BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung
Kooperation International
 

1. Für Bildung und Forschung zuständige Ministerien

Das norwegische Parlament ist die oberste politische Instanz für die FuE-Politik, hat jedoch kein Gremium, das sich ausschließlich mit FuE beschäftigt. FuE-Themen werden von mehreren Parlamentsausschüssen behandelt, insbesondere vom Kirchen-, Ausbildungs- und Forschungsausschuss, Handels- und Industrieausschuss sowie Energie- und Umweltausschuss. Auf Regierungsebene wird FuE gemäß des sogenannten "Sektorenprinzips" organisiert. Das heißt, jedes Ministerium ist innerhalb des eigenen Fachbereichs für die Bereitstellung entsprechender FuE-Mittel verantwortlich. Das Bildungsministerium ist für die Koordinierung der Forschungspolitik verantwortlich und verwaltet über die Hälfte aller öffentlichen Forschungsmittel. Sowohl Bildungsministerin Kristin Halvorsen  als auch Forschungsministerin Tora Aasland sind im gemeinsamen Ministerium für Bildung und Forschung angesiedelt.  Das Wirtschafts- und Handelsministerium unter Minister Trond Giske koordiniert die Innovationspolitik und ist als Verwalter von 8% der staatlichen Forschungsmittel die zweitgrößte Quelle für die Bereitstellung von Mitteln für den Forschungsbereich. 
 Alle Ministerien tragen in verschiedenem Maße zur Finanzierung der Forschungsaktivitäten in Norwegen bei (vgl. Kapitel FuE im öffentlichen Sektor). (Quelle: Deutsche Botschaft Oslo, unveröffentlicht) 

Norwegisches Ministerium für Bildung und Forschung

 Das Ministerium für Bildung und Forschung ist für das Funktionieren des Bildungssystems sowie für eine produktive und kreative Forschungsumgebung in Norwegen verantwortlich. Das Ministeriums setzt sich zum Ziel, jedem die Möglichkeit zu geben, an der Entwicklung der Wissensgesellschaft teilzuhaben und mitzuwirken. 

Die Grafik zeigt die Organisationsstruktur des Ministeriums für Bildung und Forschung. Das Ministerium ist unterteilt in sieben verschiedene Abteilungen bzw. Dienststellen.
Abb: Organisationsstruktur des Ministeriums für Bildung und Forschung (Quelle: Ministry of Education and Research)

Norwegisches Ministerium für Wirtschaft und Handel

Das Ministerium beschreibt drei Schwerpunkte der Innovationspolitik:

  • Bessere Bedingungen für Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU)
  • Stärkung von Bildung und Forschung sowie
  • Verbesserung der Innovationskraft des öffentlichen Sektors.

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2. Beratungsgremien für Forschungs- und Bildungspolitik

Norwegischer Forschungsrat (Research Council of Norway - RCN)

Der RCN (vgl. Förderorganisationen) mit Sitz in Oslo spielt eine Schlüsselrolle in der Entwicklung und Implementierung der nationalen Forschungsstrategie Norwegens. Seine drei Aufgabenbereiche sind:

  • Beraterfunktion für die Regierung, 
  • finanzieller Unterstützer unabhängiger Forschungsprogramme und -projekte sowie 
  • Koordinator für Netzwerke und für die Zusammenarbeit zwischen FuE-Institutionen, Ministerien, Handel und Industrie. 

Ein weiteres wichtiges Politikberatungsgremium in der (Hochschul-)Bildung ist die Norwegian Association of Higher Education Institutes (UHR). 

Nordischer Rat

Das offizielle Organ für die Zusammenarbeit zwischen den Parlamenten und Regierungen der nordischen Länder ist seit 1952 der Nordische Rat. Ausführendes Kooperationsorgan der Regierungen ist der Nordische Ministerrat, der 1971 das Nordische Kooperationsabkommen von 1962 ablöste.

Der Rat beschäftigt sich nicht nur mit internen nordischen Angelegenheiten, sondern auch mit EU-Fragen, Ostseepolitik und Problemstellungen in der Arktis. Die Empfehlungen des Ministerrats müssen dem Rat zur Genehmigung vorgelegt werden.
 Für die nordischen Regierungen, die jede für sich einen Minister für Nordische Zusammenarbeit ernennt, sind einstimmige Ratsbeschlüsse verbindlich. Die oberste Verantwortung liegt jedoch bei den Ministerpräsidenten.

Unter der Regie des Ministerrats gibt es zahlreiche nordische Organisationen, Institutionen und Aktivitäten in den Bereichen Wirtschaft und Gewerbe, Umwelt, Forschung und Ausbildung, Kunst und Kultur. 

Statistisches Zentralamt Norwegen

Das Statistische Zentralamt Norwegen ist für die statistische Erfassung der norwegischen Gesellschaft zuständig. Zu den Aufgaben der Zentralbehörde gehört es, Statistiken zu erheben, aufzubereiten, zu veröffentlichen und daran mitzuwirken, dass die Grundlage der öffentlichen Debatte und politischen Planung so sachlich wie möglich ist.

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Redaktion: 10.03.11, von: Dr. Hans-Peter Niller, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.
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