinder nimmt bereits am Vorschulunterricht teil. 

Die allgemeine Schulpflicht gilt ab dem Jahr, in dem das Kind sieben Jahre wird. 

Grundlegendes Element des finnischen Schulsystems ist - wie auch in den anderen nordischen Ländern - die neunjährige (bis zehnjährige) Gesamtschule.

Mit der Absolvierung der Gesamtschule ist die Schulpflicht erfüllt. Die Gesamtschule befähigt zum Besuch der Sekundarstufe II (gymnasiale Oberstufe bzw. berufsbildende Schule). 

Das dreijährige Gymnasium schließt mit der nationalen (kostenpflichtigen) Abiturprüfung ab. Bei der gymnasialen Oberstufe handelt es sich um eine klassenlose, in Kursen organisierte, allgemeinbildende Schule. Aufnahmebedingung ist die Absolvierung der Schulpflicht. Die Bewerbung für Gymnasien erfolgt in einem landesweiten Bewerbungsverfahren.

Hochschulen/Fachhochschulen 

Finnland verfügte Anfang 2016 über 14 staatliche Universitäten und 26 polytechnische Hochschulen (Fachhochschulen). 

Die Reform des finnischen Universitätswesens wurde vom Parlament am 16.06.2009 verabschiedet. Demnach erhalten die finnischen Universitäten eine größere Autonomie, indem sie selbst rechtsfähig und für ihre Finanzen verantwortlich werden. 40% des höchsten universitären Entscheidungsgremiums soll außerdem mit externen Experten besetzt werden. 

Die Reform des finnischen Universitätswesens wurde vom Parlament bereits am 16. Juni 2009 verabschiedet. Demnach erhalten die finnischen Hochschulen (mit ca. 145.000 Studierenden an den Universitäten und 130.000 Studierenden an den Fachhochschulen) eine größere Autonomie, indem sie selbst rechtsfähig und für ihre Finanzen verantwortlich werden. 40% des höchsten universitären Entscheidungsgremiums sollen außerdem mit externen Experten besetzt werden.

Die Universitätsreform sieht auch die Neuordnung der universitären Strukturen in Finnland vor. Die Zahl der Hochschulen soll bis 2020 auf 15 (von 20 im Jahr 2009) reduziert werden, die Zahl der Fachhochschulen auf 18 (von 27 im Jahr 2009). Dies wird durch die Zusammenlegung von Hochschulen und die Schließung kleinerer Hochschulstandorte (insbes. von Zweigstellen) geschehen. Ziel der Umstrukturierungen und Fusionen ist, finnische Universitäten leistungs- und international wettbewerbsfähiger zu machen.

Die Aalto-Universität soll als explizite „Innovations-Universität“ und multidisziplinäre Lehr- und Forschungsstätte bis 2020 zu einer international führenden Universität ausgebaut werden. Mit der Universität (knapp 19.000 Studierende, rund 5.000 Mitarbeiter, darunter ca. 400 Professoren) möchte Finnland ein weltweit sichtbares Aushängeschild auf den Weg bringen und die Internationalisierung von Lehrenden und Studierenden verbessern. In der Aalto-Universität in Helsinki haben sich die Technische Hochschule Helsinki, die Wirtschaftshochschule Helsinki und die Universität für Kunst und Design zusammengeschlossen. 

Die Bologna-Erklärung zur Schaffung eines einheitlichen Europäischen Hochschulraums wurde im Juni 1999 von Finnland und 28 anderen europäischen Staaten unterzeichnet. Seit der Konferenz im Rahmen des Bologna-Prozesses Mitte Mai 2007 in London sind 46 europäische Staaten am Bologna-Prozess beteiligt.

Finnland engagiert sich nachhaltig in der Umsetzung des Prozesses. Seit 2005 steht ein dem European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS) kompatibles System zur Verfügung, ebenso Bachelor- und Masterstudiengänge.

Als beste finnische Universität im Shanghai University Ranking 2015 profilierte sich die Universität Helsinki an Position 67 als einzige finnische Universität unter den besten 300.

2.1.4. Berufliche Bildung

Die gebührenfreie berufliche Ausbildung umfasst die berufsqualifizierende Erstausbildung sowie die berufliche Fort- und Weiterbildung. Zentrale Aufgabe der beruflichen Ausbildung ist die Vermittlung der erforderlichen Fachkompetenz für das Berufsleben. Berufsqualifizierende Erstabschlüsse vermitteln die Grundfertigkeiten in den entsprechenden Berufsfeldern. In der beruflichen Weiterbildung liegt ein aktueller Schwerpunkt bei der Erfüllung des Bedarfs des mittelständischen Sektors.

Zum großen Teil findet die Ausbildung in vollschulischer Form mit integrierten praktischen Anteilen statt. Der Unterricht beruht auf den vom Zentralamt für Unterrichtswesen (National Board on Education) erarbeiteten landesweiten Rahmenlehrplänen. Darauf basierend erstellen die Bildungsanbieter örtliche, auf die spezifischen Gegebenheiten ausgerichtete Lehrpläne. Die berufliche Erstausbildung qualifiziert für mehr als 100 Berufe. 

Berufliche Bildungsangebote werden im Jahr 2016 in folgenden Sparten angeboten:

  • Geisteswissenschaften und Bildung
  • Kultur
  • Sozialwissenschaften, Wirtschaft und Verwaltung
  • Naturwissenschaften
  • Technologie, Kommunikation und Verkehr
  • Natürliche Ressourcen und Umwelt
  • Soziale Dienste, Gesundheit und Sport
  • Tourismus, Gastronomie und Hausdienste

Auf diese Sparten verteilt gibt es 2016 ein Angebot von 53 Abschlüssen mit insgesamt 119 Ausbildungsprogrammen. Die Lehrpläne umfassen derzeit berufsbezogene Fächer und allgemeine Pflichtfächer. Alle beruflichen Bildungsgänge beinhalten neben den allgemeinen und theoretischen Fächern auch einen praktischen Ausbildungsteil. Der überwiegende Teil der Ausbildung erfolgt an der beruflichen Bildungseinrichtung, wenn auch ein Teil der im Lehrplan vorgesehenen praktischen Arbeit im Betrieb („Lernen am Arbeitsplatz“) organisiert werden kann. Auch in der Berufsbildung steht das Prinzip des individuellen Lernens im Vordergrund, indem z. B. individuelle Lernpläne erstellt werden.

Die berufliche Erstausbildung dauert in der Regel drei Jahre (Vollzeit) und beinhaltet auch die Zugangsberechtigung zu Universitäten und Fachhochschulen.

Jedes Jahr belegen rund 146 000 Schüler Kurse und Trainingsmaßnahmen der berufliche Erstausbildung in Finnland. Die beliebtesten Felder sind Technologie und Verkehr (36%), Wirtschaft und Verwaltung (19%) und Gesundheits- und Sozialwesen (17%). Auf die Bereiche Tourismus, Gastronomie und Hauswirtschaft verteilen sich 13% der Schüler, auf Kultur 7% und auf Natürliche Ressourcen 6% .

Finnland ist im Bereich der Berufsbildung international führend, was Ansätze zur Qualitätssicherung und Evaluation betrifft. So ist beispielsweise gesetzlich vorgeschrieben, dass Bildungsträger ihre Bildungsangebote und deren Effektivität einer Evaluierung unterziehen und dass sie an externen Evaluierungen teilnehmen. Zuständig für externe Evaluierungen ist der nationale Evaluierungsrat für den Bereich der allgemeinen und beruflichen Bildung.

2.1.5. Weiterbildung

Ziele der Weiterbildung in Finnland bestehen darin, das Wissen und die Fertigkeit der Erwachsenenbevölkerung zu verbessern sowie Bildungschancen zu erhöhen.

Fort- und Weiterbildung nehmen einen wichtigen Stellenwert ein, sie sind in Finnland in über 1.000 Institutionen organisiert. Jährlich nehmen ca. eine Million Finnen an entsprechenden Angeboten teil. 

Im Bereich der Erwachsenenbildung können drei verschiedene Qualifikationsniveaus erreicht werden:

  • Grundlegende Berufsqualifikation (entsprechend der beruflichen Erstausbildung von Jugendlichen)
  • Fortgeschrittene Berufsqualifikation (zusätzliche Weiterbildung und ca. drei Jahre Arbeitserfahrung) sowie
  • Spezielle Berufsqualifikation (ca. fünf Jahre Arbeitserfahrung).

Wie in den anderen nordeuropäischen Ländern auch, sind in Finnland die wissenschaftlichen Fort- und Weiterbildungen stark institutionalisiert. Finnland weist außerordentlich hohe Partizipationswerte bei Erwachsenenbildungsprogrammen auf. So nehmen in Finnland ca. 50% der Erwachsenen an der Erwachsenenbildung teil. Diese ausgeprägte Beteiligung liegt auch am Ausbau der Open Universities, in deren Zeichen die universitäre Weiterbildung seit den 70er Jahren steht. Open Universities sind Teil der Universitäten und prinzipiell gebührenfrei. Sie verleihen keinen akademischen Abschluss, aber Kreditpunkte in Übereinstimmung mit dem European Credit Transfer System (ECTS). So kann der Einstieg in einen Studiengang an traditionellen Universitäten ermöglicht werden. Die Finanzierung der freien Weiterbildung erfolgt durch öffentliche Gelder, Teilnahmegebühren und durch Unternehmen. Die Vereinbarkeit von Lebenslangem Lernen auf der einen Seite sowie Familie bzw. Beruf auf der anderen Seite ist sehr gut gewährleistet. Die Umsetzung wird dadurch erleichtert, dass Erwachsenenbildung, wie Bildung insgesamt, eine hohe Anerkennung in der Bevölkerung hat.

2.1.6. Bildungsorganisationen

Das Zentralamt für Unterrichtswesen (Finnish National Board on Education) ist die wichtigste Fachbehörde für die Gesamtschulen, gymnasialen Oberstufen und die berufliche Ausbildung. Es legt die nationalen Rahmenpläne (der aktuelle Rahmenplan stammt aus dem Jahr 2004) fest, innerhalb derer Schulen und Gemeinden ihre eigenen Lehrpläne ausarbeiten.

Das Center for International Mobility (CIMO) wurde 1991 mit dem Ziel gegründet, die Internationalisierung der Bildung zu fördern. CIMO, dem Bildungsministerium zugeordnet, koordiniert und realisiert Stipendien- und Personenaustauschprogramme.

Der Evaluierungsrat für Hochschulen (The Finnish Higher Education Evaluation Council) übernimmt die Bewertungsaufgaben der Universitäten und Fachhochschulen.

2.2. Forschungs- und Innovationslandschaft

2.2.1. Überblick

Finnland ist eines der forschungsintensivsten Länder der Welt. In vielen Themenfeldern (u.a. Forstwissenschaft, Umwelttechnik, Informations- und Kommunikationstechnologie) gehört die finnische Forschung zur Weltspitze. Innovation, Forschung und Entwicklung, Technologie und Wettbewerbsfähigkeit – in diesen Bereichen zählt Finnland seit Jahren zu den weltweit führenden Ländern. Dies belegt auch der „Global Competitiveness Index 2014-2015". Hier befindet sich Finnland auf Rang vier als zweites europäisches Land hinter der Schweiz. Deutschland liegt auf Platz fünf. Allerdings lag Finnland im Zeitraum 2013-2014 noch auf Platz drei. Finnland gehört laut „Innovation Union Scoreboard 2015“ hinter Schweden und Dänemark und noch vor Deutschland auf Platz drei und damit zu den führenden Innovationsländern der EU.

Als einen Schlüsselfaktor für erfolgreiche und nachhaltige Aktivitäten in Forschung, Entwicklung und Innovation wird in Finnland der Bildungssektor angesehen.

Die kombinierte Wirkung der wirtschaftlichen Rezession und Nokias Niedergang haben einen bemerkenswerten Rückgang der privaten und öffentlichen FuE-Investitionen verursacht. Die Bruttoinlandsausgaben für Forschung und Entwicklung (GERD in % des BIP) sind seit 2009, als es 3,75% betrug zurückgegangen. Für das Jahr 2014 gibt EUROSTAT mit 3,17% einen Wert an, der fern des 4% -Ziels der Regierung liegt. festgelegt. Trotzdem liegt Finnland innerhalb der EU zusammen mit Schweden in Bezug auf den FuE-Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) zusammen mit Schweden seit Jahren an der Spitze. Der Anteil der Ausgaben für FuE-Förderung im Unternehmungssektor lag 2014 bei ca. 67%. 2014 kamen in Vollzeitäquivalenten in Finnland 19,5 Forscher auf 1000 Erwerbstätige, hinter Dänemark ist dies der höchste Wert in Europa (alle Zahlen nach EUROSTAT).

Das Bild zeigt ein Diagramm mit der Hierarchie des finnisches Innovationssystems.
Überblick über das finnische Forschungs- und Innovationssystems (Qu.: RIO Country Report Finland 2014)

2.2.2. FuE-Indikatoren

Indikator Finnland Deutschland OECD-Gesamt Stand
Nationale FuE-Ausgaben [Mio. USD] 7.176 103.909 1.145.045 2013
FuE-Ausgabenwachstum im Vergleich zum Vorjahr [Prozent] -3,6 3,2 3,7 2013
FuE-Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) [Prozent] 3,3 2,9 2,4 2013
Anteil der FuE-Ausgaben des Staates am BIP [Prozent] 0,9 0,8 0,7 2013/12/12
Anteil der FuE-Ausgaben der Wirtschaft am BIP [Prozent] 2,0 1,9 1,4 2013/12/12
Ausgaben für FuE in Unternehmen (BERD) [Mio. USD] 4.941 70.487 782.744 2013
Anteil der öffentlich finanzierten Ausgaben für FuE in Unternehmen (direkter Förderanteil) [Prozent] 2,8 4,3 7,7 2013/13/12
Anteil der vom Ausland finanzierten Ausgaben für FuE in Unternehmen [Prozent] 11,7 4,0 6,3 2013/13/12
Ausgaben für FuE in Hochschulen (HERD) [Mio. USD] 1.544 18.179 202.983 2013
Anteil der unternehmensfinanzierten Ausgaben für FuE in Hochschulen [Prozent] 5,0 14,0 5,9 2013/12/12
Ausgaben für FuE in außeruniversitären öffentlichen Forschungseinrichtungen (GOVERD) [Mio. USD] 640 15.243 128.710 2013
Anteil der unternehmensfinanzierten Ausgaben für FuE in außeruniversitären öffentlichen Forschungseinrichtungen [Prozent] 9,9 10,3 3,5 2013/12/12
Anzahl der Forscher (Vollzeitäquivalente) 39.196 360.900 4.304.005 2013/13/11
Anzahl der Forscher (VZÄ) je 1000 Arbeitnehmer 15,7 8,5 7,7 2013/13/11
Anteil der Forscher (VZÄ) in privaten Unternehmen [Prozent] 56,8 56,4 59,6 2013/13/11
Anteil internationaler Ko-Patente an Patentanmeldungen unter dem Vertrag über Patentzusammenarbeit (PCT) [Prozent](1) 19,3 15,5 7,3 2011

* in laufenden Preisen, kaufkraftbereinigt

Quellen: OECD Main Science and Technology Indicators, 2015/1; (1)OECD Patents Statistics
Redaktion: 16.07.15, von: Miguel Krux und Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH

Die Grafiken stellen die FuE-Ausgaben aufgeteilt nach Finanzierungsquellen (Wirtschaft, Staat, Sonstiges Inland, Ausland) und Durchführungssektoren (Unternehmen, außeruniversitäre öffentliche Forschungseinrichtungen, öffentliche und private Hochschulen, privater gemeinnütziger Sektor) dar. Die Daten für das einzelne Land werden jeweils mit den Daten für den gesamten OECD-Raum verglichen.
(Prozentzahlen unter 0,5 werden grafisch nicht dargestellt.)

Wie fast alle anderen OECD-Mitglieder ist auch Finnland ein Land mit hohem Einkommen. In der OECD-Ländergruppe finanziert meist die inländische Wirtschaft den größten Anteil der Ausgaben für Forschung und Entwicklung (OECD Gesamt 60 Prozent, Deutschland 66 Prozent). Die Anteile betragen für den Staat ca. 30 Prozent und für das Ausland ca. 4-5 Prozent (OECD Gesamt und Deutschland). Dies entspricht in etwa auch den Verhältnissen in Finnland. Der Anteil der Auslandsfinanzierung hat seit dem Jahr 2000 deutlich zugenommen.

Die Grafiken stellen die FuE-Ausgaben aufgeteilt nach Finanzierungsquellen (Wirtschaft, Staat, Sonstiges Inland, Ausland) und Durchführungssektoren (Unternehmen, außeruniversitäre öffentliche Forschungseinrichtungen, öffentliche und private Hochschulen, privater gemeinnütziger Sektor) dar. Die Daten für das einzelne Land werden jeweils mit den Daten für den gesamten OECD-Raum verglichen.
(Prozentzahlen unter 0,5 werden grafisch nicht dargestellt.)

Bei der Durchführung von Forschung und Entwicklung nehmen die Unternehmen in den OECD-Ländern meist eine dominante Rolle ein (Anteile für OECD Gesamt und Deutschland betragen jeweils ca. 68 Prozent). Dies entspricht dem Anteil der Unternehmen in Finnland. Von Interesse ist auch, welche Anteile außeruniversitäre öffentliche Forschungseinrichtungen (GOVERD) im Vergleich zu den Hochschulen (HERD) haben.  Finnland ist mit einem Verhältnis von GOVERD zu HERD von etwa 30 : 70 stärker hochschulzentriert als der OECD-Raum (40 : 60) bzw. Deutschland (45 : 55). Gleichzeitig ist Finnland weniger hochschulzentriert als die skandinavischen Länder Dänemark und Schweden.

2.2.3. Forschungsorganisationen

Es gibt derzeit 14 öffentliche Universitäten in Finnland, zwei von ihnen sind öffentliche Stiftungen, der Rest ist als Körperschaft des öffentlichen Rechts organisiert.

Als beste finnische Universität im Shanghai University Ranking 2015 profilierte sich die Uni-versität Helsinki an Position 67 als einzige finnische Universität unter den besten 300.

Die Reform des finnischen Universitätswesens wurde vom Parlament bereits am 16. Juni 2009 verabschiedet. Demnach erhalten die finnischen Hochschulen (mit ca. 145.000 Studierenden an den Universitäten und 130.000 Studierenden an den Fachhochschulen) eine größere Autonomie, indem sie selbst rechtsfähig und für ihre Finanzen verantwortlich werden. 40% des höchsten universitären Entscheidungsgremiums sollen außerdem mit externen Experten besetzt werden. Die Universitätsreform sieht auch die Neuordnung der universitären Strukturen in Finnland vor. Die Zahl der Hochschulen soll bis 2020 auf 15 (von 20 im Jahr 2009) reduziert werden, die Zahl der Fachhochschulen auf 18 (von 27 im Jahr 2009). Dies wird durch die Zusammenlegung von Hochschulen und die Schließung kleinerer Hochschulstandorte (insbes. von Zweigstellen) geschehen. Ziel der Umstrukturierungen und Fusionen ist, finnische Universitäten leistungs- und international wettbewerbsfähiger zu machen. Neben der Aalto-Universität erfolgten 2010 eine Fusion zur Universität von Ostfinnland (Zusammenschluss der Universitäten von Joensuu und Kuopio) und eine Erweiterung der Universität von Turku.

Finnland verfügt im Jahr 2015 über 12 staatliche Forschungsinstitute mit ca. 11.500 Mitarbeitern, die den einzelnen Ministerien unterstehen. Sie erhielten 2013 eine institutionelle Förderung in Höhe von etwa 315 Mio. EUR, dazu kommen annähernd 329 Mio. EUR an weiteren (Dritt-)Mitteln. Das bedeutendste finnische Forschungsinstitut ist das Technische Forschungszentrum VTT, das 89 Mio. EUR (2013) an öffentlichen Mittel erhält. VTT ist das größte interdisziplinäre technische Forschungszentrum in Nordeuropa mit ca. 3.000 Mitarbeitern.

Im Rahmen des finnischen Programms zur Förderung von regionalen Exzellenzzentren (CoEs) werden seit 1995 herausragende Forschungsnetzwerke gefördert, jeweils für den Zeitraum von sechs Jahren. In der Phase 2012 – 2017 werden 15 CoEs gefördert.

Es gibt im Jahr 2013 350.000 Unternehmen in Finnland von denen 315.000 weniger als vier Mitarbeiter und 19.200 mehr als zehn Mitarbeiter haben. Die Zahl der großen Unternehmen beträgt 590, davon 112 haben mehr als 1000 Mitarbeiter. Die Zahl der mittelständischen Unternehmen ist gering. In etwas mehr als der Hälfte der Unternehmen (mit mehr als zehn Beschäftigten) wurden in den Jahren 2010 bis 2012 von Innovationstätigkeiten berichtet.

Institut Staatliche
Mittel
(Mio. EUR)
Externe Mittel
(Mio. EUR)
Gesamtmittel
(Mio. EUR)
Gesamt 295,7 255,9 551,6
VTT Technisches Forschungszentrum 85,7 168,3 254,0
Institut für Gesundheit und Wohlfahrt 34,2 29,0 50,3
Agrifood Forschungsinstitut 34,6 15,7 50,3
Institut für Forstforschung 43,2 5,5 48,7
Institut für Gesundheit am Arbeitsplatz 20,4 9,9 30,3
Meteorologisches Institut 16,3 7,3 23,5
Umweltinstitut 11,3 7,1 18,5
Geologischer Dienst 11,0 2,3 13,3
Wild- und Fischereiforschungs-institut 9,0 3,3 12,3
Amt für Strahlung und nukleare Sicherheit 6,2 0,8 7,0
Forschungsinstitut für die Sprachen Finnlands 5,2 0,5 5,7
Geodätisches Institut 3,6 1,9 5,5
Regierungsinstitut für Wirtschaftsforschung 4,2 1,0 5,2
Institut für Internationale Beziehungen 3,1 0,2 3,4
Zentrum für Verbraucherforschung 2,3 0,9 3,2
Zentrum für Metrologie und Akkreditierung 2,5 0,5 3,0
Amt für Nahrungsmittelsicherheit 1,5 1,2 2,7
Nationales Institut für Justizpolitik 1,2 0,6 1,8

2.2.4. Förderorganisationen

Die großen Förder- und Mittlerorganisationen Finnlands decken unterschiedliche Bereiche des Wissenschafts- und Innovationssystems ab:

Die Akademie von Finnland (gegr. 1947) untersteht dem Bildungsministerium. Sie betreibt Forschungsförderung im Bereich der Grundlagenforschung. Die Fördermittel für 2016 betragen rund 430 Mio. €. Die Förderprogramme der Akademie erstrecken sich auf Projekt-, Pro-gramm- und Personenförderung. Rund 80% der vergebenen Fördermittel gehen etwa an finnische Universitäten.

Tekes (The Finnish Funding Agency for Technology and Innovation) wird vom Wirtschaftsministerium gesteuert. Die 1983 gegründete Agentur ist im Bereich der angewandten For-schung und Innovation tätig und ist mit Büros in Brüssel, Peking, Shanghai, Tokio, Washington, Santa Clara (Silicon Valley) auch infrastrukturell international aufgestellt. In 2015 wurden Fördermittel in Höhe von 575 Mio. € in 2.600 Projekten an Unternehmen, Universitäten und Forschungsorganisationen vergeben. Von den 366 Mio. €, die an Unternehmen vergeben wurden, entfielen 140 Mio. € auf Start-Ups und neu gegründete Unternehmen.

Der finnische Innovationsfonds Sitra (seit 1967) ist eine, dem Parlament unterstehende Stiftung. Er wird nicht öffentlich gefördert, sondern bezieht seine Mittel aus bestehendem Vermögen. Sitra setzt die Mittel v.a. für Risikokapital in der angewandten Forschung und Innovation ein. Zentrale Themen sind die Bereiche Stärkung der Gesellschaft, Ressourcen-effiziente und klimaneutrale Gesellschaft sowie neues Arbeitsleben und nachhaltige Wirtschaft. Das Stiftungskapital von Sitra besaß Ende 2014 einen Marktwert von rund 740 Mio. €.

Tekes und die Akademie von Finnland kooperieren in verschiedenen Programme, zum Bei-spiel im „Finland Distinguished Professor Programme“ (FiDiPro), das ausländische Spitzenkräfte ins Land holen soll und ebenso im Ausland tätige finnische Spitzenforscher ermutigen soll, nach Finnland zurückzukehren.

2.3. Stärken des Forschungssystems

2.3.1. Überblick

Vergleich der Verteilung auf Themengebiete in Australien mit der weltweiten Durchschnittsverteilung von Publikationen (2014)
Vergleich der Verteilung wissenschaftlicher Publikationen auf Themengebiete: Finnland und Welt (2014)

Die Verteilung der Publikationen auf Fachgebiete kann erste Hinweise auf Stärken eines Forschungssystems geben (Bezugsjahr 2014, Quelle: SCImago (2007). SJR – SCImago Journal & Country Rank. Retrieved July 15, 2015, from http://www.scimagojr.com). Weltweit wie in Finnland steht die Medizin mit den meisten Publikationen an erster Stelle. An zweiter Stelle weltweit liegen die Ingenieurwissenschaften mit 12 Prozent. In beiden Bereichen liegt Finnland deutlich unter dem weltweiten Durchschnitt.

Deutlich über dem weltweiten Durchschnitt liegt Finnland dagegen in folgenden Fachgebieten:

  • Agrar- und Biowissenschaften
  • Computerwissenschaften und Informatik
  • Erd- und Planetare Wissenschaften
  • Physik und Astronomie
  • Umweltwissenschaften.

Norwegen hat eine enge Anbindung an die Forschungszusammenarbeit der Europäischen Union und ist in den Nordischen Forschung- und Innovationsraum (NORIA) eingebunden. Die thematischen NORIA-Schwerpunkte entsprechen in Teilen den nationalen Forschungsschwerpunkten.

2.3.2. Bioökonomie

Das Ziel der finnischen Bioökonomie-Strategie von 2014 ist es, durch die Stärkung der Bioökonomie in Finnland neues Wirtschaftswachstum zu generieren und neue Arbeitsplätze zu schaffen bei gleichzeitiger Sicherung der der natürlichen Ökosysteme. Dies soll durch in Finnland entwickelte wettbewerbsfähige und nachhaltige Bioökonomie Lösungen für globale Probleme erreicht werden.

Die strategischen Ziele der Bioökonomie-Strategie sind:

  1. Schaffung wettbewerbsfähiger Rahmenbedingungen für die Bioökonomie
  2. Ableitung neuer Geschäftsfelder aus der Bioökonomie
  3. Entwicklung einer starken Bioökonomie-Kompetenzbasis
  4. Erhalt der Zugänglichkeit und Nachhaltigkeit von Biomasse

Bioökonomie bezieht sich auf eine Wirtschaft, die auf erneuerbaren natürlichen Ressourcen beruht, um Nahrungsmittel, Energie, Produkte und Dienstleistungen zu produzieren. Die Bioökonomie soll die Abhängigkeit von fossilen natürlichen reduzieren Ressourcen verringern und den Verlust der biologischen Vielfalt stoppen.

Mittels der Bioökonomie-Strategie sollen die Bioökonomie Ausgaben auf 100 Milliarden Euro bis zum Jahr 2025 gesteigert und 100.000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Bereits heute ist Finnland in der Bioökonomie gut aufgestellt: 2011 wurden Produkte und Dienstleistungen der Bioökonomie im Wert von rund 60 Mrd. € in Finnland produziert, dies entsprach einem Anteil am BIP von 16%. Mit rund 300.000 Beschäftigten stellte die Bioökonomie im selben Jahr mehr als ein Zehntel aller Beschäftigten in Finnland.

Am größten finnischen Forschungsinstitut VTT stellt die Bioökonomie derzeit einen von insgesamt sieben langfristigen Schwerpunkten dar. Als Dienstleister für F&E-Aufträge der finnischen Unternehmen hat sich das VTT auf folgende Themen der Bioökonomie fokussiert:

  • C1 economy
  • Key technology platforms for the bioeconomy
  • High-performance fibres
  • Materials recycling and reprocessing
  • Sustainable packaging materials
  • Food, feed and beverages
  • Bio-based platform chemicals
  • Light-weight bio-based structures
  • Liquid biofuels

2.3.3. Information und Kommunikation

Finnland ist eine der weltweit führenden Nationen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien. Das "World Economic Forum" kommt in seinem "Global Information Technology Report 2015" zu dem Schluss, dass Finnland weltweit zu den führenden Ländern bei der Nutzung der Informationstechnologien gehöre. Nach zwei Jahren an der Spitze des „Networked Readiness Index“-Rankings (NRI), rutscht Finnland zwar auf den zweiten Platz (von 143 Nationen) ab, bleibt aber ein Top-Performer in vielen Aspekten des Einsatzes der Informationstechnologie. So verfügt das Land über eine exzellentes politisches und wirtschaftliches Umfeld und eine sehr gute Netzinfrastruktur. Finnland punktet im internationalen Vergleich ferner mit seinem hervorragenden Bildungssystem und seinen hoch qualifizierten Mitarbeitern. In Kombination mit einem erschwinglichen Zugang zu IKT-Dienstleistungen führt dies zu einer weiten Verbreitung der Informationstechnologie in der Bevölkerung und in der Wirtschaft.

Auf dem Weg zu einer noch stärker wissensbasierten Gesellschaft spielen Informations- und Kommunikationstechnologien eine wichtige Rolle. Finnland war eines der ersten Länder mit einer nationalen Strategie für die Informationsgesellschaft. 

Das bedeutendstes Innovationsfeld des größten finnischen Clusters Helsinki sind die Informations- und Kommunikationstechnologien. Im Cluster befinden sich über die Hälfte aller finnischen IKT-Unternehmen. Helsinki gilt damit als ein weltweit führender IKT-Standort. Auch der Standort Oulu genießt international hohes Ansehen im IKT-Sektor. 

Am finnischen Forschungsinstitut VTT wird der Schwerpunkt "Digital Society" aktuell in folgenden Themen vorangetrieben:

  • Components and software for mobile devices
  • Cyber security
  • Digital service engineering
  • Network optimisation and management
  • Printed and hybrid manufacturing services
  • Smart lighting
  • Wireless access

TIEKE Finnish Information Society Development Center/ Finnisches Entwicklungszentrum für die Informationsgesellschaft

TIEKE operiert an der Schnittstelle zwischen Handel, Industrie, öffentlicher Administration und Bürgern, die alle Nutzer der Informations- und Kommunikationstechnologien sind. TIEKE dient als Treffpunkt für Diskussionen und Ideen und versucht, neue Partnerschaften aufzubauen und Projekte zu generieren. 

High Technology Finland

High Technology Finland stellt Informationen zu den aktuellen Entwicklungen im finnischen Hochtechnologiesektor von mobiler Kommunikation und spezieller Software bis zu fortschrittlichen Prozessen, Materialforschung und nachhaltiger Energie zur Verfügung.

3. Bildungs-, Forschungs- und Innovationspolitik

3.1. Ministerien und Gremien

3.1.1. Für Bildung und Forschung zuständige Ministerien

Seit dem 29. Mai 2015 hat Finnland eine neue Regierung. Für den Bereich Forschung und Entwicklung ist das Ministerium für Bildung und Kultur zuständig. Ministerin – und damit zuständig für Bildung, Wissenschaft, Kultur, Sport und Jugend - ist Frau Sanni Grahn-Laasonen. Staatssekretärin ist Frau Anita Lehikoinen. Das Ministerium für Arbeit und Wirtschaft ist u.a. für die Felder Innovation und Technologie zuständig, Wirtschaftsminister ist Herr Olli Rehn. Die nächsten Parlamentswahlen finden voraussichtlich im April 2019 statt.

3.1.2. Beratungsgremien für Forschungs- und Bildungspolitik

Forschungs- und Innovationsrat 

Wichtigstes Beratungsgremium der finnischen Regierung in Bezug auf die nationale Forschungs-, Innovations- und Technologiepolitik ist der zum 01. Januar 2009 ins Leben geru-fene Forschungs- und Innovationsrat (RIC). Der RIC ist auf den genannten Gebieten die zentrale finnische Planungsinstanz. Die 2014 erschienene Studie „Reformative Finland: Research and innovation policy review 2015–2020“ weist als Hauptziele der Forschungs- und Innovationspolitik eine radikale Reform des Hochschulsystems, eine Förderung der Nutzung und Produktivität von F&I-Ergebnissen sowie die Stärkung neuer Wachstumsquellen, des intellektuellen Kapitals und des Unternehmertums aus. Weitere wichtige Ziele für die Entwicklung sind die Verbesserung der allgemeinen Wissensbasis der Bevölkerung und selektive Unterstützung für innovative Fähigkeiten. Auch die Reform des öffentlichen Sektors und eine engere Verwaltungszusammenarbeit sowie eine bessere Ausrichtung und Angemessenheit der Finanzierung von F&E wird genannt.

Mit der Schaffung des Strategic Research Council (SRC) im Jahre 2014 wurde erstmals ein Referenzrahmen für strategische Forschung in Finnland eingerichtet. Die Themen und Förderlinien werden in enger Abstimmung mit der finnischen Regierung festgelegt – sind somit interministeriell - und sollen Finnland bei der der Erneuerung der Wirtschaft und Industrie und dem öffentlichen Sektor unterstützen. Für den Zeitraum 2015 -2017 stehen Fördermittel in Höhe von rund 55 Mio. € zur Verfügung. Die Themen der in 2015 ausgeschriebenen Runde lauteten „Nutzung von bahnbrechenden Technologien und institutionelle Erneuerung“, „Gleichheit und ihre Förderung“ sowie „klimaneutrale und ressourcenschonende Gesellschaft“.

Akademie von Finnland 

Die Akademie spielt ihrem Selbstverständnis nach eine aktive und initiative Rolle in der Diskussion über die Wissenschaftspolitik sowie Ziele, Einfluss und Ethik der Forschung.

3.2. Politische Zielsetzungen

3.2.1. Überblick

Finnland gehört zu den innovativsten und forschungsintensivsten Ländern Europas. Auch in der Bildung verfügt das nordische Land über ein hohes internationales Ansehen. Das Bewusstsein um die Bedeutung von Bildung, Forschung und Innovation für den nationalen Wohlstand ist groß. Deshalb ist die Akzeptanz in der Bevölkerung für staatliche Investitionen in diesen Bereichen hoch. Die forschungs- und bildungspolitischen Maßnahmen zielen darauf ab, die Position Finnlands in diesen Bereichen noch zu stärken. Dazu zählt beispielsweise die Universitätsreform von 2009, die die Autonomie und internationale Wettbewerbsfähigkeit der Universitäten verbessern soll. Finnlands Innovationskraft hat sich in den letzten Jahren allerdings abgeschwächt, sodass neue Konzepte benötigt werden. Eine zunehmend wichtige Rolle in den politischen Zielen spielt dabei die Internationalisierung.

Die finnische Regierung hat in ihrem im Mai 2015 veröffentlichten Programm für die Bereiche Beschäftigung und Wettbewerb sowie Wissen und Bildung u.a. folgende Ziele formuliert:

  • Formulierung einer Steuerpolitik zur Förderung des Unternehmertums, Arbeit und Beschäftigung
  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit durch die Verbesserung der Bedingungen für Unternehmen und Unternehmertum.
  • Neue Lernumgebungen und digitale Materialien für Gesamtschulen.
  • Reform der berufsbildenden Oberstufenausbildung
  • Beschleunigung des Übergangs ins Berufsleben
  • Stärkung der Zusammenarbeit von Hochschuleinrichtungen und der Berufswelt, um Innovationen auf den Markt zu bringen.

3.3. Initiativen und Programme

3.3.1. Überblick

Die finnischen Forschungsprogramme werden im Wesentlichen unter dem Gesichtspunkt des Bedarfs der Wissenschaft und/oder der finnischen Gesellschaft im Allgemeinen angeregt. Initiativen für Forschungsprogramme dienen der Erhöhung der wissenschaftlichen Qualität, der Internationalisierung, der Verknüpfung verschiedener Disziplinen, der Bildung von Forschungsnetzwerken und der Weiterbildung von Forschern. Diese Faktoren haben Finnland zu einem erfolgreichen Forschungs-, Bildungs- und Innovationsstandort gemacht.

Ein aktueller Überblick über Initiativen und Programme für Forschung, Bildung und Innovation in Norwegen findet sich im Kapitel Förderorganisationen. Jede der Förderorganisationen hat eigene Programme aus den Bereichen Forschung, Bildung und Innovatoin und informiert aktuell über diese auf den jeweiligen Websites.

4. Internationale Kooperation des Landes

4.1. Überblick

4.1.1. Strategien und Programme der internationalen Bildungs-, Forschungs- und Innovationszusammenarbeit

Für ein verhältnismäßig kleines Land wie Finnland spielt die internationale Vernetzung eine bedeutende Rolle, dieser Bereich ist ausbaufähig. So weist der Research and Innovation Council (RIC) bereits 2009 in seiner Studie „Internationalisation of Finnish Education, Research and Innovation” darauf hin, dass der Internationalisierungsgrad insgesamt noch zu gering sei.

Von besonderer Bedeutung für Finnland ist auch die nordische Zusammenarbeit. Der Nordische Ministerrat hat sich 2005 darauf geeinigt, die Forschungszusammenarbeit zu erweitern, um die nordischen Länder zu einer führenden Forschungs- und Wirtschaftsregion zu machen.

Materialisiert hat sich dies bisher v.a. bei der FuE-Zusammenarbeit der nordischen Länder innerhalb des Nordischen Forschungs- und Innovationsraums NORIA (Nordic Research and Innovation Area), gemeinsamer Forschungsförderung und Forschungsprogrammen, den Nordischen Exzellenzzentren sowie Stipendien und Infrastrukturprogrammen.

Institutionell wird NORIA auf mehreren Ebenen sichtbar. Durch NordForsk, den Nordischen Forschungsrat, wird seit 2005 die Forschungszusammenarbeit und -koordination der nordischen Länder unterstützt. Beispiele für konkrete Kooperationen sind die virtuellen Nordic Centres of Excellence in Research (NCoE) oder das Programm NORIA-net, das ähnlich wie bei den von der EU geförderten ERA-Netzen seit 2007 die Koordination von Forschungsvorhaben im nordischen Raum unterstützt, wobei Projekte auch andere Länder einbeziehen können.

4.2. Bi- und multilaterale Koperationen

4.2.1. Regierungs- und Ressortabkommen mit Partnerländern

Finnland hat mit mehr als 40 Staaten Kulturabkommen sowie Programme zum kulturellen Austausch bzw. der bilateralen Förderung. Die Kulturabkommen sind bilaterale Verträge, die alle Bereiche in der Zuständigkeit des Ministeriums abdecken können: Bildung, Forschung, Kunst, Kulturerbe, Bibliotheken und Archive, Bürgerorganisationen, Kulturinstitute, Sport und Jugend.

Mit Dänemark, Island, Norwegen, Schweden und den USA gibt es gemeinsame Förderverfahren.

Die Kooperation mit europäischen Ländern ist primär durch die EU-Zusammenarbeit abgedeckt. Bilaterale Abkommen mit europäischen Ländern spielen nur noch eine untergeordnete Rolle.

4.2.2. Teilnahme an europäischen Programmen und Initiativen

Ein Großteil der internationalen Zusammenarbeit Finnlands findet innerhalb der Forschungs- und Technologieprogramme der EU sowie der europäischen Forschungsorganisationen auf dem Gebiet der Grundlagenforschung (CERN, EMBL, ESRF, COST) und angewandten Forschung (ESA, EUREKA) statt.

Finnland ist Mitglied in den SFIC-Länderinitiativen zu Indien, USA, China, Russland und Brasilien. In der Initiative zu Brasilien stellt Finnland sogar den Rapporteur (Tiina Vihma-Purovaara Ministry of Education, Science, and Culture).

Finnland ist innerhalb HORIZONT2020 derzeit an 292 laufenden Projekten beteiligt. Bislang flossen ca. 171 Mio. EUR EU-Mittel an die insgesamt 424 finnischen Projektnehmer. Der thematische Schwerpunkt der finnischen Beteiligung in HORIZONT2020 liegt in der Informations- und Kommunikationstechnologie.

4.2.3. Mitgliedschaften in internationalen Bildungs- und Forschungsorganisationen

UNESCO
Finnland ist bereits seit 1956 UNESCO-Mitglied. Das Hauptaugenmerk Finnlands im UNESCO-Bereich liegt bei "Education 2030", der globalen Bildungsagenda für die Jahre 2016 bis 2030, für die die UNESCO federführend ist. Schwerpunktthemen der Bildungsagenda für Finnland sind Chancengerechtigkeit, Qualität der Bildung, berufliche Aus- und Weiterbildung..

UNESCO-UNEVOC Zentren sind die UNESCO-Fachzentren für technische und berufliche Aus- und Weiterbildung (TVET). Sie unterstützen die 195 UNESCO-Mitgliedsstaaten bei der Stärkung und Modernisierung ihrer Berufsbildungssysteme. Derzeit gibt es mit der "University of Tampere, School of Education (UTA)", der "EVTEK University of Applied Sciences" und der "The Joint Authority of Education in the Espoo Region (OMNIA)" bisher drei UNEVOC-Zentren in Finnland.

OECD
Finnland ist Mitglied der OECD und hat damit in den allgemeinen Bildungs- und Wissenschaftsgremien der OECD vollen Delegiertenstatus. Finnland ist auch Mitglied der OECD-Sonderorganisation „Development Centre“, die in Kooperation mit anderen Organisationen Bildungs- und FuE-Systeme vieler OECD-Nichtmitgliedsländer analysiert.

Nordischer Ministerrat
Der 1971 von Schweden, Norwegen, Finnland, Dänemark, Island, Grönland, den Färöer Inseln und Åland gegründete Nordische Ministerrat besteht aus verschiedenen Ministerräten. Die Abstimmung der Forschungsaktivitäten in der Region erfolgt im Nordischen Ministerrat für Bildung und Forschung (MR-U).

4.2.4. Teilnahme an multilateralen Bildungs- und Forschungsprogrammen und Begutachtungen

Finnland hat auf eigene Initiative hin sein Bildungssystem von der OECD begutachten lassen. Die Ergebnisse wurden in den Jahren 2003 als OECD-Länderbericht für das Projekt „Reviews of National Policies for Education" veröffentlicht. Ferner veröffentlichte die OECD 2015 den Bericht "Building Skills For All: A Review of Finland" in der Reihe OECD SKILLS STUDIES.

Finnland beteiligt sich seit 2000 an dem OECD-Programm zur Kompetenzmessung von Schülern (PISA) sowie seit dem Jahr 2008 an dem OECD-Programm zur Kompetenzmessung der erwachsenen erwerbstätigen Bevölkerung (PIAAC).

4.2.5. Sitzland für Forschungseinrichtungen multilateraler Trägerschaft

Finnland ist Sitzland für das "World Institute for Development Economics Research (UNU-WIDER)". Dieses Institut in Helsinki ist ein Institut der Universität der Vereinten Nationen mit dem thematischen Schwerpunkt Entwicklungsökonomie.

Des Weiteren sind in Finnland insgesamt drei UNESCO Chairs angesiedelt:

  • UNESCO Chair in Inclusive Literacy Learning for All, University of Jyväskylä, Jyväskylä
  • UNESCO Chair in Global E-Learning with Applications to Multiple Domains, University of Tampere, Tempere
  • UNESCO Chair in Sustainable Water Services, Tampere University of Technology

5. Ansprechpartner

5.1. Finnland: Weitere Informationen

Nähere Informationen zur bilateralen Kooperation zwischen Deutschland und Finnland sowie Beteiligungsmöglichkeiten an Programmen und Fördermaßnahmen erteilt im Auftrag des BMBF der DLR Projektträger.

Fachlicher Ansprechpartner für Finnland:

Ralf Hanatschek

DLR Projektträger
Europäische und internationale Zusammenarbeit
Heinrich-Konen-Str. 1
53227 Bonn
Deutschland

Tel: +49 228 3821-1482
Fax: +49 228 3821-1444

E-Mail: ralf.hanatschek(at)dlr.de
www.internationales-buero.de

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Redaktion: 10.05.16, von: Ralf Hanatschek, DLR Projektträger
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