BMBF - Bundesministerium für Bildung und Forschung
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1. Kurzprofil

Malaysia ist ein Staat in Südostasien und besteht aus zwei durch das Südchinesische Meer getrennten Landesteilen, der malaiischen Halbinsel im Westen und Teilen der Insel Borneo im Osten. Hauptstadt des fast 30 Millionen Einwohner umfassenden Staates ist Kuala Lumpur. Kuala Lumpur hat als Stadt ca. 1,6 Millionen Einwohner; der Großraum Kuala Lumpur hat mehr als 7,2 Millionen Einwohner (alle Einwohnerzahlen Stand: 2013). Das Land Malaysia hat sich von einem reinen Rohstofflieferanten (u.a. Öl und Gas) in den 1970er Jahren zu einer heute diversifizierten exportorientierten Volkswirtschaft entwickelt. Seit 2003 werden diverse Anstrengungen unternommen, auch hochwertigere Wertschöpfungsketten in Malaysia anzusiedeln. Hierzu zählen verschiedene Sektoren der Hochtechnologie (Elektronik, Informations- und Kommunikationstechnologien, Life Sciences, Photovoltaik). Die Abhängigkeit vom Staatskonzern Petronas ist allerdings weiterhin enorm. Die Einnahmen des Energiekonzerns (Stand 2012) machen ca. 45 Prozent der Staatseinkünfte aus. Zentrale Clustergebiete sind der Großraum Kuala Lumpur sowie der Bundesstaat Penang im Nordwesten der malaysischen Halbinsel. Sie gelten als das Zentrum der schwungvollen wirtschaftlichen Entwicklung in Malaysia. Im Einzugsgebiet der Hauptstadt liegen neben dem größten Flughafen Malaysias, dem Kuala Lumpur International Airport (KLIA), auch die Städte Putrajaya und Cyberjaya. Die Planstadt Putrajaya ist seit 1995 Malaysias Regierungssitz und Verwaltungszentrum. Cyberjaya ist das Herzstück des Multimedia Super Corridor (MSC). Die 1999 gegründete Stadt liegt wenige Kilometer südlich von Kuala Lumpur und ist eines der Zentren des malaysischen Informations- und Kommunikationstechnologiesektors (IKT) und der Life Sciences. Penang ist der zweitkleinste malaysische Bundesstaat, verfügt jedoch über die drittgrößte Wirtschaftskraft. Für die ca. 1,6 Millionen Einwohner (Stand 2012) ist die verarbeitende Industrie mit Abstand der wichtigste Wirtschaftssektor. Seit 2005 gehört Penang offiziell zum MSC und profitiert somit von staatlichen Fördermaßnahmen im Service- und IKT-Sektor.

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2. Internationale Anziehungskraft

Das Clustergebiet Kuala Lumpur / Penang strahlt aufgrund seiner strategisch günstigen Lage in Asien eine beachtliche internationale Anziehungskraft aus. Es hat im Vergleich zu Singapur, das sich auf einer relativ kleinen Fläche südlich von Malaysia befindet und hochpreisig ist, ein noch relativ niedriges Preisniveau und verfügt über Rohstoffe wie Öl, Gas und Wasser. Im Zuge der Finanzkrise waren die ausländischen Direktinvestitionen (FDI) 2009 auf 1,4 Milliarden US-Dollar gefallen; im Jahr 2008 waren es noch 7,3 Milliarden US-Dollar. Bis 2014 stiegen die FDI allerdings wieder rasant auf runde 10 Milliarden. Um den Zufluss von ausländischen Investitionen zu steigern, hat die Regierung verschiedene Gesetzesänderungen auf den Weg gebracht. So ist es z. B. ausländischen Investoren heute erlaubt, 70 Prozent der Anteile an Versicherungen und Investmentbanken zu halten. Malaysia ist Mitglied in der Vereinigung Südostasiatischer Nationen (ASEAN). 2009 beschlossen die ASEAN-Staaten, einen gemeinsamen Wirtschaftsraum nach europäischem Vorbild bis Ende 2015 zu gründen. ASEAN besteht aktuell aus zehn Mitgliedsstaaten, mit einer Bevölkerung von ca. 610 Millionen und einem Bruttoinlandsprodukt von ungefähr 4.000 Milliarden US-Dollar.

Die Westküste Malaysias profitiert von der strategisch günstigen Lage an der Straße von Malaka. Die Wasserstraße hat eine Länge von etwa 800 km und ist eine überaus wichtige Route für Handelsschiffe.

Kuala Lumpur International Airport (KLIA) und Bayan Lepas International Airport, auch bekannt als Penang International Airport, sind die wichtigsten internationalen Flughäfen Malaysias. KLIA ist außerdem mit großem Abstand der wichtigste Frachtflughafen Malaysias.

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3. Thematische Stärkefelder

Malaysia hat sich seit seiner endgültigen Unabhängigkeit von Großbritannien im Jahr 1963 von einem Rohstofflieferanten zu einer der wichtigsten Handelsnationen im Bereich Elektronik- und IKT-Güter entwickelt. Durch den forcierten Ausbau der Wissensgesellschaft und die Stärkung des Dienstleistungssektors soll diese Entwicklung einer exportorientierten Volkswirtschaft fortgesetzt werden. Neben den traditionellen Stärkefeldern wie Erdöl und Gas, Palmöl und Elektronik- und IKT-Produkte sollen verstärkt die Life Sciences, Erneuerbare Energien sowie Finanz- und Geschäftsdienstleistungen vorangetrieben werden.

Die Insel Penang im Nordwesten ist das Zentrum der verarbeitenden Industrie und der Elektronik- und IKT-Branche. Im stark industrialisierten Süden der Insel befinden sich einige der bekanntesten Hersteller: Dell, Intel, AMD, Motorola, Hitachi, Seagate, Plexus, Altera und Agilent. Auch die deutschen Unternehmen OSRAM Opto Semiconductors und Bosch produzieren auf der Insel. Bosch fertigt in Malaysia z. B. Komponenten und Audiosysteme für Autos und ist mit Bosch-Siemens Home Appliances als Produzent von Haushaltsgeräten vor Ort präsent. Weitere Informationen über den Standort Penang finden sich auf der Internetseite der regionalen Wirtschaftsförderungsagentur von Penang.

Die malaysische Öl- und Gasproduktion befindet sich in Händen des Staatskonzerns Petronas (Petroliam Nasional Berhad). Petronas gehört zu den größten Unternehmen der Welt (Fortune Global 500). Seit der Gründung 1974 ist das Unternehmen kontinuierlich zu einem internationalen Öl- und Gas-Konzern mit Vertretungen in 32 Ländern und diversen Tochtergesellschaften gewachsen. Petronas beschäftigt weltweit ca. 30.000 Mitarbeiter (Stand Mai 2014). Petronas betreibt einige gemeinsame Projekte mit deutschen Chemieunternehmen wie Evonik und BASF. Die Dividenden des Konzerns sind ein wichtiges finanzielles Standbein für den nationalen Haushalt. Um die Abhängigkeit von der Öl- und Gasbranche zu verringern, hat die malaysische Regierung 2010 ein neues Energie-Einspeisegesetz verabschiedet. Dadurch soll die Quote erneuerbarer Energien bei der Stromerzeugung gestärkt werden. In Bezug auf die Fertigung von Solarzellen ist Malaysia bereits einer der wichtigsten Standorte weltweit. Mittlerweile haben diverse große Hersteller, wie z. B. Panasonic und First Solar, Werke in Malaysia. Aber auch die nukleare Energiegewinnung wird diskutiert, wenn auch mit weniger Elan nach der Nuklearkatastrophe im japanischen Fukushima.

Durch die Lage an einer der meist befahrenen Wasserstraßen der Welt ist die Westküste Malaysias ein wichtiger Standort für Logistikunternehmen. DHL betreibt in Penang beispielsweise ein Distributionszentrum, welches als Vorbild für weitere Standorte des Unternehmens im asiatisch-pazifischen Raum gilt. Neben der geografischen Lage und qualifizierten Arbeiternehmern lobt DHL neben den guten englischen Sprachkenntnissen die sprachliche Vielfalt in Malaysia. Durch die verschiedenen ethnischen Gruppen ist es möglich, im Servicezentrum in Penang Anfragen in vielen asiatischen Sprachen zu beantworten.

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4. Akteure und Netzwerke

Malaysia strebt im Rahmen des 10th Malaysia Plan an, bis 2020 zu einer Industrienation aufzusteigen. Dies soll insbesondere über Hochtechnologien wie IKT, Elektronik und Biotechnologie/Life Sciences erreicht werden. Außerdem hat die Regierung u.a. über das Ministry of Science, Technology and Innovation ein Flagship Programme aufgelegt, mit dem gezielt exzellente Forschung in Bereichen wie Biodiversität, IKT-Sicherheit, Energiesicherheit, Umwelt- und Klimawandel angestoßen werden soll.

Zentraler Akteur für den IKT-Sektor ist MSC Malaysia bzw. Multimedia Development Corporation. Diese staatliche Institution organisiert den sogenannten Multimedia Super Corridor, eine Sonderwirtschaftszone, die sich von den Petronas Twin Towers bis zum Kuala Lumpur International Airport erstreckt. Das ca. 15 km breite und 50 km lange Gebiet umfasst außerdem das nationale Verwaltungszentrum Putrajaya und Cyberjaya. Das 1996 gestartete Projekt orientiert sich am Vorbild Silicon Valley in den USA und soll Malaysias Transformation zur Wissensgesellschaft katalysieren. Beratend steht dem MSC ein hochkarätig besetzter International Advisory Panel (IAP) zur Seite. Dieser trifft sich regelmäßig und diskutiert über aktuelle und zukünftige Entwicklung des IKT-Sektors. Der IAP setzt sich aus Vertretern von Politik, Bildung/Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. Hierzu gehören bspw. der malaysische Premierminister, der Minister für Wissenschaft, Technologie und Innovation sowie prominente Vertreter z. B. von IBM, Microsoft, DHL, Forbes und der Universität Stanford.

Der Kulim Hi-Tech Park, rund 25 Kilometer östlich von George Town, hat in der zweiten Projektphase des MSC ebenfalls den Status einer Cybercity erhalten. Auf einer Fläche von 17 Quadratkilometern finden Unternehmen neben einer gut ausgebauten Infrastruktur auch unterstützende Einrichtungen. Hierzu zählen Zweigstellen des Malaysian Institute of Microelectronic Systems und des Standards and Industrial Research Institute of Malaysia (SIRIM). Durch verschiedene Anreize wurden bisher v.a. Unternehmen aus den Bereichen IKT, Biotechnologie und neue Werkstoffe für den Standort gewonnen. Die prominentesten sind Intel, Infineon und BASF. SIRIM ist ein öffentlich finanziertes Forschungsinstitut. Es agiert in Malaysia zudem als Amt für Qualitätsüberwachung und Standardisierung. Außerdem fördert es den Wissenstransfer. SIRIM zählt zu den besonders wichtigen Akteuren in der malaysischen F&E-Landschaft und weist eine starke international starke Vernetzung auf. Es ist Gründungsmitglied der Global Research Alliance (GRA), zu der u.a. auch die Fraunhofer-Gesellschaft gehört. Außerdem fungiert SIRIM als Sekretariat für die World Association of Industrial and Technological Organizations (WAITRO).

Die Malaysian Biotechnology Corporation (BiotechCorp) ist die Entwicklungsagentur der Biotechnologie und Life Sciences in Malaysia. Sie arbeitet eng mit der malaysischen Regierung und den zuständigen Ministerien zusammen. Seit der Gründung 2005 haben ca. 225 Unternehmen (Stand: Mai 2014) von BiotechCorp den sogenannten BioNexus-Status erhalten. Dadurch profitieren sie von steuerlichen Anreizen sowie Bezuschussungen und dürfen als Mitglied des BioNexus-Netzwerks auf diverse Ressourcen zurückgreifen. Akademisches Rückgrat des Netzwerks sind drei Exzellenzzentren: das Centre of Excellence for Agro-biotechnology an der Universiti Putra Malaysia, das Centre of Excellence for Genomic & Molecular Biology an der Universiti Kebangsaan Malaysia sowie das Centre of Excellence for Pharmaceuticals & Nutraceuticals in der Nähe von Dengkil.

Das Malaysian Biotechnology Information Center (MABIC) ist eine Tochterinstitution des internationalen Netzwerks International Service for the Acquisition of Agri-biotech Applications (ISAAA). ISAAA ist eine Non-Profit-Organisation, die weltweit landwirtschaftliches und biotechnologisches Wissen transferiert. Im Fokus stehen dabei Entwicklungsländer. MABIC befindet sich auf dem Campus der Monash University Malaysia in Bandar Sunway, wenige Kilometer südwestlich von Kuala Lumpur. Neben den Aufgaben der Wissenstransfers fördert das Zentrum Kooperationen, Austauschprogramme und Informationsaustausch zwischen verschiedenen Gesellschaftsgruppen, z.B. Studenten, Risikokapitalgebern, Landwirten oder Medien.

Eine relative junge Organisation (Gründung im Jahr 2010) ist die Malaysian Green Technology Corporation (GreenTech Malaysia), die sich als Non-Profit-Organisation auf Energie- und Umwelttechnologien konzentriert. Sie ist im Auftrag des Ministry of Energy, Green Technology and Water Malaysia (KeTTHA) tätig und soll als Motor für nachhaltiges Wachstum dienen. GreenTech Malaysia ist die Nachfolgeorganisation von Pusat Tenaga Malaysia, die von1998 bis 2009 zuständig war für die Förderung nachhaltiger Entwicklung.

Ein weiterer wichtiger Akteur im islamischen Malaysia ist das Penang International HALAL Hub (PIHH). Die staatliche Institution unterstützt das malaysische Vorhaben, ein weltweit führender Standort für Halal-Produkte zu werden. Halal bezeichnet im Islam alle Dinge und Taten, die nach islamischem Recht erlaubt oder zulässig sind. Die Verwaltung des PIHH setzt sich aus Vertretern von Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. PIHH unterstützt interessierte Investoren und Unternehmen mit dem Ziel, islamkonforme Wertschöpfungsketten bzw. Dienstleistungen in verschiedenen Bereichen aufzubauen: verarbeitende Industrie, Agrarindustrie, Life Sciences, Tourismus und Finanzwirtschaft. Darüber hinaus erfüllen folgende staatliche Einrichtungen wichtige wirtschaftliche Funktionen:

  • DieMalaysian Industrial Development Authority (MIDA) ist die staatliche Förderagentur für die verarbeitende Industrie und den Servicesektor. Sie berät potenzielle Investoren, fördert Public Private Partnerships und unterstützt malaysische Firmen bei der Expansion ins Ausland. Außerdem ist MIDA Ansprechpartner für Produktionslizenzen, Steuererleichterungen sowie Abgabenbefreiung.
  • DieMalaysian Technology Development Corporation (MTDC) wurde 1992 als staatlicher Risikokapitalgeber für Unternehmen der Hochtechnologie gegründet. Seit die nationalen und internationalen Investitionen im Bereich Hochtechnologie gestiegen sind, versteht sich die Agentur als "Integrated Venture Capital Solutions Provider". Im Rahmen der Förderung der Life Sciences wurde ein entsprechender Venture-Capital-Fonds eingerichtet. Durch die zunehmende Internationalisierung der malaysischen Hochtechnologie hält MTDC mittlerweile auch Anteile an Unternehmen in Europa und den USA.
  • Die Malaysian External Trade Development Corporation (MATRADE) ist die malaysische Außenhandelskammer. Sie fördert den Export von einheimischen Produkten und vermittelt internationale Kontakte. Die deutsche Zweigstelle von MATRADE befindet sich in Frankfurt am Main. Darüber hinaus ist die Deutsch-Malaysische Industrie- und Handelskammer ein wichtiger Informationspunkt.

Weitere wichtige Forschungsakteure im Clustergebiet sind:

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5. Bildung, Qualifikation und Fachkräfte

Die Standorte Kuala Lumpur und Penang sind die Ausbildungszentren Malaysias. Sie profitieren von einer hohen Dichte an staatlichen und privaten Universitäten, die die Arbeitsmärkte Malaysias mit jungen qualifizierten Fachkräften versorgen, die z. B. auch über gute Englischkenntnisse verfügen. Das Durchschnittsalter der Menschen in Malaysia beträgt gegenwärtig ca. 27 Jahre.

Die Universiti Teknologi Mara (UiTM) ist mit über 175.000 Studierenden (Stand: Mai 2014) eine der größten Hochschulen Malaysias. Der Fokus des Studienangebots liegt auf den Ingenieur- und Technikwissenschaften. Die Universität besitzt allerdings auch ein umfangreiches Angebot an sozial-, geistes- und naturwissenschaftlichen Studiengängen. Die vielen Partneruniversitäten verschaffen der UiTM ein hohes Maß an Internationalität. Es bestehen außerdem enge Kooperationen mit der nationalen Industrie und Wirtschaft. Die Studiengänge sind interdisziplinär, praxisnah und international ausgerichtet. In Deutschland kooperiert die UiTM u.a. mit der TU Clausthal.

Die University of Kuala Lumpur gehört ebenfalls zu den führenden technischen Hochschulen des Landes. Über 26.000 Studierende (Stand: Mai 2014) genießen eine praxisorientierte universitäre Ausbildung, bei der viel Wert auf unternehmerisches Denken gelegt wird. Das soll das Gründertum anregen und die Kommerzialisierung von Wissen unterstützen. Die University of Kuala Lumpur kooperiert mit vielen nationalen und internationalen Universitäten. Sie arbeitet u.a. eng mit dem deutschen Universitätsnetzwerk Greater Munich Area zusammen. Die Kooperation wird durch ein bayrisch-malaysisches Technologiezentrum vertieft.

Weitere bedeutende Universitäten im Clustergebiet sind:

Ein wichtiger Ausbildungspartner speziell für die verarbeitende Industrie ist das German-Malaysian Institute (GMI). Das Institut wurde 1991 von der deutschen und der malaysischen Regierung gegründet. Der neue Campus des GMI liegt in Kajang, wenige Kilometer südöstlich von Kuala Lumpur. Im Zentrum der Ausbildung stehen gegenwärtig vor allem die Bereiche Produktionstechnologie und industrielle Elektronik. Die Ausbildung ist stark praxisorientiert und erfolgt in Kooperation mit ansässigen Unternehmen.

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6. Entwicklungsdynamik

Die allgemeinen wirtschaftlichen Standortfaktoren in Malaysia und im Cluster Kuala Lumpur / Penang haben sich nach der Wirtschaftskrise im Jahr 2009 in den letzten Jahren wieder sehr deutlich verbessert. In der Rangliste des IMD World Competitivness Yearbook steigt Malaysia seit 2005 stetig auf und liegt gegenwärtig (Stand: 2014) auf Rang 12. Das World Economy Forum (WEF) bescheinigt Malaysia die nötige Qualität in den Bereichen „Entwicklungsstand der Wirtschaft“ und „Innovation“. Die malaysische Wirtschaft soll nach dem 10th Malaysia Plan bis 2015 um sechs Prozent jährlich wachsen. Welches Wachstum danach angestrebt wird, kann der 11th Malaysia Plan zeigen, der 2015 fertiggestellt werden soll. Malaysia hat gegenwärtig mit einem typischen Problem einer boomenden Wirtschaft zu kämpfen. Bereits 2010 kommunizierten Unternehmen ihre Sorge über einen aufkommenden Facharbeitermangel bei einer Konferenz in Penang. Und auch im Jahr 2014 scheint der Mangel an qualifiziertem Personal ein wichtiges Thema in Zeiten des Booms zu sein.

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Redaktion: 13.06.14, von: Dr. Norbert Malanowski, VDI Technologiezentrum GmbH