1. Überblick

In seiner Regierungserklärung vom 13. November 2012 bezeichnete der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte als eine der wichtigsten Säulen für eine erfolgreiche Politik und eine positive gesellschaftliche Entwicklung eine nachhaltige und innovative Wirtschaft. Dabei sollen zusätzliche Investitionen in die Spitzenforschung und in die Qualität des Bildungswesens getätigt werden. Ein Fokus liegt dabei auf einem zukunftsorientierten Wachstum in Sektoren, in denen sich, laut Rutte, Chancen für die Niederlande bieten wie Energie, Wasser, Agrarwirtschaft und Logistik.

Die Niederlande gehören laut Global Competitiveness Report 2012-2013 weiterhin zu den zehn wettbewerbsfähigsten und innovativsten Nationen weltweit. Ihre ausgewogene Wettbewerbsfäghigkeit wird dadurch deutlich, dass sie darüber hinaus auch in den drei Subindizes (Rahmenbedingungen (Rang 10), Effizienz (Position 7) und Innovation (Platz 6)) jeweils zu den besten zehn Ländern gehören. Im Vergleich zum Vorjahr verbesserten sich die Niederlande um einen weiteren Platz auf Rang fünf (direkt vor Deutschland auf Rang 6) und bestätigten den positiven Trend der vergangenen Jahre; dies trotz der schwierigen makroökonomischen Lage des Landes. Sie verfügen über ein sehr gutes Bildungssystem (Platz 5) und eine exzellente Infrastruktur.

Im Jahr 2010 investierten die Niederlande nach OECD-Angaben annährend 13,0 Mrd. USD in Forschung und Entwicklung. Im Hinblick auf die Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) belegen die Niederlande innerhalb der OECD lediglich einen mittleren Platz: Der FuE-Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag 2009 bei 1,84% (2010: 1,85%) und damit unterhalb des OECD-Durchschnitts von ca. 2,3% (Qu.: OECD). Dabei war der Anteil der Unternehmen in den Niederlanden mit ca. 45% deutlich geringer als der OECD-Durchschnitt von etwa 61% (Qu.: OECD).
Ein Grund dafür liegt in der stark auf Dienstleistungen ausgerichteten niederländischen Wirtschaft, ein weiterer in der Konzentration von FuE in großen multinationalen Unternehmen, wie beispielsweise Philips, das eine weltweit herausragende Position bei Patenten aufweist.

Die Niederlande gehören im EU-Vergleich insgesamt zur Gruppe der Innovation Followers und belegen damit Platz sieben in der Reihe der 27 EU-Mitgliedsstaaten. Sie liegen somit über dem EU-Durchschnitt (Qu.:Innovation Union Scoreboard 2011).

Umfassende Informationen liefern die vom zuständigen Ministerium im Mai 2012 publizierten Schlüsselzahlen zu Bildung, Kultur und Wissenschaft.

Das niederländische Wissenschaftssystem ist hochgradig vernetzt. Aufgrund der relativ schmalen wissenschaftlichen Basis (in erster Linie bedingt durch die vergleichsweise geringe Bevölkerungszahl) ist diese Vernetzung eine wichtige Bedingung für den Erfolg niederländischer Forschung.
Das niederländische Forschungs- und Wissenschaftssystem unterscheidet nach dem zuständigen Minsiterum sechs (Qu.: The science system in the Netherlands) verschiedenen Ebenen:

  • Politische Ebene
  • Beratungsgremien
  • Forschungsförderorganisationen
  • Mittlerorganisationen
  • Forschungsorganisationen
  • Weitere (meist fördernde) Institutionen.

Einige Einrichtungen, z.B. die Netherlands Organisation for Scientific Research (NWO) und die Royal Academy of Arts and Sciences (KNAW) sind auf verschiedenen Ebenen des Wissenschaftssystems aktiv: NWO ist sowohl eine Mittlerorganisation als auch eine Forschungsorganisation mit eigenen Instituten, KNAW ist über diese Funktionen hinaus noch ein bedeutendes Beratungsgremium für die Forschungs- und Wissenschaftspolitik.

Einen aktuellen Überblick zur Organisationsstruktur des niederländischen Wissenschaftssystems hat das Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft im April 2012 publiziert. Daran orientiert sich nachstehende Darstellung.

Politische Ebene 

Diese Ebene des niederländischen Wirtschaftssystems setzt sich aus der Regierung, den zuständigen Ministerien (vgl. Kapitel „Für Bildung und Forschung zuständige Ministerien“) und dem Parlament zusammen.  Auf dieser Ebene werden zwei Koordinationsmechanismen wirksam. Der Rat für Wirtschaft, Arbeit und Innovation (REWI) bereitet auf dem Feld der Wissenschaftspolitik Entschlüsse für das gesamte Kabinett vor. Entscheidungsprozesse auf ministerieller Ebene ebnet das Komitee für Wirtschaft, Wissen und Innovation (CEWI).

Beratungsgremien 

Die niederländische Forschungslandschaft verfügt über eine Mehrzahl an Beratungsgremien (vgl. Kapitel "Beratungsgremien für Forschungs- und Bildungspolitik"). Typisch für die Niederlande ist – laut der Studie "Diskursive Politikberatung und strategisches Monitoring" der Hans-Boeckler-Stiftung aus dem Jahr 2007 –, dass zwischen Systemen wie Wissenschaft und Politik ein regelmäßiger Austausch herrscht und kein reines Auftragsverhältnis. Außerdem festigen die staatsnah organisierten Gremien die niederländische Konsensdemokratie. 

Der Advisory Council for Science and Technology (AWT)

Neben "Advisory Reports" für die Regierung legt AWT auch in unregelmäßigen Abständen Hintergrundberichte vor, zuletzt im Mai 2011 zu „E-Science“. E-Science ist ein wissenschaftliches Paradigma, das auf eine kollaborative Forschung zielt, die auf der Basis einer umfassend digitalen Infrastruktur vollzogen wird.

Die Royal Netherlands Academy of Arts and Sciences (KNAW) ist neben ihren Rollen als Forschungs- und Förderorganisation auch als Beratungsgremium von großer Bedeutung. Zu diesem Zweck verfügt die Akademie über (seit dem 01.01.2008) fünf thematisch ausgerichtete und aus Wissenschaftlern (z.B. von Universitäten, Forschungseinrichtungen & Unternehmen) bestehende Beiräte ("Advisory Councils"):

  • Geisteswissenschaften
  • Medizin und Gesundheit
  • Sozialwissenschaften
  • Technikwissenschaften, Mathematik und Informatik, Physik, Astronomie und Chemie
  • Geo- und Lebenswissenschaften.

Im Mai 2010 hat die Akademie ihre Strategie für die Jahre 2010 bis 2015 unter dem Titel "For Science and Scholarship: The Academy in the Knowledge Society" präsentiert. Ein Schwerpunkt liegt dabei auch in der Funktion der Akademie als Beratungsgremium – Diese Rolle möchte die Akademie in den kommenden fünf Jahren ausbauen. Sie konzentriert sich dabei auf die folgenden Themenfelder:

  • Wissenschafts- und Innovationspolitik
  • Bildung
  • Nutzung und Verbreitung von Wissen
  • Wissenschaftliche Integrität und Qualität
  • "Foresight"-Studien.

In diesem Zeitraum möchte die Akademie darüber hinaus den Entwurf einer langfristigen niederländischen Forschungsagenda präsentieren. 

Mit der 2003 gegründeten "Innovationsplattform" (17 Experten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung unter Vorsitz des Premierministers) sollte die Zusammenarbeit der verschiedenen privaten und öffentlichen Akteure ebenfalls stimuliert werden. In der zweiten Vierjahresperiode (2007-2011) konzentrierte sich die Arbeit der Plattform auf Forschung, Entwicklung und Innovation in den Feldern Gesundheit, Bildung, Energie und Wassermanagement. Im April 2010 veröffentlichte die Plattform den Plan "The Netherlands 2020: Back in the Top 5. The Economic Agenda: Innovative, International and Involving". Mit Wirkung vom 22. Juli 2010 stellte die Plattform ihre Arbeit ein. 

Innerhalb der einzelnen Ministerien sollen so genannte „Knowledge Chambers“ dazu dienen, den Forschungsbedarf aus den jeweiligen Zuständigkeitsbereichen zu identifizieren und in die Diskussion mit den Forschungseinrichtungen einzubringen.

Weitere Einrichtungen die auch als Beratungsgremien arbeiten sind:

  • Advisory Council on Government Policy - WRR
  • Social and Economic Council of the Netherlands – SER
  • Netherlands Institute for Social Research – SCP
  • Netherlands Bureau for Economic Policy Analysis – CPB
  • Netherlands Environmental Assessment Agency – PBL

(http://www.rathenau.nl/en/web-specials/the-dutch-science-system/policy-and-advice/advisory-bodies/advisory-council-for-science-and-technology-policy.html)

Forschungsförderung

Für das Jahr 2011 sah der Haushalt des Ministeriums für Bildung, Kultur und Wissenschaft ca. 36,8 Mrd. EUR für den Forschungs- und Bildungsbereich vor (Qu.: Haushaltsplan des Niederländischen Ministeriums für Bildung, Kultur und Wissenschaft)

Die öffentliche Forschungsförderung erfolgt in den Niederlanden auf verschiedenen Wegen: 

  • Institutionelle Förderung
  • Forschungsförderung über Förder- bzw. Mittlerorganisationen (v.a. Netherlands Organisation for Scientific Research (NWO), Royal Netherlands Academy of Arts and Sciences (KNAW) bzw. der NL Agency)
  • Förderung über den Ministerien direkt angeschlossene Institute
  • Direkte Förderung politikorientierter Forschung.

Mittlerorganisationen 

Eine wichtige Rolle bei der Verteilung der (wettbewerblichen) Mittel spielen die niederländischen Förder- bzw. Mittlerorganisationen (vgl. auch Kapitel Förderorganisationen). 

Die wichtigsten Organisationen dieser Art sind die „Netherlands Organisation for Scientific Research“ (NWO) (Niederländischer Forschungsrat), die „Royal Netherlands Academy of Arts and Sciences“ (KNAW) und die „NL Agency“. 

NWO fungiert unter anderem als Projektträger für das Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft. Hauptaufgabe von der NWO ist es, Qualität und Innovation in Wissenschaft und Forschung zu unterstützen. Die Organisation ist die größte niederländische Forschungsförderungsorganisation. Im Jahr 2010 investierte die NWO 741 Mio. EUR in Forschung an Universitäten und nationalen Forschungseinrichtungen. Die Vergabe von Fördermitteln erfolgt in erster Linie wettbewerblich auf der Basis von Förderprogrammen. Empfänger der Fördermittel sind Universitäten (ca. 58% der Fördersumme), NWO-Institute (NWO verfügt über neun eigene Forschungsinstitute) mit ca. 22% der Fördersumme und weitere Forschungsinstitute (ca. 20% der Gesamtfördersumme). Schwerpunkt der Förderung durch die NWO ist die Grundlagenforschung. Über die Technological Foundation STW erfolgt darüber hinaus anwendungsorientierte Forschungsförderung. 

Auf Veranlassung durch die Regierung bildet die NWO so genannte „Temporary Task Forces“, die sich mit aktuellen Themenfeldern beschäftigen (z.B. Genomforschung, angewandte chemische Technologien für Nachhaltigkeit, Gehirn und Kognition). Die Task Forces entwickeln, koordinieren und setzen Programme in den spezifischen Themenfeldern um.

Ein Schwerpunkt der NWO-Aktivitäten liegt im internationalen Bereich. So gibt es mit Blick auf Deutschland Kooperationen mit der Alexander von Humboldt Stiftung und der Deutschen Forschungsgemeinschaft. 

Ein aktuelles Beispiel für die internationale Ausrichtung der NWO ist das im Januar 2011 geschlossene Abkommen im Bereich der Sozialwissenschaften mit der DFG, der French Agence Nationale de la Recherche (ANR), dem British Economics and Social Sciences Research Council (ESRC) und dem Indian Council for Social Sciences Research (ICSSR). 

Die NWO legt alle vier Jahre ihre Strategie vor. Im Zeitraum 2011 bis 2014 lautet diese „Wachsen durch Wissen“ (veröffentlicht April 2010). Dabei konzentriert sich die Organisation auf sechs Themenfelder:

  • Leben in Gesundheit
  • Wasser und Klima
  • Kulturelle und gesellschaftliche Spannungen
  • Nachhaltige Energie
  • Verbinden nachhaltiger Städte
  • Materialien: Lösungen für Mangelwirtschaft

KNAW ist die Dachorganisation für 18 Institute. Die Akademie verfügt über ein Budget von ca. 144 Mio. EUR (Stand 2011) jährlich. Ein Großteil davon fließt in die Unterstützung der Akademieinstitute.

Die NL Agency entstand Anfang 2010 aus dem Zusammenschluss der Agency for International Business and Cooperation EVD, dem Netherlands Patent Office und SenterNovem. Primär arbeitet die NL Agency für das niederländische Wirtschaftsministerium mit dem Auftrag Programme in der Innovationsförderung umzusetzen. NL Agency bezeichnet sich selbst als Kontaktstelle für Information, Beratung, Finanzierung, Netzwerkaufbau und rechtliche Fragen.
Die Projekte von NL Agency konzentrieren sich zurzeit auf folgende Themen:

  • Innovationsförderung
  • Klimawandel
  • Nachhaltige Energie
  • Umweltschutz
  • Internationalisierung
  • Infrastruktur

Forschungsorganisationen 

In den Niederlanden wird hier (vgl. Kapitel Forschungsorganisationen) nach drei Sektoren unterschieden:

  • Universitäten
  • Forschungsinstitute
  • Unternehmen

Grundlagenforschung erfolgt in erster Linie an den Universitäten und den Forschungsinstituten von KNAW und NWO. Angewandte Forschung konzentriert sich in den Forschungsinstituten, während der Bereich Entwicklung vor allem von den Unternehmen wahr genommen wird. 

Die 14 öffentlichen Universitäten sind neben ihren Forschungsaktivitäten zuständig für die Lehre und die Wissensverbreitung in die Gesellschaft. Die an den Universitäten ausgeübte Forschung vollzieht sich zunehmend in verschiedenen institutionellen Strukturen. Dazu zählen z.B. Graduiertenschulen. 

Die Forschungsinstitute lassen sich nach Angaben des Bildungsministeriums in nachstehende Gruppen einteilen:

  • Universitätsähnliche Institute von NWO und KNAW mit einem Schwerpunkt in der Grundlagenforschung
  • Netherlands Organisation for Applied Scientific Research (TNO): TNO ist die größte niederländische Forschungsorganisation mit Forschungszentren im gesamten Land. Der Schwerpunkt der Aktivitäten der TNO liegt auf sozial und wirtschaftlich relevanten Themen sowie auf aktuellen Innovationen und konkreten Anwendungen. Die TNO unterstützt insbesondere KMU und „business starters“. Sie ähnelt im Aufbau der deutschen FhG
  • Technologiezentren, sog. „Groot Technologisch Instituut“ (GTI), führen angewandte Forschung durch. Sie haben zwei Hauptfunktionen: Erstens dienen sie der Regierung und Unternehmen als Zentren für technologische Information. Zweitens entwickeln sie für die Regierung und für Unternehmen Technologien
  • Weitere Institutionen (u.a. als Teile von Ministerien)

Forschungsniveau 

Auf Grundlage bibliometrischer Daten lässt sich belegen, dass die Niederlande mit zu den produktivsten Ländern bei wissenschaftlichen Publikationen zählen. Niederländische Wissenschaftler stehen für ca. 30.000 (begutachtete) Publikationen (2008) (zum Vergleich Deutschland: ca. 90.000) (Qu.: Science and Technology Indicators 2010). Mit 72 wissenschaftlichen Publikationen pro 100 Forscher zählen die Niederlande in dieser Hinsicht zu den produktivsten Ländern (mit der Schweiz) weltweit. Die hohe Qualität dieser Veröffentlichungen zeigt sich auch am „citation index“. Hier liegen die Niederlande mit einem Wert von 1,33 auf Platz 4 (die Liste wird von der Schweiz mit 1,46 angeführt, Deutschland liegt auf Position 13 mit 1,17). Mit 86% haben Universitäten den größten Anteil an wissenschaftlichen Publikationen, die öffentlichen Forschungsinstitute folgen mit 12%.

Das hohe Niveau niederländischer Forschung spiegelt sich auch in der hohen Anzahl der Patente – hier liegen die Niederlande weltweit mit an der Spitze, wobei ein Großteil über den privaten Sektor (z.B. Philips) erfolgt. Eine Schwäche der niederländischen Forschungslandschaft (vgl. Kapitel „FuE-Indikatoren“) ist der relativ geringe Anteil von Wissenschaftlern an der werktätigen Bevölkerung. Hier versucht die Regierung mit verschiedenen Programmen entgegenzusteuern.  

Daten und Fakten zur Forschungslandschaft in den Niederlanden 

Einen ausführlichen Überblick über das niederländische Wissenschaftssystem liefert die im April 2012 publizierte Broschüre „The science system in the Netherlands“ des niederländischen Ministeriums für Bildung, Kultur und Wissenschaft. Die Schlüsselzahlen zu Bildung und Forschung für den Zeitraum 2006-2010 sind in den „Kerncijfers“ (in Niederländisch) des Ministeriums zusammengestellt. Die aktuellste Version in englischer Sprache liegt für den Zeitraum 2005-2009 vor. Eine aktuelle Zusammenfassung liefern die Science and Technology Indicators 2010 vom März 2010. Die Daten, auf die die Broschüre Bezug nimmt, stammen überwiegend aus dem Jahr 2007. Sie werden vom Netherlands Observatory of Science and Technology (NOWT) ausgewertet und alle zwei Jahre publiziert.

Einen guten Überblick liefert darüber hinaus die Website "The Dutch Science System" des Rathenau Instituut. 

Die Niederlande sind Mitglied der OECD. Daten zu Forschung, Entwicklung und Innovation werden von der OECD daher regelmäßig im Rahmen vergleichender Statistiken veröffentlicht. Die aktuellsten Daten bieten die von der OECD zwei Mal jährlich publizierten „Main Science and Technology Indicators“, die jedoch nur in Auszügen unbeschränkt zugänglich sind. Unbeschränkten Zugang zu Länderstatistiken gibt es über das Web Book STI Scoreboard 2009 und die 2010 veröffentlichte Online Version von „Measuring Innovation“.

Ein Länderkurzprofil zu Wissenschaft und Innovation in den Niederlanden erstellte die OECD erstmals 2008. Die aktuelle Version ist von 2012.

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2. FuE-Indikatoren

Indikator Niederlande Stand OECD-Gesamt Stand
Nationale FuE-Ausgaben 14.581,5 Mio. USD 2011 995.732,3 Mio. USD 2010
FuE-Ausgabenwachstum i. Vgl. zum Vorjahr 13,83 2011 2,51 % 2010
FuE-Anteil am Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2,04 % 2011 2,38 % 2010
Anteil öffentlicher FuE-Ausgaben am BIP 0,74 % 2009 0,74 % 2010
Öffentlicher Anteil an den FuE-Ausgaben 40,9 % 2009 31,1 % 2010
Anteil der Wirtschaft an den FuE-Ausgaben 45,1 % 2009 60,3 % 2010
Ausländischer Anteil an den FuE-Ausgaben 10,8 % 2009  
FuE-Ausgaben in Universitäten (intramuros) 5.389,3 Mio. USD 2011 196.273,6 Mio. USD 2011
Anteil der FuE-Ausgaben in Universitäten am BIP 0,75 % 2011 0,45 % 2011
FuE-Personal (Vollzeitäquivalente) 112.546 2011  
Anzahl FuE-Personal (VZÄ) je 1000 Arbeitnehmer 12,9 2011  
Anzahl Forscher (Vollzeitäquivalente) 53.633 2011 4.203.260 2007
Anzahl Forscher (VZÄ) je 1000 Arbeitnehmer 6,2 2011 7,5 2007
Anzahl Forscher (VZÄ) in privaten Unternehmen 26.108 2011 2.678.378 2007
Anzahl Forscher (VZÄ) in privaten Unternehmen in % der Gesamtzahl 48,7 % 2011 63,7 % 2007
Anzahl "triadischer" Patentfamilien (nach Prioritätsjahr) 867 2010 48.550 2010
Anteil an der Gesamtheit triadischer Patentfamilien 1,72 % 2010 96,42 % 2010

Quelle: OECD Main Science and Technology Indicators, 2012/2
Redaktion: 19.03.13, von: H. Lübbers und M. Krux, VDI Technologiezentrum GmbH

3. Forschungsorganisationen

Royal Academy of Arts and Sciences (KNAW) 

Die KNAW ist das Forum für die wissenschaftliche Gemeinschaft der Niederlande und wird zu ca. 2/3 vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (OCW) finanziert. Eine weitere wichtige Finanzierungsquelle stellt die Auftragsforschung dar. Die KNAW verfügt über etwa 1.300 Mitarbeiter (Akademie und Institute).

Insgesamt 19 Forschungsinstitute (Stand: 2010) aus den Bereichen Lebens-, Geistes- und Sozialwissenschaften sind der KNAW angeschlossen. Ihnen stand 2010 insgesmat ein Budget von ca. 109 Mio. EUR zur Verfügung. Das vom Budget her größte Institut ist das Netherlands Institute of Ecology (NIOO) mit ca. 17,4 Mio. EUR jährlich (Stand 2010). Es verfügt mit annähernd 200 Vollzeitäquivalenten auch über die meisten Mitarbeiter. Die Akademien und Institute beschäftigen sich mit Grundlagen- und strategischer Forschung. Manche Institute haben auch Dokumentationsaufgaben. 

Die Akademie berät darüber hinaus die Regierung, gibt Empfehlungen zur Grundlagenforschung ab und stellt die Einhaltung der Normen guter wissenschaftlicher Praxis sicher. Überdies vergibt sie Forschungsstipendien, finanziert Forschungsaufenthalte im Ausland und unterstützt die internationale Zusammenarbeit von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Form von Konferenzen, Workshops oder Kolloquien. Die Organisation ist ebenfalls zuständig für die Verleihung wissenschaftlicher Preise. 

KNAW hat einige internationale Abkommen mit Partnerorganisationen geschlossen:

  • Vereinbarungen/Abkommen mit Akademien in Russland, Ungarn, Polen, der Tschechischen Republik, der Slowakischen Republik, Australien und Indien
  • Frankreich: Descartes-Huygens Preis zur Unterstützung der bilateralen wissenschaftlichen Kooperation
  • Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften: Hendrik Casimir-Karl Ziegler Forschungsstipendien für den Wissenschaftleraustausch
  • China: Partnerschaftsprogramm
  • Indonesien: Partnerschaftsprogramm
  • Südafrika: Koordination und Administration des MacGillavry Fonds zur Förderung junger Nachwuchswissenschaftler aus Südafrika
Die Grafik zeigt die Organisationsstruktur der KNAW auf. Bestandteile dieser Struktur sind unter die verschiedenen wissenschaftlichen Institute und die Managementebenen.

Abb.: Organisationsstruktur der KNAW (Qu.: www.knaw.nl

Netherlands Organisation for Scientific Research (NWO) 

NWO ist eine unabhängige, zu mehr als 90% öffentlich finanzierte, Organisation und fungiert sowohl als nationaler Forschungsrat, als Forschungs- als auch als Forschungsförderorganisation. Sie spielt eine zentrale Rolle für die Organisation der Grundlagenforschung. Zu ihren Aufgaben gehören Forschungsförderung an Universitäten/Forschungseinrichtungen, Qualitätskontrolle des Forschungssystems und anwendungsorientierte Verbreitung der Forschungsergebnisse. 

Die NWO unterhält insgesamt neun (Stand: 2010) eigene Institute in den Disziplinen Astronomie, Mathematik, Physik, Meeresforschung und Rechtswissenschaften:

  • Institute for Astronomical Research in the Netherlands (ASTRON)
  • The National Research Institute for Mathematics and Computer Science (CWI)
  • FOM-Institute for Atomic and Molecular Physics (AMOLF)
  • FOM-Institute for Plasma Physics 'Rijnhuizen'
  • The National Institute for Subatomic Physics (NIKHEF)
  • Institute for Dutch History (ING)
  • Royal Netherlands Institute for Sea Research (NIOZ)
  • Netherlands Institute for the Study of Crime and Law Enforcement (NSCR) 
  • SRON Netherlands Institute for Space Research.

Die NWO finanziert ihre Institute mit rund 165 Mio. EUR (Stand 2010), bei einem Gesamtbudget von va. 741 Mio. EUR.  

Ähnlich der KNAW ist auch die NWO sehr international ausgerichtet. Sie kooperiert unter anderem mit Partnern in Deutschland (Von Humboldt Stiftung, DFG), den USA, China, Indien, Japan, Taiwan, Südkorea und Afrika.

Die Grafik bildet die Organisationsstruktur der NWO in Form eines Baumes mit den einzelnen Ästen bzw. Blättern ab.

Abb.: Organisationsstruktur der NWO (Qu.: www.nwo.nl

Netherlands Organisation for Applied Scientific Research (TNO) 

Die TNO ist die größte Einrichtung für angewandte Forschung in den Niederlanden. Ihre Aufgabe ist die Erforschung von innovativem Potential für Wirtschaft und Staat. 
Die fünf Kernbereiche ihrer Arbeit sind:

  • Lebensqualität
  • Verteidigung der gesellschaftlichen Sicherheit
  • Wissenschaft und Industrie
  • Bau und Geowissenschaften sowie
  • Informations- und Kommunikationstechnologie.

Im Aufbau ähnelt die TNO der deutschen Fraunhofer Gesellschaft. Sie betreibt mit ca. 3.800 Mitarbeitern (2010) Vertragsforschung und ist Bindeglied zwischen Grundlagenforschung und Anwendung im gesamten Technologiespektrum.
195 Mio. EUR stammen (Stand: 2010) dabei aus öffentlichen Fördermitteln, 369 Mio. EUR erwirtschaftete die TNO selbsttätig (ein Großteil davon (291 Mio. EUR) über die Vertragsforschung).

Die Organisation wird zunehmend aktiv im europäischen Umfeld. Heute zählt sie hier bereits zu einer der drei führenden Forschungs- und Technologie-Organisationen. Schwerpunkthemen der noch aktuellen strategischen Periode 2011-2014 sind:

  • gesund leben
  • Sicherheit 
  • Mobilität
  • Informationsgesellschaft
  • Industrielle Innovation
  • Energie sowie
  • Stadtplanung

Large Technological Institutes (GTI) 

Die "Groot Technologisch Instituut“ (GTI) führen angewandte Forschung durch. Sie haben zwei Hauptfunktionen: Erstens dienen sie der Regierung und Unternehmen als Zentren für technologische Information. Zweitens entwickeln sie für die Regierung und für Unternehmen Technologien und machen diese verfügbar. 

Die vier GTIs (2012) sind:

  • Energy Research Centre of the Netherlands (ECN): Allgemeine Energieforschung (incl. Kernenergie)
  • Maritim Research Institute Netherlands (MARIN)
  • National Aersospace Laboratory (NLR)
  • „Deltares“: interdisziplinäres Institut für angewandte Hydrologie.

In 2010 verfügten die vier GTIs über Einnahmen von ca. 352 Mio. EUR. Aus institutioneller und wettbewerblicher Förderung stammten dabei ca. 115 Mio. EUR. Über (öffentliche und private) Aufträge nahmen die GTIs 237 Mio. EUR ein. 

Das koordinierende Ministerium für ECN und MARIN ist das Wirtschaftsministerium, für die weiteren GTIs hat diese Aufgabe das Verkehrsministerium übernommen. 

Leading Institutes 

In den späten 1990er Jahren entwickelte sich mit den Leading Institutes als Private-Public-Partnerships eine neue Kategorie von Forschungsinstituten. Beginnend 1997 existieren nun neun Leading Technological Institutes (TTI). Seit 2006 sind drei Leading Societal Institutes dazu gekommen. 

Diese Institute erhalten ihre Gelder von den Ministerien, der Industrie, den Universitäten und öffentlichen Forschungsinstitutionen. Das Budget für alle Leading Institutes beträgt insgesamt 100 Mio. EUR.

Leading Technological Institutes: 

  • DPI (Dutch Polymer Institute)
  • M2i Materials innovation institute
  • Novay (Telematica Institute)
  • Top Institute Food and Nutrition - TIFN
  • Top Institute Pharma - TI Pharma
  • CTMM Centre for Translational Molecular Medicine
  • TTIW Water Technology
  • TTIGG Green Genetics
  • TI BMM BioMedical Materials

Leading Societal Institutes:

  • NICIS Netherlands Institute for City Innovation Studies
  • NETSPAR Network for Studies of Pensions, Aging and Retirement
  • HIIL The Hague Institute for the Internationalisation of the Law.

Eine aktuelle Übersicht zu den niederländischen Forschungsinstituten hat das Rathenau Institute 2009 unter dem Titel „Facts and Figures: „Public research institutes in the Netherlands“ publiziert.

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4. Förderorganisationen

Forschungsförderung in den Niederlanden basiert sowohl auf einer institutionellen als auch auf einer wettbewerblichen Säule. 

Die Forschungsorganisationen KNAW und NWO (inkl. STW) sind zugleich auch Förderorganisationen. Eine weitere wichtige Förderorganisation ist die NL Agency, die für das Wirtschaftsministerium als Agentur tätig ist. 

Royal Academy of Arts and Sciences (KNAW) 

Eine Aufgabe der KNAW ist die Förderung von wissenschaftlicher Forschung in den Niederlanden. Sie verfügt über verschiedene Programme, unter anderem zur Individualförderung (Preise, Auszeichnungen). 

Niederländischen Organisation für wissenschaftliche Forschung (NWO) 

Innerhalb der NWO sind acht Research Councils organisiert, die alle unterschiedlichen Wissenschaftsbereiche abdecken. Sie sind das Förderorgan der NWO und entwickeln eigenständig und unabhängig Forschungsprogramme und die dazugehörigen Unterstützungsinstrumente. Häufig legen mehrere Research Councils auch gemeinsame Programme auf. 
Die Organisation unterstützt Forschungsvorhaben mit Programmzuschüssen, individuellen Forschungsstipendien und Investitionsmitteln für Geräte und Anlagen. 
Die NWO-Schwerpunkte in der Programmförderung für die Periode 2007 - 2011 waren:

  • Energieforschung
  • Gehirnforschung
  • Konflikte und Sicherheit
  • Kulturelle Dynamik
  • Dynamik komplexer Systeme
  • Dynamik von Lebensläufen
  • Wissensbasis für IKT-Anwendungen
  • Neue Instrumente der Gesundheitsversorgung
  • Forschung und Innovationen in einem kreativen Umfeld
  • Verantwortungsbewusste Innovationen
  • Nachhaltigkeit (Geowissenschaften)
  • Systembiologie
  • Nanowissenschaften und Nanotechnologie.

Innerhalb der Themenschwerpunkte sind insgesamt 89 Programme aufgelegt 

NL Agency 

Die erst seit 2010 in der aktuellen Form existierende NL Agency verfügt über eine Reihe thematischer Forschungsprogramme, z.B. die  Innovation Oriented Research Programmes (IOPs). IOPs konzentrieren sich vor allem auf die grundlagenorientierte Forschungsförderung mit dem Ziel strategische Bedürfnisse der niederländischen Wirtschaft abzudecken.

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5. FuE im öffentlichen Sektor

Etwa 41% der FuE-Ausgaben in den Niederlanden stammten 2009 aus dem öffentlichen Sektor, ihr Anteil am BIP betrug 0,75%. Davon gingen ca. 1/3 in den Bereich der Universitäten und Hochschulen, etwa 2/3 an Forschungsinstitute (vgl. Tab. FuE-Indikatoren).

Die öffentlichen FuE-Ausgaben betrugen 2011 knapp 5 Mrd. EUR, davon 3,5 Mrd. EUR über das Wissenschaftsminsiterum und annähernd 1 Mrd. EUR über das Wirtschaftsministerium. Bis 2016 sollen die öffentlichen FuE-Ausgaben auf etwa 4,5 Mrd. EUR zurückgefahren werden. Besonders stark von diesem Rückgang wird das Wirtschaftsministerium sein.

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6. FuE im privaten Sektor

Der private Sektor investierte 2010 etwa 5,2 Mrd. EUR in FuE. Die relative FuE-Intensität lag dabei mit 45% unterhalb des EU-27 Durchschnitts von 60%%. Innerhalb des Unternehmenssektors dominiert der Industriebereich mit einem Anteil von 68%, der Dienstleistungssektor ist lediglich mit 28% beteiligt, allerdings bei steigender Tendenz. Die vergleichsweise geringe FuE-Intensität niederländischer Unternehmen liegt daran, dass in den 1990er Jahren eine Umorientierung von FuE-intensiven Industrien hin zu FuE-geringeren Dienstleistungen ablief. Innerhalb des produzierenden Gewerbes gab es darüber hinaus eine Verschiebung hin zu weniger intensiven „Low-Tech“-Bereichen.

Etwas mehr als 75% der privaten FuE-Ausgaben erfolgt durch große Unternehmen mit mehr als 250 Angestellten, lediglich knapp 25% durch Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU). Um mehr KMU am Innovationsprozess zu beteiligen, rief die niederländische Regierung 2006 das Instrument der "Innovationsgutscheine" ins Leben. Damit konnten KMU kleine Forschungsaufträge vergeben und die daraus resultierenden Innovationsgutscheine in Höhe von 2.500 EUR bzw. 7.500 EUR bei der NL Agency einlösen. Pro Jahr konnten insgesamt 6.000 dieser „Innovationsgutscheine (Innovation Voucher)“ vergeben werden. Seit ihrer Einführung haben ca. 16.000 KMU auf Innovationsgutscheine zurückgegriffen. 90% der KMU, die eine Unterstützung durch diese Gutscheine erhielten, bezeichneten dieses Instrument als sinnvoll und zielführend. Etwa 80% der Gutscheine wurden für Forschungsarbeiten bzw. -aufträge genutzt, die sonst nicht vergeben worden wären. Eine damit verbundene Erwartung der KMU ist die Stärkung der Zusammenarbeit mit (öffentlichen) Forschungseinrichtungen. Im Frühjahr 2011 wurde dieses Innovationsförderungsinstrument allerdings eingestellt.

Neben dem genannten Instrument zur Innovationsförderung bietet die niederländische Regierung bereits seit 2005 im Rahmen des Small Business Innovation Research (SBIR)-Programms finanzielle Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen und stimuliert auf diese Weise Innovationen (vgl. Kapitel „Innovationsstrategien“).

Weitere Förderungsmöglichkeiten sind dem Internetauftritt der NL Agency zu entnehmen.

Die neun FuE-intensiven multinationalen Konzerne (u.a. Philips, Shell) investierten etwa 50% der gesamten privaten FuE-Ausgaben.

Die FuE-Intensität von Unternehmen ist in den letzten Jahren leicht zurückgegangen. Die Niederlande verlieren in diesem Bereich im EU-Vergleich zunehmend an Boden.

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7. Öffentlich-private Zusammenarbeit in FuE

Öffentlich-private Zusammenarbeit ist eine wichtige Antriebskraft innerhalb des niederländischen Forschungs- und Innovationssystems. Die erfolgreiche Kooperation zwischen „Wissen erzeugenden“ Einrichtungen und Unternehmen ist mit entscheidend für die Anwendung neuen Wissens und neuer Technologien in innovativen Produkten und Prozessen. In diesem Kontext profitieren die Niederlande von einer dichten Infrastruktur von FuE-Programmen, an denen sich der öffentliche und der private Sektor beteiligen können.
Als Hauptakteure (vgl. Kap. "Forschungsorganisationen") in den Wissenstransfer eingebunden sind:

  • Netherlands Organisation for Applied Research (TNO)
  • Large Technological Institutes (GTI)
  • Leading Technology Institutes (TTI).

Niederländische Unternehmen arbeiten in der Regel eher mit öffentlichen Forschungsinstitutionen als mit Universitäten zusammen.
Um einen effektiven Wissenstransfer zu gewährleisten, bieten öffentliche Forschungsinstitutionen und auch Universitäten spezifische Wissenstransferbüros (KTOs) an. Die KTOs beraten unter anderem bei (Aus-) Gründungen, beim Schutz geistigen Eigentums und bei Vertragsgestaltungen.
Eine Evaluierung europäischer KTOs durch die Association of European Science & Technology Transfer Professionals (ASTP) bescheinigte den niederländischen KTOs gute Erfolge im Patentschutz, aber auch Probleme der effizienten Umsetzung von Forschungsresultaten für junge Unternehmen (start-ups).

Die Regional Action and Attention for Knowledge Innovation (RAAK) soll mit einem jährlichen Budget von sieben Mio. EUR die Kooperation zwischen KMU und (Fach-)Hochschulen stärken. Die Mittel kommen aus dem Forschungsministerium, die Umsetzung erfolgt über die Stichting Innovatie Alliantie (SIA).

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Redaktion: 10.01.13, von: Dr. Hans-Peter Niller, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.
Politische Karte der Niederlande (Klick auf die Karte führt zur Darstellung in voller Größe in einem neuen Fenster)