BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung
Kooperation International
 

1. Kurzprofil

Helsinki ist Finnlands größte Stadt und gilt als das politische, wirtschaftliche, geistige und wissenschaftliche sowie kulturelle Zentrum des nordeuropäischen Landes. Als Mittelpunkt der sogenannten Hauptstadtregion (Vantaa, Kauniainen, Espoo, Helsinki) umfasst die Stadt 568.531 Einwohner. Das entspricht 10,7 % der finnischen Gesamtbevölkerung, die auf einer Fläche von 686 km², 500 km² Wasser und 186 km² Land, leben. (Stand 2008)

Der Wirtschaftsstandort Helsinki erstreckt sich in der Provinz Südfinnland über insgesamt 5.518 km². Zum Ballungsraum Hauptstadtregion werden unter der Bezeichnung Großregion Helsinki weitere Verwaltungsbezirke hinzugezählt. Die Großregion Helsinki ist gleichbedeutend mit dem Cluster Helsinki, der 1,3 Millionen Einwohner hat und 670.000 Arbeitsplätze bietet. 24,6 % von Finnlands Gesamtbevölkerung leben im Cluster und erwirtschaften rund 1/3 des Bruttoinlandsproduktes von 162.174 Millionen Euro.
Mit der nationalen Börse ist der Cluster auch das Zentrum des Finanzlebens in Finnland. Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts konnte Helsinki als der Industriestandort in Finnland gelten. Maritime Industrie und vorherrschendes Handwerk gingen in den folgenden Jahrzehnten stark zurück. Heute ist die Entwicklung vom Industriestandort Helsinki zum Dienstleistungszentrum Großregion Helsinki weit vorangeschritten.

Die Stadt ist aktuell neben dem Finanzsektor vor allem für das junge Wirtschaftsfeld Informations- und Kommunikationstechnologie weltweit bekannt. Die Innovationsfelder des Clusters Helsinki sind neben den IKT noch die Nanotechnologie und Lebenswissenschaften sowie die Biotechnologie. Aktuell ist ebenfalls ein Industrie- und Forschungstrend in Richtung Umwelttechnik (Cleantech) festzustellen. 2006 wurden insgesamt 67.792 Unternehmen gezählt, die einen Umsatz von 147.827 Millionen Euro erwirtschafteten und 445.607 Mitarbeiter beschäftigten.

Im Cluster können neun Hochschulen mit insgesamt 64.000 Studierenden, mehreren themenorientierten sowie unterschiedlich gelegenen Campus aufwarten. Finnische Bildungsinstitute am Standort können nicht zuletzt aufgrund der zweithöchsten F&E Ausgaben in der Welt - nur Schweden investiert mehr in F&E als Finnland - im Verbund mit den ansässigen Unternehmen attraktive Voraussetzungen für kooperative Aktivitäten im Bereich Forschung & Entwicklung bieten. Die beiden größten und bekanntesten Akteure aus dem Bereich Wirtschaft und Bildung sind die University of Helsinki und der weltgrößte Mobiltelefonhersteller Nokia, der in Espoo seinen Hauptsitz unterhält.

Nach oben

2. Internationale Anziehungskraft

Finnland belegt im Human Development Report 2009 der UN Rang zwölf und konnte sich damit gegenüber der letzten Erhebung um einen Platz verbessern. Die ausgeprägte Investitionsbereitschaft des Landes, insbesondere im Bereich Forschung & Entwicklung, hat sich in den Beschäftigungszahlen in diesem Sektor bereits bemerkbar gemacht. Mit 4.315,4 Millionen Euro förderte Finnland im Jahr 2008 seine nationalen F&E-Projekte. Das entsprach ungefähr 3,5% des finnischen Bruttoinlandsproduktes. 

Der Cluster Helsinki kann als größter Wirtschaftsstandort Finnlands aus dieser im internationalen Vergleich außergewöhnlich hohen Förderung von Wirtschaft und Bildung besonderen Nutzen ziehen. Durch nationale Technologieprogramme wurde die lokale Zusammenarbeit zwischen Forschungsinstituten, Universitäten und Unternehmen weiter ausgebaut. Derzeit belegt die University of Helsinki Platz 68 im Academic Ranking of World Universities 2008 und kann sich im europäischen Vergleich sogar auf Rang 19 einordnen lassen. 

Der Standort übt über Finnlands Unternehmenslandschaft hinaus besondere Anziehungskraft auf internationale Unternehmen im Technologiebereich aus. Die große Sprachvielfalt des Landes kommt dabei der Clusterattraktivität zugute. Die Stadt Helsinki gilt wie der Staat Finnland offiziell als zweisprachig. Neben den Amtssprachen Schwedisch und Finnisch findet die englische Sprache, wie für skandinavische Länder typisch, eine weite bis sehr weite Verbreitung. 

Darüber hinaus bietet Helsinki als Großstadt und Hauptstadt Finnlands eine gut ausgebaute Infrastruktur mit täglicher Mobilitätsgarantie zu europäischen Großstädten. Der internationale Flughafen Helsinki-Vantaa befindet sich nur etwa 15 km vom Stadtzentrum entfernt und ist der größte Verkehrsflughafen Finnlands. 13,4 Millionen Passagiere nutzten 2008 die Airlines des Flughafens. Mit 184.000 Landungen, zwei Terminals und 20.000 Angestellten in 1.500 im Flughafen tätigen Unternehmen gehört Helsinki-Vantaa fortwährend zu den ausgezeichneten Flughäfen Europas. 90 % von Finnlands internationalem Flugverkehr werden über Finnlands Flugliniendrehscheibe abgewickelt. Die Stadt verfügt weiterhin über einen Hafen, der sich in den im Zentrum gelegenen Süd- und den im gleichnamigen Stadtteil verorteten Westhafen sowie den Hafen Vuosaari aufgliedert. Der Hafen Vuosaari wurde Ende 2008 fertiggestellt und bedient vor allem den Frachtverkehr, während die beiden der Stadt näher gelegenen Häfen vorrangig für den Personenverkehr ausgelegt sind. Bis zum Oktober 2009 wurden im gesamten Hafen Helsinki rund 8,2 Millionen Tonnen Fracht und über 8 Millionen Passagiere abgewickelt. Direkte Verbindungen bestehen bspw. in die Häfen von Rostock, Kiel, Stockholm und St. Petersburg. Die russische Metropole kann ebenfalls durch den größten Kopfbahnhof Finnlands erreicht werden, der die wichtigsten Städte Finnlands über das nationale Schienennetz miteinander verbindet.

Nach oben

3. Thematische Stärkefelder

In internationalen Vergleichen hat Finnland im öffentlichen aber auch privaten Bereich von Forschung & Entwicklung sehr gut abgeschnitten. Ausreichend finanzielle Unterstützungen für Forschung und Technologie schufen im gesamten Land Wachstum und Diversifikation, die sich besonders in der Wettbewerbsfähigkeit der Hauptstadt niedergeschlagen hat.
Helsinkis bedeutendstes Innovationsfeld mit crossinnovativem Potenzial sind die Informations- und Kommunikationstechnologien. Im Cluster befinden sich über die Hälfte aller finnischen IKT-Unternehmen. Helsinki gilt damit als weltweit führender IKT-Standort, besitzt darüber hinaus weitere thematische Stärkefelder in der Industrie und Forschung.
Die Nanotechnologie ist mit über 50 % aller finnischen Unternehmen aus diesem Bereich im Cluster ebenfalls sehr stark vertreten. 2004 setzten ungefähr 70-80 Unternehmen am Standort in der Nanotechnologie auf Forschung & Entwicklung und/oder Produktion. Schätzungen zufolge entfallen über 60 % der nationalen Forschungsressourcen auf die Großregion und somit den Cluster Helsinki. Die Unternehmen, Forschungsinstitute und Hochschulen haben sich in der Nanotechnologie insbesondere auf folgende (Forschungs-)sektoren spezialisiert:

  • Innovation und Kommerzialisierung
  • Feinpartikel und Nanosafety
  • Neue Materialien im Bau- und Wohnbereich
  • Oberflächen und Beschichtungen

Lebenswissenschaften und Biotechnologie verkörpern ein drittes Stärkefeld, das intensiv im Fokus der im Helsinki Business & Science Park ansässigen Unternehmen und Einrichtungen steht. In Zusammenarbeit mit den Forschungseinrichtungen der drei universitären Campus, Viikki, Meilathi und Kumpula konzentrieren sich die Akteure auf die Bereiche Arzneimittelentwicklung, Ernährung, Umwelt und Werkstoffe.
Aufkommende Innovationsfelder im Cluster stellen die Umwelttechnik sowie der mit dem IKT-Feld einhergehende Bereich Digital Content & Media Services dar.

Grafische Darstellung der thematischen Forschungsschwerpunkte im Stärkefeld Life Science, Klick auf das Bild führt zu einer vergrößerten Ansicht in einem neuen Fenster.
Thematische Forschungsschwerpunkte im Stärkefeld Life Science (Quelle: Helsinki Business & Science Park)

Nach oben

4. Akteure und Netzwerke

Der Telekommunikationskonzern Nokia, vielmehr als größter Mobiltelefonhersteller bekannt, galt bisher als Auslöser und treibende Kraft des Stärkefeldes IKT sowie der gesamten Entwicklung der südfinnischen Region. Die Großregion Helsinki wurde vom 1865 als Papierhersteller gegründeten Unternehmen langfristig und entscheidend geprägt. Durch Nokias vielfältige Produktionsbereiche, unter anderem in der Reifenherstellung, hat der heutige Telekommunikationskonzern nahezu jeden Wirtschaftsbereich des Clusters beeinflusst.
Gegenwärtig ist die Diversifikation von Helsinkis Wirtschaft und IKT-Sektor derart vorangeschritten, dass eine Unabhängigkeit vom einheimischen Großkonzern in seiner weiteren Entfaltung besteht. Ausländische Firmen schätzen den besonders hohen Qualifikationsstandard von Arbeitnehmern im Cluster sowie die durch räumliche Nähe begünstigten Kooperationen zu den wirtschaftlich und technisch orientierten Bildungsinstituten:

Die Technische Universität Helsinki (TKK) ist im Bereich IKT und Nanotechnologie der wichtigste Kooperationspartner am Standort.  Die Universität besitzt vier Fakultäten, neun Institute und bietet derzeit 13 Studiengänge in Englisch an. 250 Professoren lehren 15.000 Studierende, derer jährlich 1.000 ihren Masterabschluss sowie 160 die Promotion erreichen. Die in der IKT und Nanotechnologie tätigen Unternehmen arbeiten mit den Studierenden des Bildungsinstituts in zahlreichen Forschungsprogrammen zusammen.

Für den Bereich Life Science trifft diese Priorisierung auf die Universität Helsinki zu. Im Jahr 2009 konnte die Hochschule 26 National Centres of Excellence, eine nationale Auszeichnung im Rahmen eines finnischen Förderprogramms im Bereich Forschung, vorweisen. Förderungen erhielt die Universität ebenfalls durch sechs Nordic Centres of Excellence, die in den Bereichen Molekularmedizin und Sozialwissenschaften aktiv sind. An der Universität waren 2008 35.216 Studierende eingeschrieben. 3.905 Studierende schlossen ihr Bachelorstudium ab, 4.442 erhielten den Masterabschluss und 466 promovierten an den elf Fakultäten des Bildungsinstituts.

Die finanzielle Förderung von Forschung und Bildung wird von der Academy of Finland, dem Finnish Funding Agency for Technology and Innovation (Tekes) sowie dem EU-Forschungsrahmenprogramm geleistet. Die Nationale Technologie Agentur Tekes bietet über ihre finanzielle Förderfunktion hinaus auch Unterstützung in der Technologieberatung für Kooperationen mit ausländischen Akteuren an. 2006 erhielt Tekes knapp 480 Millionen Euro für F&E Förderungen aus dem finnischen Staatshaushalt. Das entsprach 28 % der gesamten F&E Ausgaben in Finnland.

Über das staatliche Centre of Expertise Programme OSKE mit einer Laufzeit von 2007-2013 können zahlreiche Kompetenzfelder des Landes, mit besonderem Fokus auf die Aktivitäten in der Hauptstadt, erreicht werden. Die Entwicklungsagentur Culminatum hält weitere Ansprechpartner und Netzwerkakteure zu den einzelnen Themenfeldern im Cluster bereit. Aktive Netzwerke im Cluster Helsinki sind u. a.:

Die Cluster-Organisation Finnish Cleantech Cluster verfügt über landesweite Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Insgesamt verbindet die Organisation über 250 Unternehmen, 60 % des finnischen Cleantech-Sektors und über 80 % der finnischen Forschungsakteure in diesem Innovationsfeld.
Im Cluster Helsinki ist eine große Anzahl an Forschungsinstituten aktiv, die sich an zahlreichen Netzwerken und Programmen beteiligen:

Das finnische Netzwerk COSS-The Finnish Centre of Open Source Solutions ist ebenfalls im Cluster tätig. Es agiert überregional auf gesamtstaatlicher Ebene, um die Wettbewerbsfähigkeit von Finnlands Software-Industrie zu stärken sowie die Internationalisierung seiner Mitglieder voranzutreiben. Seit 2003 aktiv, sieht sich das 132 Mitglieder umfassende Netzwerk als nationale Entwicklungsagentur für ein finnisches Open Source Ecosystem. 10% F&E Institute, 85% KMUs und 5% Großunternehmen entwickeln Open Source Softwarelösungen für den öffentlichen Sektor, mobile Endgeräte, Unternehmen und Schulen. Das vierköpfige Netzwerkmanagement sitzt im 174 km von der Hauptstadt entfernten Tampere. Neben Novell und IBM gehört Nokia zu den größten Unternehmen des Netzwerks. Der finnische Mobiltelefonhersteller hat bereits außerhalb von Helsinki einen eigenständigen Research Center in Tampere installiert. Den größten Akteur aus Wissenschaft und Forschung stellt die Tampere University of Technology dar. Die Netzwerkakteure von COSS besitzen spezielles Interesse an internationalem Austausch durch Kooperationen mit deutschen Partnern. Somit bietet COSS einen möglichen Einstiegspunkt für IT-Unternehmen in den skandinavischen Markt.

Nach oben

5. Bildung, Qualifikation und Fachkräfte

1.303.579 Menschen leben im Cluster Helsinki. 339 Einwohner kommen auf eine Fläche von einem Quadratkilometer. Die Großregion Helsinki stellt damit 24,6 % der Gesamtbevölkerung Finnlands. 69,1 % der Menschen im Cluster sind zwischen 16 und 64 Jahren alt. Die Verteilung von Frauen und Männern beträgt 51,9 % zu 48,1 %. Insgesamt sind im Cluster Helsinki 680.556 Menschen erwerbstätig und 38.210 arbeitslos. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 5,3 % (Stand 2007). 15,6 % der 670.649 Arbeitsplätze entfallen auf den IKT-Sektor. Die Nachfrage an qualifiziertem Personal ist gerade in diesem Stärkefeld größer als das Angebot. 

4,9 % der in dieser Region wohnenden Menschen besitzen eine ausländische Staatsangehörigkeit. 86,9 % geben Finnisch als ihre Muttersprache an, während 6,2% die schwedische Sprache nativ benutzen. 6,9 % sprechen keine der beiden offiziellen Landessprachen. Die multilingualen Fähigkeiten der Bevölkerung des Clusters sind stark ausgeprägt. Sehr weite Verbreitung findet unter den Menschen im Cluster Englisch. Die Wirtschaftssprache wird als obligatorisch akzeptiert und von zunehmend mehr Bildungs- und Forschungsinstituten in international orientierten Studiengängen gelehrt. 

In der Großregion Helsinki existieren insgesamt acht Universitäten mit 63.965 Studierenden. Davon besitzen 2.674 nicht die finnische Staatsbürgerschaft. Ferner existieren zehn Fachhochschulen mit 38.791 Studierenden, darunter 1.497 ausländische Studierende. 22 % der über 15-Jährigen in der Großregion Helsinki besitzen einen Hochschulabschluss (Stand 31.12.2007).

Grafische Darstellung in Form eines Säulendiagrammes aufgeteilt in Einwohner von Helsinki, der Großregion Helsinki und Ganz Finnland, nach Bildungsstand aufgeteilt in: Höchstens Sekundarabschluss I; Abschluss im Sekundarbereich II, Niedrigster Abschluss im Bereich tertiären Bildungsbereich und Hochschulabschluss; dargestellt nach Personen, die das 15.Lebensjahr vollendet haben.
Einwohner nach Bildungsstand; Personen, die das 15.Lebensjahr vollendet haben (Quelle: Informationszentrum der Stadt Helsinki)

6. Entwicklungsdynamik

Durch den finnischen Global Player Nokia begann Helsinkis internationale Wahrnehmung als Wirtschaftsstandort im letzten Jahrhundert. Die gesamte Hauptstadtregion Vantaa, Espoo, Kauniainen und Helsinki sowie die umliegenden Verwaltungseinheiten bzw. Städte Hyvinkää, Mäntsälä, Vihti, Nurmijärvi, Järvenpää, Pornainen, Tuusula, Kerava, Sipoo und Kirkkonummi wuchsen schnell in ihrer Wirtschaft und Infrastruktur. Die entstandene Großregion Helsinki, der heutige Cluster Helsinki, wurde zur zentralen und wichtigsten Wirtschaftsregion Finnlands. Der Großteil des Im- und Exports von Finnland wird über die Hauptstadt abgewickelt.

Der Cluster Helsinki wächst insbesondere in seinen Stärkefeldern IKT, Nanotechnologie sowie den Lebenswissenschaften. Mit der HelsinkiNano Initiative wurde seit 2004 das Ziel verfolgt, Helsinki neben seinem Schwerpunkt IKT zu einem internationalen Standort für Nanotechnologien zu machen. Alle Innovationsfelder werden im internationalen Vergleich stark in ihrer Entwicklung durch zahlreiche Initiativen der staatlichen Organisationen gefördert. Für einen Cluster im internationalen Maßstab besitzt der Standort Helsinki trotz starken Finanzsektors eine noch ausbaufähige Venture-Capital-Szene.

Die Diversifikation der Wirtschaftsfelder stellt heute viele Kompetenzfelder für eine internationale Anziehungskraft dar. Als einer der weltweit führenden Standorte für Informations- und Kommunikationstechnologien ist der Erfolg des Clusters nicht mehr alleine auf die Aktivitäten des ehemaligen Motors für das wirtschaftliche Wachstum, Nokia, angewiesen. IKT-Cluster-Studien zufolge wird bei ausländischen Akteuren besonders das insgesamt hohe Bildungs- bzw. Ausbildungslevel finnischer Angestellter und Studierenden geschätzt. Weiterhin gelten die Kooperationen zwischen Unternehmen und Bildungsinstitutionen als stark ausgeprägt. Durch die kontinuierlich wachsende Nachfrage an Personal mit Hochschulabschluss muss in der Bildungsinfrastruktur, den zahlreichen und verschiedenen (Fach-)Hochschulen, auf einen (einheitlichen) Bildungsstandard geachtet werden. Der relativ geringe Anteil an international Studierenden bietet unter Bezug der treibenden Innovationsfelder noch Potenzial erhöht zu werden.

Mit zahlreichen Netzwerken, Forschungs- und Bildungsinstitutionen sowie nationalen und internationalen Unternehmen wird der Standort Helsinki im Ausland nicht nur in seinen Stärkefeldern wahrgenommen. Das aufkommende und in ganz Skandinavien forcierte F&E-Feld Umwelttechnik (Cleantech) sowie innovative Strategien im Bereich Digital Content & Media Services (IKT) stellen neue Ansätze für das weitere Wachstum des Clusters dar. Die Kooperationen zwischen und innerhalb der Innovationsfelder wie auch neue Wirtschafts- und Forschungsnischen unterstützen Helsinkis Bedeutung in der internationalen Clusterlandschaft, vor allem in Europa.

Redaktion: 16.04.10, von: Philipp Clemens, VDI Technologiezentrum GmbH