BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung
Kooperation International
 

1. Für Bildung und Forschung zuständige Ministerien

Das norwegische Parlament ist oberste politische Instanz für die FuE-Politik, hat jedoch kein Gremium, das ausschließlich für FuE zuständig ist. FuE-Themen werden daher von mehreren Parlamentsausschüssen behandelt. Auf Regierungsebene wird FuE gemäß dem sogenannten "Sektorenprinzip" wahrgenommen, d.h. jedes Ministerium ist innerhalb des eigenen Fachbereichs für die Bereitstellung entsprechender FuE-Mittel verantwortlich. Alle Ministerien tragen daher in unterschiedlichem Maß zur Finanzierung der Forschungsaktivitäten in NOR bei.

Das Ministerium für Bildung und Forschung ist für die Koordinierung der Forschungspolitik verantwortlich und verwaltet über die Hälfte aller öffentlichen Forschungsmittel. Seit dem 16. Oktober 2013 ist Torbjørn Røe Isaksen Bildungs- und Forschungsminister. Staatssekretär ist Bjørn Haugstad.

Das zum 1. Januar 2014 neu gebildete Ministerium für Handel, Industrie und Fischerei wird gemeinsam von der Ministerin für Handel und Industrie Monica Mæland und der Ministerin für Fischerei Elisabeth Aspaker geleitet. Dieses Ministerium koordiniert die Innovationspolitik und ist als Verwalter von rund 8% der staatlichen Forschungsmittel zweitgrößte Quelle für die Bereitstellung von Mitteln für den Forschungsbereich.

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2. Beratungsgremien für Forschungs- und Bildungspolitik

Norwegischer Forschungsrat (Research Council of Norway - RCN)

Der RCN (vgl. Förderorganisationen) mit Sitz in Oslo spielt eine Schlüsselrolle in der Entwicklung und Implementierung der nationalen Forschungsstrategie Norwegens. Seine drei Aufgabenbereiche sind:

  • Beraterfunktion für die Regierung, 
  • finanzieller Unterstützer unabhängiger Forschungsprogramme und -projekte sowie 
  • Koordinator für Netzwerke und für die Zusammenarbeit zwischen FuE-Institutionen, Ministerien, Handel und Industrie. 

Ein weiteres wichtiges Politikberatungsgremium in der (Hochschul-)Bildung ist die Norwegian Association of Higher Education Institutes (UHR). 

Nordischer Rat

Das offizielle Organ für die Zusammenarbeit zwischen den Parlamenten und Regierungen der nordischen Länder ist seit 1952 der Nordische Rat. Ausführendes Kooperationsorgan der Regierungen ist der Nordische Ministerrat, der 1971 das Nordische Kooperationsabkommen von 1962 ablöste.

Der Rat beschäftigt sich nicht nur mit internen nordischen Angelegenheiten, sondern auch mit EU-Fragen, Ostseepolitik und Problemstellungen in der Arktis. Die Empfehlungen des Ministerrats müssen dem Rat zur Genehmigung vorgelegt werden.
 Für die nordischen Regierungen, die jede für sich einen Minister für Nordische Zusammenarbeit ernennt, sind einstimmige Ratsbeschlüsse verbindlich. Die oberste Verantwortung liegt jedoch bei den Ministerpräsidenten.

Unter der Regie des Ministerrats gibt es zahlreiche nordische Organisationen, Institutionen und Aktivitäten in den Bereichen Wirtschaft und Gewerbe, Umwelt, Forschung und Ausbildung, Kunst und Kultur. 

Statistisches Zentralamt Norwegen

Das Statistische Zentralamt Norwegen ist für die statistische Erfassung der norwegischen Gesellschaft zuständig. Zu den Aufgaben der Zentralbehörde gehört es, Statistiken zu erheben, aufzubereiten, zu veröffentlichen und daran mitzuwirken, dass die Grundlage der öffentlichen Debatte und politischen Planung so sachlich wie möglich ist.

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Redaktion: 03.09.14, von: Ralf Hanatschek, Projektträger im DLR
Politische Karte von Norwegen (Klick auf die Karte führt zur Darstellung in voller Größe in einem neuen Fenster)