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Länderaktivitäten: Informations- und Kommunikationstechnologien

  1. Argentinien

    Die ersten Forschungsinstitute für Telekommunikation und Information wurden bereits Ende der 1960er Jahre errichtet. Dennoch räumte Argentinien dem Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) keine Priorität ein. Es folgten zwei Jahrzehnte mit niedrigen Investitionen in diesem Sektor. Ab Mitte der 1980 Jahre gewann der IKT-Bereich langsam an Bedeutung und seit den letzten Jahren wird er als Priorität definiert. 


    Argentiniens „Informationsgesellschaft“ 
    Die Privatisierung des staatlichen Telefonunternehmens ENTel im Jahre 1990 beeinflusste die späteren Entwicklungen im Bereich der Neuen Informations- und Kommunikationstechnologien (NIKT) maßgeblich. Zwar konnten mehr Haushalte an das Telefonnetz der spanischen Telefónica bzw. der französischen Telecom angeschlossen werden, dennoch weist die Verteilung der Telefonanschlüsse starke Disparitäten auf und es kam daher zu einem starken Preisanstieg.

    Durch verschiedene Programme versuchte die Regierung Argentiniens, jedem Bürger den Zugang zu neuen Kommunikations- und Informationstechnologien zu garantieren. Im Jahre 2000 begann das Nationale Programm für eine Informationsgesellschaft (PSI), das die Verbreitung des Zugangs zu diesen Medien vorantreiben und Speziallisten im Bereich Information und Kommunikation ausbilden soll. Ein besonderer Fortschritt im Bereich Bildung konnte durch neue Informations- und Kommunikationstechnologien in Form des Bildungsportals educ.ar erreicht werden. Dieses wurde im Jahre 2000 durch eine Spende der Stiftung Varsavsky an das Bildungsministerium realisiert.

    Die Stiftung Vía Libre ist eine Organisation, mit dem Ziel, den Zugang zu neuen Informations- und Kommunikationstechnologien, besonders in Form von Bildungsmaterialien und Software, für alle Bevölkerungsschichten zu erleichtern. Jüngstes, durch die EU finanziertes, Projekt war die Errichtung der Bildungsplattform Science, Education and Learning in Freedom (SELF).

    Ausführliche Marktanalysen im Bereich Information und Kommunikation stellt die auf Forschung in diesem Sektor spezialisierte Firma Prince & Cooke zur Verfügung.


    Forschungsaktivitäten
    Das SECYT fördert durch das Strategische Programm für Technologie, Information und Kommunikation (Programa estratégico de TIC) die Forschung und Entwicklung des IKT-Bereiches. Zunehmend an Bedeutung gewinnt hierbei die Entwicklung von Softwareprodukten und deren Vermarktung. Exportiert werden jährlich 200 Mio. U$S in Form von Softwareprodukten. Um den Sektor zu unterstützen, errichtete das SEYCT einen Fond zur Förderung der Softwareindustrie (Fondo para la Promoción de la Industria del Software, Fonsoft). Außerdem wurde 2003 ein Gesetz verabschiedet, das Steueranreize für Softwareunternehmen, die Forschung und Entwicklung durchführen, anbietet.  

    Das Nationale Institut für Industrielle Technologie (INTI) ist damit beauftragt, die Qualität der entwickelten Softwareprodukte zu überprüfen. Ebenfalls eine wichtige Rolle spielt die Argentinische Stiftung für operative Forschung und Informatik (Sociedad Argentina de Informatica e Investigación Operativa). Zu ihren Hauptaufgaben gehören die Verbreitung der Kommunikationstechniken und die Identifizierung von Möglichkeiten für die Informationsforschung.

    Die wichtigsten Forschungseinrichtungen sind an staatlichen Universitäten angesiedelt. 

    • Die Abteilung für Computerlehre an der Ingenieurwissenschaftlichen Fakultät der Universität Buenos Aires (UBA) ist die älteste Forschungseinrichtung dieses Fachbereichs in Argentinien. Die aktuellen Forschungsgebiete sind v.a. Entwicklung freier Software, Sprachdesign, Robotik, Verarbeitung von Bildern sowie Computernetze.
    • Die Nationale Universität für Technologie (UTN) forscht in den Bereichen: Informatik, Kommunikationssysteme mit Stimme, Bild und Daten. Ihre 24 regionalen Fakultäten und fünf akademischen Einrichtungen sind über das ganze Land verteilt.
    • Forschung in den Bereichen Informatik und -entwicklung, fortgeschrittene Informatik sowie neue Technologien wird ebenfalls an der Fakultät für Informatik der Nationalen Universität von La Plata durchgeführt.   


    Projekte internationaler Kooperation
    Microsoft Research führt im Rahmen seiner Lateinamerika-Programme Forschungsprojekte mit der Nationalen Technologische Universität (UTN), der Universität von La Plata und der Universität Buenos Aires auf den Gebieten Software, Sprachdesign und Robotik durch.

    Argentinien und Brasilien beabsichtigen, im IKT-Bereich zu kooperieren. Ein gemeinsames Arbeitsprogramm ist in Vorbereitung.

    Nachrichten über Robotik inden sich unter: robots-argentina.com.ar/robots.htm

    Weitere Informationen
    Einrichtungen

    EDUCAR

    Fakultät für Informatik der nationalen Universität La Plata

    Fakultät für Ingenieurwissenschaften, Abteilung für Computerlehre der Universität Buenos Aires

    INTI - Institut für industrielle Technologie

    Kooperation Argentinien- Brasilien in der Informationstechnologie

    Microsoft Research in Lateinamerika

    Nationale Universität für Technologie UTN

    PSI - Programm für die Informationsgesellschaft

    Prince & Cooke

    Programa Software des INTI

    Secom - Sekretariat für Kommunikation

    Stiftung Vía Libre

    Redaktion: 20.08.08, von: Dr. Stephanie Splett-Rudolph, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.

  2. Australien

    Die Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO) ist innerhalb Australiens federführend im Bereich der Informations- und Kommunikationsforschung und konzentriert sich auf die Erforschung folgender Aspekte:

    • Communication Networks: Telepresence project
    • Risk Management & Decision Support: Creating urban sustainability
    • Information Security & Privacy
    • Information Systems: Myriad software: getting the right information
    • Robots, Sensors & Intelligent Environments: ROVER and Autonomous Hot Metal Carrier project

    Ein weiterer Player in der Informationstechnologie ist National ICT Australia (NICTA), das als Centre of Excellence an der University of New South Wales eingerichtet wurde. Die Reduzierung von Softwareentwicklungskosten ist eines der zentralen Themen des NICTA.

    Weitere Informationen
    Einrichtungen

    Commonwealth Scientific & Industrial Research Organisation (CSIRO)

    National ICT Australia (NICTA)

    Redaktion: 02.07.09, von: Dr. Hans-Jörg Stähle, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.

  3. Chile

    Dank einer Politik zur Stärkung der IKT (2001-2006) in Chile, ist ein großer Teil der Schulen, des öffentlichen Sektors und der großen Unternehmen heute an das Netz angebunden und arbeitet mit Computern. Im Länderanalysenvergleich hat Chile in den letzten Jahren den Sprung in die Spitzengruppe geschafft.

    Auch Staatspräsidentin Michelle Bachelet sieht die IKT als strategischen Bereich, der für die wirtschaftliche Entwicklung von Bedeutung ist. Im Vergleich zur vorherigen Politik, deren Ziel es war, dass viele Chilenen den Zugang zum Internet erhielten, ist das jetzige Ziel, die IKT zu nutzen, um Bildung und Produktivität zu stärken. Im Februar 2007 wurde das Minsterialkomitee für die Digitale Entwicklung durch Bachelet eingerichtet. Seine Aufgabe war es, einen strategischen Nationalplan in IKT - der Agenda Digital 2.0 - für den Zeitraum 2007-2010 festzulegen. Diese wurde im Juli 2007 vorgestellt. Die Agenda Digital

    • Nutzung der IKT, um die Effizienz der Bildungsprozesse zu verbessern (so sollen im Jahr 2010 alle Lehrpläne im Internet erhältlich sein und ein digitales Alphabetisierungsprogramm existieren) und Erhöhung der Nutzung der IKTs in der Zivilgesellschaft und in den Ministerien,
    • Im Rahmen der neuen Bildungsinitiative der Regierung von Staatspräsidentin Bachelet wurden ein mit 6 Mrd. USD ausgestatteter Bicentenario-Fonds eingerichtet. Hieraus wurden u.a. Aktionen finanziert, bei denen Computer an Mittelschüler von staatlichen und staatlich finanzierten Schulen ausgegeben werden.
    • Technologiepolitik: Nutzung und Schutz von persönlichen Daten, Anstieg der Informationssicherheit, intellektuelles Eigentum der technologischen Entwicklung sowie
    • Entwicklung der IKT-Industrie mit Inhalten für Bildung, Gesundheit und Unterhaltung. 

    Schon im Jahr 2000 wurde ein Abkommen mit der amerikanischen Firma Microsoft zum Ausbau der neuen Informationstechnologien in Chile unterzeichnet. Im März 2001 hat die chilenische Regierung ein Büro in Silicon Valley eingeweiht, welches von dem Verband für Produktionsförderung (CORFO) betrieben wird. Im selben Jahr wurde eine Gruppe von Stipendiaten nach USA geschickt, damit sie in den dortigen Technologie-Unternehmen ihr Praktikum absolvieren.

    Microsoft hat im Mai 2007 angekündigt, in Chile das Technologische Innovationszentrum Lateinamerikas zu gründen. Das Unternehmen wird 935.000 US$ für drei Jahre zur Verfügung stellen. Dieses Zentrum wird die Plattform für technologische lateinamerikanische Forschung sein. Lateinamerika, so glaubt das Weltunternehmen, ist aktuell ein Saatbeet für herausragende Experten in Technologie und Wissenschaft. Der Sitz in Chile wird mit Microsoft Research zusammen arbeiten, um die neueste Forschung und Anwendungen der IKT zu analysieren. Verwaltet wird das Institut durch die Universidad de Chile und die Universidad Catolíca, die die Koordinierung zwischen Microsoft und den akademischen Zentren, wie Universitäten und Instituten der Region übernehmen wird.
     
    Auch die e-commerce-Industrie verzeichnet in Chile ein starkes Wachstum. Dabei spielt das Thema Sicherheit eine immer wichtigere Rolle. Die chilenische Regierung unterstützt e-commerce durch verschiedene Initiativen. Das Labor für Angewandte Kryptographie und Sicherheit (Laboratorio de Criptografía Aplicada y Seguridad, CASLab) ist ein joint venture des Zentrums für mathematische Modellierung (Centro de Modelamiento Matemático, CMM) und der Abteilung Computerwissenschaften (Departamento de Ciencias de la Computación, DCC). Beide gehören zur Universidad de Chile. Das Ziel des Labors ist es, sowohl theoretische als auch konzeptionelle Expertisen in sicherheitsrelevanten Themen wie Kryptographie, sichere Protokollerstellung, Schutz vor Hackern, etc. aufzubauen.

    Universitäten, an denen Exzellenzforschung stattfindet, finden sich im Anhang.

     

     

    Weitere Informationen
    Einrichtungen

    Chilenische Gesellschaft für Informationstechnologie (ACTI)

    Labor für Angewandte Kryptographie und Sicherheit (CASLab)

    Projekt „Analyse, Modellierung und Optimierung der Anwendung von schnurlosen Technologien“

    Web-Forschungszentrum (CIW)

    Redaktion: 15.07.09, von: Inge Lamberz de Bayas, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.

  4. China

    Die Informationstechnologie wird seit langem als entscheidender Faktor der Modernisierung Chinas gesehen und wurde in den letzten Jahren zu einem wichtigen Element des wirtschaftlichen Wachstums.  

    Bereits Ende der 1980er Jahre begann die chinesische Regierung mit der Verabschiedung von Richtlinien und Strategien zur Förderung der Entwicklung im Bereich von Information und Kommunikation. Seit dem neunten Fünfjahresplan (Beginn 1995) betont die Regierung die Anbindung des gesamten Landes an das Kommunikationsnetz und hat dafür eine entsprechend starke finanzielle Infrastruktur geschaffen. Die nationale Informationsinfrastruktur wird strategisch und kontinuierlich ausgebaut und verbessert. 

    Besonders hervorzuheben sind in diesem Bereich:

    • Hightech-Zonen: bestimmte Bereiche, in denen neu gegründete Hightech-Unternehmen fünf Jahre lang deutliche Steuerrabatte bekommen,
    • Startkapital: Geld zur Finanzierung von Projekten im Bereich Hightech und die damit in Verbindung stehenden Firmen,
    • Zölle, ausländische Investitionen und Verkaufsbestimmungen: zunächst mussten ausländische Investoren, die ihre Produkte in China verkaufen oder produzieren wollten, so genannte Channel-Partner finden oder Joint Ventures gründen. Gekoppelt mit den Zollbestimmungen führte dies zu Technologietransfer in chinesische Firmen. Solche Barrieren wurden in Verbindung mit dem WTO-Beitritt Chinas schrittweise reduziert. Allerdings sind die chinesischen Richtlinien nach wie vor auf Technologietransfer nach China ausgerichtet,
    • Technische Standards: Das Ministry of Science and Technology (MoST) und andere relevante Organisationen setzen sich für die Einhaltung entsprechender Standards und teilweise auch für die Implementierung eigener, chinesischer Standards ein. 

    Die Entwicklung hoch technisierter Produkte wie Displays, Computerchips, Software, Breitbandgeräte und Glasfaserkabel zählen zu den wichtigen Zielen der Informations- und Kommunikationspolitik. Dazu zählen auch der weitere Ausbau des mobilen Kommunikationsnetzes und des digitalen Fernsehfunks. Im Informationsbereich soll eine Netzwerkplattform der Regierung auf zentraler und lokaler Ebene weiter ausgebaut werden. 

    Im Bereich der internationalen Zusammenarbeit hat das Ministry of Science and Technology (MoST) im Jahr 2002 mit der Europäischen Union Vereinbarungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie getroffen. 

    Redaktion: 16.10.09, von: Dr. Frank Stiller, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.

  5. Dänemark

    Dänemark hat einen starken Fokus auf den IKT-Sektor gelegt. In den letzten Jahren hat man erhebliche Wachstumsraten erlebt und die Hightech-Industrie hat traditionelle dänische Wirtschaftszweige überholt. Trotz weltweiten Rückganges in der IKT-Branche blieb der Sektor in Dänemark konstant. Das Land ist unter den ersten 10 Nationen der Welt in Bezug auf IKT.

    Informationen können auch bei der IT Universität West eingeholt werden. Diese Einrichtung ist ein Bildungsnetzwerk zwischen den vier Universitäten Aarhus School of Business, University of Southern Denmark, Aalborg University and University of Aarhus.

    Nationale IT- und Telekom-Agentur (National IT and Telecom Agency)
    Die Nationale IT und Telekom-Agentur gehört zum Ministerium für Wissenschaft, Technologie und Innovation. Ihre Aufgabe ist die Entwicklung und Implementierung von Initiativen innerhalb der Schlüsselstrategien in den IKT der Regierung.

    Weitere Informationen
    Einrichtungen

    IT University West

    Nationale IT und Telekom Agentur

  6. Estland

    Im Laufe der Zeit wurde Estland aufgrund seines hohen Bildungsstandes und seiner technischen Voraussetzungen im IT-Bereich bekannt. Estland hat der Informationstechnologie große Aufmerksamkeit geschenkt und auf jede Art und Weise versucht, die Entwicklung dieses strategischen Bereichs zu fördern. Bis zum heutigen Tage konnte sich Estland unter den mittel- und osteuropäischen Ländern einen der Spitzenplätze bei der Entwicklung der Informationsgesellschaft sichern.

    Die größten und wirksamsten Projekte zur Formierung der Informationsgesellschaft waren:

    • Programm "Tigersprung" ("Tiigrihüpe") – Nutzung der Informationstechnologie im Bildungswesen
    • "Hauptstraße" ("Peatee") – Aufbau des Hauptnetzes, Anschluss aller Regierungsbehörden an das Internet
    • "Dorfweg" ("Külatee") – Ausbau der Internet-Infrastruktur in den kommunalen Selbstverwaltungen und öffentlichen Bibliotheken

    E-Bürger-Projekt
    Das E-Bürger-Projekt dient der Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Bürgern und der öffentlichen Verwaltung über das Internet. Die meisten staatlichen Institutionen verfügen über eine Website, deren Zugang unter der Adresse www.riik.ee möglich ist. Zusätzlich zu den Internetanschlüssen daheim und an den Arbeitplätzen ist es möglich, das Internet kostenfrei in den öffentlichen Internet-Cafés zu nutzen.

    Über den umfangreichen Internetausbau hinaus haben auch zahlreiche andere Entwicklungen im IT-Bereich stattgefunden, so z.B. trat im Jahre 2000 das Gesetz über die digitale Signatur in Kraft. Die Infrastruktur der digitalen Signatur wurde in Zusammenarbeit mit den Organisationen des öffentlichen und privaten Sektors (Banken) erarbeitet. Die Sitzungen des Kabinetts werden seit August 2000 digital vorbereitet und durchgeführt: Sie werden online papierlos abgehalten und so kann man an ihnen - ohne dabei anwesend zu sein - teilnehmen.

    Schnelle und grundlegende Änderungen fanden auf dem Finanzsektor statt. Bei der auf technischem Spitzenniveau befindlichen Ausstattung und der Qualität der Dienstleistungen sowie der IT-Logistik sind wir auf demselben Niveau wie die nordischen Länder, bei der Nutzung des Internet-Bankings (ca. 1/3 der Bevölkerung) liegen wir sogar teilweise darüber. Das umfassende Internet-Banking fördert seinerseits die Entwicklung des E-Handels. Was den Umfang dieser relativ neuen Dienstleistung angeht, kann Estland heute mit den erfolgreicheren europäischen Staaten verglichen werden. Nach heutigem Stand verfügen 40 % der estnischen Bevölkerung über einen Internet-Anschluss; 95 % der Staatsbeamten haben einen Computer mit Internet-Anschluss am Arbeitsplatz. Etwa die Hälfte der Bevölkerung verfügt über ein Handy. In der internationalen Zusammenarbeit ist Estland ein gleichwertiger Partner bei der Entwicklung der Hochtechnologien und der Informationsgesellschaft.

    Der estnische Wirtschaft- und Kommunikationsminister Meelis Atonen und Bill Gates (Microsoft) haben sich in Januar 2004 in Bratislava getroffen. Die estnische Regierung verfolgt ein Programm, wonach ganz Estland ans Internet angeschlossen werden soll. Das Ministerium sucht Möglichkeiten, wie man Software für Verbraucher günstiger machen und illegale Softwarenutzung bekämpfen kann. In Zukunft plant der Minister auch Kontakte mit anderen Softwarefirmen.

    Weitere Informationen
    Einrichtungen

    ESTONIAN INFORMATION TECHNOLOGY FOUNDATION (in Estonian)

    Redaktion: 19.06.08, von: Dr. Michael Lange, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.

  7. Finnland

    Finnland hat eine nationale Strategie, um das Land zu einer Informationsgesellschaft zu führen. Die finnische Gesellschaft entwickelt und nutzt alle Möglichkeiten in den Informations- und Kommunikationstechnologien, um Lebensqualität, Wissen und internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen.

    Regeln und Erneuerungen der Finnischen Informationsgesellschaft finden sich in einer "Resolution über die Nationale Informationsstrategie" sowie in einem "Neuen Finnischen Gesetz der Abgrenzung in elektronischen Kommunikationen" (Sections 16-18, 19-21 and 26-29).

    Beide Dokumente sind einsehbar unter der Seite des Ministeriums. 

    TIEKE Finnish Information Society Development Centre / Finnisches Entwicklungszentrum für die Informationsgesellschaft
    TIEKE operiert an der Schnittstelle zwischen Handel, Industrie, öffentlicher Administration und Bürgern, die alle Nutzer der Informations- und Kommunikationstechnologien sind. TIEKE dient als Treffpunkt für Diskussionen und Ideen und versucht, neue Partnerschaften aufzubauen und Projekte zu generieren.

    TIEKE
    Salomonkatu 17 A, 10th floor

    FIN - 00100 HELSINKI
    FINLAND
    Tel.:+358 9 4763 0400
    Fax: +358 9 4763 0399
    tieke(at)tieke.fi
    www.tieke.fi 

    High Technology Finland
    High Technology Finland stellt Informationen zu den aktuellen Entwicklungen im finnischen Hochtechnologiesektor von mobiler Kommunikation und spezieller Software bis zu fortschrittlichen Prozessen, Materialforschung und nachhaltiger Energie zur Verfügung.

    High Technology Finland
    Mikonkatu 17 A
    Fi-00100 Helsinki, Finland
    Tel. +358-500-311 711
    Fax +358-9-612 44144
    www.hightechfinland.com/2004/

    Weitere Informationen
    Einrichtungen

    Ministerium für Transport und Kommunikation

  8. Frankreich

    Die Leistungsträger von FuE in diesem Bereich sind insbesondere:

    • Institut national de recherche en informatique et en automatique (INRIA)
    • Centre national de la recherche scientifique (CNRS)
    • Commissariat à l’énergie atomique (CEA)

    In diesem Bereich sind sowohl die  Informations- und Kommunikationstechnologien  im engeren Sinne als auch physikalischen Grundlagen ( insbesondere Mikro- und Nanotechnologien ) und die Anwendungsfelder  (Model-lierung und Prozesssimulation) angesprochen.

    INRIA hat in seinem Vierjahresplan (2009-2012) sieben Handlungsfelder identifiziert, auf denen es seine Aktivitäten konzentrieren möchte:

    • Modellierung komplexer Systeme
    • Entwicklung von Software, die die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Informatik garantieren kann
    • Entwicklung zukunftssicher Internetsysteme
    • Verbesserung der Wechselwirkung zwischen der realen und der virtuellen Welt

    Diese grundlegenden Arbeiten sollen sich bei der Anwendung auf drei Felder konzentrieren

    • Numerisches Ingenieurwesen (Flugzeugsteuerung, Bankkartensicherheit etc.)
    • Numerik in der Wissenschaft (Anwendung im bereich der Lebenswissenschaften, der Materialent-wicklung und der Umwelt/Klimaentwicklung
    • Numerik in der Medizin (Entwicklung von Modellen in der Mediizin und der medizinischen Biologie)

    INRIA hat im Verhältnis zu anderen einschlägig tätigen Einrichtungen eine « rôle fédérateur ». In Durchführung eines  « Plan stratégique 2008 – 2012 » haben 151 Projektgruppen die Aufgabe, in 8 regionalen Zentren die vorgenannten Ziele und Themenstellungen zu bearbeiten; 121 dieser Gruppen werden gemeinsam mit dem CNRS, den Universitäten und den « Grandes Écoles » betrieben. INRIA ist auch in der Entwicklung einiger « pôles de compétitivité » ,die die  Regierung mit einem weltweiten Mandat versehen hat, beteiligt.
    Die  « Information und  Kommunikation » sind  Gegenstand der Aktion No 06 "Recherches scientifiques et tech-nologiques en mathématiques, sciences et techniques de l' information et de la communication, micro et nano-technologies" des MIRES-Programms no 172 "Recherches scientifiques et technologiques pluridisciplinaires" (Livre Bleu MIRES 2009) in Verbindung mit den Beschreibungen der darin erwähnten  Leistungsträger.
    Für die Aktion 06 stehen im Jahre 2009 483 Mio. € an Haushaltsmitteln zur Verfügung.

    Weitere Informationen
    Einrichtungen

    INRIA - Nationales Forschungsinstitut für Informatik und Automatik

    L'Etat et l'Institut National de Recherche en Informatique et en Automatique (INRIA) signent un contrat d'objectifs et de moyens pour 4 ans

    Redaktion: 01.02.10, von: Dr. Naima Barouk, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.

  9. Indien

    Indien macht seit etwa zwei Jahrzehnten durch die rasante Entwicklung des IT-Sektors ("Silicon Valley", Bangalore) als High-Tech Standort auf sich aufmerksam. Mit einem Beitrag von derzeit nur 7 % (2008) zum BIP Indiens wird die Bedeutung dieses Sektors zum gesamten Bruttoinlandsprodukt Indiens jedoch häufig überschätzt. Es sind vor allem (ausgelagerte) Geschäftsprozesse, vom "Call Center" bis zur Softwareentwicklung im Auftrag ausländischer Firmen, die einen großen Anteil dieses Industriesektors ausmachen. Im Hardwarebereich ist Indien in Forschung und Innovationen sehr stark vertreten, derzeit noch weniger im Softwarebereich. Auf Forschung und Softwareprodukte entfielen nach gtai-Angaben 2006/2007 etwa 4,8 Mrd. € oder 13,6 % des IT-Branchenumsatzes. Dies ist geringer als der Umsatz mit Hardware (17,2 %), "Business Process Outsourcing" (19,9 %) und Dienstleistungen (50,0 %). Im Bereich Business Process Outsourcing entwickeln sich Finanzdienste und das Gesundheitswesen rasch. Komplexen Diensten wie der Bearbeitung von Versicherungsfällen, der technologischen Forschung und der Entwicklung von Börsenanalysen werden ebenfalls gute Perspektiven eingeräumt.
    (Quelle: gtai / Wikipedia)

    Aus Indien waren im Jahr 2003 beim Europäischen Patentamt (EPO) im Bereich "Computer and Automated Business Equipment" 84 Patente (0,7 % von insgesamt 12.584 Patenten) registriert, während im Jahr 1995 erst ein einziges Patent in diesem Bereich aus Indien registriert war. Im Bereich "Communication Technology" liegt der indische Anteil der Patente beim EPO (2003) unter 0,5 % (EC, 2007). 

    In Indien ist eine Nationale Kontaktstelle für das Forschungsrahmenprogramm der EU (FP7) im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie (NCP-ICT) eingerichtet worden (unter weitere Informationen).

    Weitere Informationen
    Einrichtungen

    Centre for Development of Advanced Computing (C-DAC)

    Dokumente

    Der indische Computer-Spezialist geht lieber in die USA - Merkel will in Indien für bessere Wirtschaftsbeziehungen werben

    Europa in der globalen Forschungslandschaft (EC, 2007)

    India's Emergence as a Global R&D Center (Raja M. Mitra, 2007, ITPS)

    Science and Technology Funding in India (ATIP/India, 2007)

    Nachrichten

    Belarus: neues Medikament zur intrakorporalen Chemotherapie im Gehirn

    Redaktion: 10.07.09, von: Dr. Martin Goller, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.

  10. Japan

    Erstmals wurde in Japan im Januar 2001 ein IT-Politik-Gesetz (Basic Law on the Formation of an Advanced Information and Telecommunications Network Society / IT Basic Law) in Kraft gesetzt und gleichzeitig im Kabinett ein IT-Strategy-Headquarter und ein IT-Strategy-Council eingerichtet, in denen die politische Strategie ausgearbeitet wurde, um Japan zur weltweit führenden IT Nation zu machen. Mit dem zweiten Basisplan für Forschung und Technologie wurde Information und Kommunikation in die vier priorisierten Forschungsgebiete aufgenommen. Der Fokus liegt seitdem vor allem auf:

    • Einem allgegenwärtigen schnellen drahtlosen Informationsnetzwerk (Stichwort „Ubiquitous Network“).
    • Informations- und Kommunikationstechnologie der nächsten Generation, mit innovativen Benutzerinterfaces, Verkehrsinformationssystemen etc.
    • Infrastruktur für Forschung und Technologie, wie Datenbanken oder Supercomputer-Netzwerke.
    • Förderung der Wissenschaftler in dem Bereich.

    Einige von den Ministerien geförderte Forschungsfelder sollen hier genannt werden:

    • Ubiquitäre Netzwerktechnologien. In den letzten Jahren hat Japan vermehrt in Grid Computing investiert, z.B. mit einem Förderprogramm „National Research Grid Initiative“ (80 Mio. €). Das METI fördert ein Grid Technologie Zentrum bei AIST und das MIC fördert  das „Japan Gigabit Network“. Zurzeit wird das weltweit erste interkontinentale Computing- und Daten-Grid konzipiert, ein gigantisch großes und leistungsfähiges "Virtuelles Rechenzentrum", dessen einzelne Komponenten über den gesamten Globus verteilt sind. In seiner ersten funktionalen Stufe wurde dieses Grid 2005 in Betrieb genommen. Es besteht zunächst aus knapp zehn Forschungszentren in Europa, Ostasien und USA, wobei das Forschungszentrum Karlsruhe und die Universität Tokio an Konzeption und Aufbau dieses global angelegten Grid beteiligt sind.
    • Robotik. In Japan wird verstärkt geforscht, inwieweit durch den Einsatz von Robotern die Lebensbedingungen älterer Menschen unterstützt werden können. Japan verzeichnet eine starke Beteiligung bei den internationalen Wettbewerben des RoboCup.
    • Intelligente Transportsysteme. Es werden Verkehrsinformationssysteme gebaut, die u.a. Verkehrsunfälle und Staus vermeiden helfen.
    • Benutzerinterfaces
    • Netzwerksicherheit
    • Verschmelzung von Kommunikation und Rundfunk
    • Konsumentenelektronik
    • IT-Sicherheit

    Erste Erfolge der Bemühungen sind zu verzeichnen. Bis Juli 2003 stieg die Zahl der Internet-Nutzer auf 46,4% der Gesamtbevölkerung an. Die Nutzungsgebühren gehören mittlerweile zu den weltweit niedrigsten. Im Japan Priority Policy Program 2004 steht neben dem Ausbau der bisherigen Bemühungen, die Erreichung des ehrgeizigen Ziels die führende IT-Nation zu werden und vor allem diese ab 2006 zu bleiben.

    "Nach Angaben des am 4. Juni veröffentlichten Jahrbuchs zur Information und Kommunikation wuchs 2005 die Zahl der japanischen Internet-Nutzer auf 85 Mio. Menschen. Somit kletterte die Verbreitungsrate auf den Rekordstand von 66,8 %. Dies ist ein Zuwachs um etwa 30 Punkte in den vergangenen 5 Jahren. Insbesondere spiele dabei das Mobiltelefon eine wichtige Rolle, da 57 % der Befragten über mobile Kommunikationsmittel wie Handy ins Netz gehen."
    (Quelle: 04.07.06, Yomiuri Shimbun)

    "Das Jahrbuch der internationalen Fernmeldeunion (ITU), das am 5. Juni veröffentlicht wurde, hat belegt, dass man in Japan den billigsten Breitband-Internet-Zugang von 0,07 US-Dollar pro 100 Kilobit anbietet. Dem Jahrbuch zufolge stehe Korea bezüglich der Zunahme beim Ausbau der nötigen Infrastruktur und der Förderung der Informationsgesellschaft an der Spitze der Weltrangliste, gefolgt von Japan, Dänemark und Island".
    (Quelle: 06.07.06, Yomiuri Shimbun)

    Weitere Informationen
    Einrichtungen

    IPA Information Technology Promotion Agency

    JEDIC Japan Electronic Data Interchange Council

    White Paper on Science and Technology 2005

    Dokumente

    Forschung und Entwicklung in Japan: Informations- und Kommunikationstechnik 2010+, FuE-Budget, Trends und Entwicklungen

    Basic Law on the Formation of an Advanced Information and Telecommunications Network Society

    Redaktion: 02.07.09, von: Dr. Hans-Jörg Stähle, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.

  11. Kanada

    Die Informations- und Kommunikationstechnologien in Kanada verstehen sich vor allem als eine 130 Mrd. CAD Industrie mit mehr als einer halben Million Beschäftigter. In diesem Sektor wird bzw. intensiv in Forschung und Entwicklung investiert, im Jahr 2004 mit rund fünf Mrd. CAD oder auch rund 40% aller Forschungs- und Entwicklungsausgaben im privaten Sektor.
     
    Die kanadischen IKT-Cluster sind über ganz Kanada verteilt und haben sich meist auf unterschiedliche Bereiche spezialisiert:

    • Der Raum Ottawa verfügt mit dem Communication Research Centre (zu Industry Canada gehörend) und dem NRC-Institut Photonics Fabrication Centre sowie durch zwei Universitäten mit einer intensiven Ingenieursausbildung (Carlton University und  University of Ottawa) über große Ressourcen in der IKT-Entwicklung. 
    • Bei dem IKT-Cluster um Toronto liegt der Schwerpunkt im Bereich der Multimedia, Software und Mikroelektronik. Es findet eine enge Zusammenarbeit der dort angesiedelten Firmen mit der University of Toronto sowie der University of Waterloo statt. 
    • In der Region Montréal ist eine Konzentration von Aktivitäten in den Feldern Spiele- und Animationssoftware sowie bei der „wireless communication“ festzustellen.
    • Die beiden Provinzen Ontario und Quebec verfügen in den Informations- und Kommunikationstechnologien insgesamt über die größten Ressourcen, einige andere Provinzen entwickeln sich aber ebenfalls dynamisch.
      In British Columbia wird der IKT-Sektor durch die Firma Nokia geprägt, die hier über  Entwicklungszentren verfügt. Das Mobile Communications Laboratory und Labore zur Entwicklung von Prototypen der Simon Fraser University stellen weitere Institute in diesem Bereich dar.
    • Calgary, Alberta, hat sich zum Schwerpunkt der schnell wachsenden „wireless communication“-Industrie entwicklt. Dies ist auch eng mit dem systematischen Ausbau der Nanotechnologie-Aktivitäten in Edmonton verzahnt. 
    Weitere Informationen
    Einrichtungen

    CRC Communications Research Centre

    CRIM Centre de Recherche Informatique de Montréal

    Redaktion: 25.06.08, von: Dr. Barbara Hellebrandt, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.

  12. Lettland

    Lettland besitzt eine der am schnellsten wachsenden Ökonomien in Europa. Die Globalisierung und der freie Markt haben für Lettlands Informations- und Kommunikationstechniksektor neue Möglichkeiten eröffnet. Informations- und Kommunikationstechniken werden in Lettland als das Gebiet mit den größten Entwicklungschancen angesehen und werden von politischer Seite intensiv unterstützt.

    Lettland modernisiert gegenwärtig den rechtlichen Rahmen für Informations- und Kommunikationstechnologien. Es wurden zwei Programme gestartet, die sich mit der Nutzung von Informationstechnologien im Bildungsbereich und der Informatisierung des Bildungssystems befassen. Das lettische Informatikprogramm (Aktionsplan 1999-2005) wurde Ende 2005 abgeschlossen. Ein Gesetz wurde verabschiedet, nach dem sämtliche Bildungseinrichtungen in Lettland vernetzt sein sollen. Bildungseinrichtungen sollen ferner Computerkurse anbieten und über Zugang zum Internet verfügen. Das lettische Programm zum Aktionsplan eEurope+ wurde durch die Integration des Konzepts eLatvia aktualisiert, das alle Teile der Bevölkerung in die Entwicklung der Informationsgesellschaft einbinden soll.

    Die "Strategie für Bildung" legt die Rolle von IKT in Lettland fest. Sie umfasst die Computerausstattung lettischer Schulen sowie die IKT Lehr- und Lernfertigkeiten. Darüber hinaus beschäftigt sich das Projekt "Lettisches Bildungsinformationssystem (LIIS)" mit allen Fragen der IKT: Bildungsinhalte, Management, Informationsdienste, Infrastruktur und Training auf jeder Ebene (Schulen, Schulaufsichten und Ministerium).

    Weitere Informationen
    Einrichtungen

    Lettisches Transport - und Kommunkationsministerium

    Redaktion: 30.09.09, von: Klarita Nestler, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.

  13. Litauen

    IKT ist der Sektor mit den höchsten Wachstumsraten in Litauen. Die Entwickulng des Sektors wurde vom Bedarf der Kunden gesteuert. Heute besitzt Litauen eine große Anzahl hochqualifizierter Experten, die für vergleichsweise niedrige Gehälter arbeiten.

    Zukünftige potenzielle Forschungsfelder in den IKT in Litauen:

    • E-Signaturen und Finger-Print-Technologien
    • Entwicklung von e-Business-Applikationen
    • Elektonische Sensoren für Lebensmittel, Sicherheitssysteme und andere industrielle Anwendungen
    • Lasertechnologien
    • Computeranwendungen im Biotechnologiesektor
    • Entwicklung von Multimediaprodukten

    Fakultät für Kommunikation an der Universität Vilnius

    Strategisches Ziel der Forschungen: 

    • Entwicklung von modernen, interdisziplinären, interinstitutionellen und internationalen wissenschaftlichen Forschungen
    • Erhöhung der Qualität des Studienganges der Informations- und Kommunikationswissenschaft
    • Ausweitung der Position der Informations- und Kommunikationswissenschaften im litauischen Wissenschaftssystem

    In den Abteilungen der Fakultät werden folgende Forschungsthemen entwickelt:

    • Verwaltung von Information in Bibliotheken, Archiven und Museen
    • Erforschung von Informations- und Kommunikationsprozssen
    • Erforschung des Wandels von Medien

    Weitere Informationen unter www.kf.vu.lt

     

    Redaktion: 13.01.10, von: Dr. Michael Lange, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.

  14. Montenegro

    Die Verbesserung des stark veralteten Equipments (bspw. Laborausstattungen) sowie der mangelhaften Informationsinfrastruktur sind für den weiteren Ausbau von F&E in Serbien von elementarer Bedeutung. Dementsprechend wird dem Aufbau eines nationalen Hochgeschwindigkeitsforschungsnetzes als besonders leistungsfähiges Datenübertragungssystem zwischen den Forschungseinrichtungen des Landes aus Sicht des serbischen Forschungsministeriums große Bedeutung beigemessen.

     

    Im Jahr 2002 wurde das gemeinsam vom BMBF und vom serbischen Wissenschaftsministerium geförderte Vorhaben Implementierung von neuen Netzwerktechnologien zur Förderung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit Südosteuropa als Pilotphase im Rahmen des langfristig angelegten Projektes SINSEE (Scientific Information Network for South East Europe) durchgeführt und erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurde als erster physischer Baustein ein Kernnetz für das künftige nationale serbische Hochgeschwindigkeitsnetz in Belgrad, Nis und Novi Sad errichtet.

    Für eine Testphase stellte die serbische Telekom schnelle zwischenstädtische Verbindungen kostenlos zur Verfügung. Außerdem fanden im Rahmen des Pilotprojektes drei Workshops unter Beteiligung von Vertretern verschiedener anderer südosteuropäischer Länder statt zu den Themen e-Learning (Karlsruhe), innovative Netzwerkanwendungen und Netzwerkforschung (Belgrad) sowie Regionalisierung nationaler akademischer Netzwerke (Sofia). Ferner wurden in Novi Sad technische Betreuer der eingerichteten Netzwerkknoten im Umgang mit den Geräten des Hochgeschwindigkeitsnetzes geschult.

     

    Derzeit sind alle Universitäten und auch einige Forschungsabteilungen an das durch SINSEE initiierte serbische Forschungsnetzwerk (SFN) angeschlossen. Rein technisch gesehen ist das SFN bereits in guter Verfassung. Fragen zur Organisationsstruktur des SFN sowie zur mittel- und langfristigen Anbindung an das Europäische Wissenschaftsnetz GEANT sind jedoch noch nicht endgültig beantwortet. Die unter Mithilfe des Deutschen Forschungsnetzes (DFN) im Rahmen eines im Januar 2003 in Belgrad durchgeführten Workshops erarbeitete Gesetzesvorlage zum Aufbau der Organisationsstruktur für das nationale Forschungsnetz befindet sich leider immer noch in der Diskussion. Aktuell erfolgt die Anbindung des SFN an GEANT über das europäische Projekt South-East European Research and Education Networking (SEEREN). Der Direktors des SFN Prof. Zoran Jovanovic nimmt bereits als Beobachter an den jeweiligen Treffen der Direktoren der nationalen Forschungsnetzwerke in Europa („Policy Committee“) teil.

     

    Im Rahmen des Programms zur technologischen Entwicklung konnten in 2004 insgesamt 41 Projekte im Themengebiet Informations- und Kommunikationstechnologien und Elektrotechnik gefördert werden.

    Redaktion: 06.02.06, von: Ralf Hanatschek, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.

  15. Neuseeland

    Neuseeländische Firmen haben sich in wettbewerbsfähigen Positionen verschiedener Nischen dieses Sektors etabliert, so gibt es zum Beispiel einen kleinen, aber sehr aktiven Sektor auf dem Gebiet der drahtlosen Technologie. Darüber hinaus sind neuseeländische Softwarefirmen in ihren Spezialgebieten weltweit führend.

    Weitere Informationen
    Einrichtungen

    Medialab - New Zealand's Information and Communications Technology Research Institute

    Redaktion: 03.07.09, von: Dr. Hans-Jörg Stähle, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.

  16. Niederlande

    Zentrum für Mathematik und Informatik (Centrum voor Wiskunde en Informatica - CWI)

    Das CWI ist ein der Gründungsmitglieder von dem Europäischen Forschungskonsortium für Informatik und Mathematik (ERCIM). Es verfolgt zwei Hauptziele:

    • Durchführung von Grenzforschung in der Mathematik und der Computerwissenschaft sowie
    • Vermittlung von Wissen in diesem Fachbereich in die Gesellschaft allgemein und insbesondere in den Handel sowie in die Industrie.

    Das CWI arbeitet mit vielen Unternehmen, Universitäten und technologischen Instituten zusammen. Die Hauptthemen der CWI-Forschung umfassen:

    • Modellbau,
    • Simulation,
    • Informationssysteme,
    • Multimedien,
    • Softwaretechnik,
    • Bio-Informatik und -Mathematik sowie
    • Fortschrittliche Entwicklung des Internets und des weltweiten Netzes.

    Für diesen Themenbereich stellt die NOD Links zu niederländischen Forschungsinstituten, niederländischen Forschern und Forschungsaktivitäten sehr ausführlich dar.

    Niederländische Plattform für Forschung in der Informatik (Informaticaonderzoek Platform Nederland - IPN)

    Für diese Seite existiert derzeit keine englische oder deutsche Version, man kann aber über die Kontaktadresse Informationen dieser Vereinigung mit Sitz in Den Haag anfordern.

    Weitere Informationen
    Einrichtungen

    Niederländische Forschungsdatenbank (NOD)

    Niederländische Plattform für Forschung in der Informatik (IPN)

    Zentrum für Mathematik und Informatik (CWI)

    Redaktion: 04.12.07, von: Dr. Naima Barouk, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.

  17. Norwegen

    Bei den Gesamtinvestitionen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie steht Norwegen mit den USA, Japan, der Schweiz und Dänemark an vorderster Stelle. Zusammen mit Großbritannien war Norwegen einer der ersten Europäischen Staaten, die systematisch das Internet für sich nutzten. Norwegen verfügt über eine der weltweit besten Telekommunikationsinfrastrukturen. Im Jahr 2007 besaßen 94% der Einwohner Norwegens ein eigenes Handy. 79% der norwegischen Bevölkerung (im Alter zwischen neun und 79 Jahren) haben einen privaten Zugang zum Internet. Die Hälfte der norwegischen Arbeitnehmer verfügt über einen eigenen Internetanschluss am Arbeitsplatz.
    Das Wirtschaftsministerium verabschiedete im Jahr 2003 eine Strategie für die Forschung im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien (Strategy for Norways ICT Research).

    Auch der norwegische Forschungsrat ist kompetenter Ansprechpartner in Fragen zur Forschung in diesem Bereich und fördert Forschungsprogramme dazu.

    Weitere Informationen
    Einrichtungen

    Norwegische Universität für Wissenschaft und Technologie

    Norwegischer Forschungsrat (RCN)

    THE GLOBAL TECHNOLOGY FORUM - Norway: e-Flyer

    Universität Oslo (UIO)

    Redaktion: 21.07.08, von: Jens Koslowsky, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.

  18. Polen

    Polen ist der größte IKT-Markt in Mittel- und Osteuropa, allerdings nur aus dem Blickwinkel der Landesgröße und nicht aus dem von Nachfrage und Versorgung. IKT wird im Land nicht als Schubkraft für Innovationen angesehen und es fehlt an Personal in diesem Bereich. Der IKT-Industriesektor ist relativ klein aber im Wachstum begriffen und konzentriert sich um die großen Städte Warschau und Posen sowie entlang des sogenannten „Highway Cluster“ zwischen Krakau, Kattowitz und Breslau. Der Markt im IKT-Servicebereich wird von polnischen Unternehmen dominiert. Unzureichendes Engagement von Venture Capital Unternehmen behindert leider die Bildung von IKT-Start-ups.
     
    Ein wichtiger Akteur im IKT-Forschungssektor in Polen ist das Institut für Theoretische und Angewandte Informatik der Polnischen Akademie der Wissenschaften:
     
    The Institute of Theoretical and Applied Informatics of the Polish Academy of Sciences
    Baltycka 5
    44-100 Gliwice
    POLAND
    Tel.: +48 32 2317319, 32 2317150, 32 3302389
    Fax: +48 32 2317026
    office@iitis.gliwice.pl
    www.iitis.gliwice.pl/en/news.php

    Redaktion: 22.07.09, von: Klarita Nestler, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.

  19. Russland

    Russischer Investitionsfonds der Informations- und Kommunikationstechnologien Dieser im Jahr 2006 gegründete Fonds hat ein Volumen von 1,45 Mrd. RUB (40 Mio. €) und wird vom Ministerium für Informationstechnologien und Fernmeldewesen der Russischen Föderation koordiniert. Seine Aufgabe ist die Förderung von Projekten im Bereich IKT, die ein Grundkapital von nicht weniger als 2,8 Mio. € aufweisen. Das Ziel ist, bis Ende 2010 umgerechnet ca. 375 Mio. EUR in 100 Projekte zu investieren.Der Russische Investitionsfonds der Informations- und Kommunikationstechnologien beginnt die Finanzierung der Russischen IT-Projekte im 3. Quartal 2008. Bis Ende 2008 sollten 15 Projekte finanziert werden. In diesem Jahr wird der Fonds seine Aktien an private Investoren verkaufen; der Erlös wird bei 1,5 Mrd. RUB (42 Mio. EUR) veranschlagt.

    Redaktion: 02.07.09, von:

  20. Schweden

    Schweden wurde im Februar 2000 von dem Analystenunternehmen IDC zur führenden IT-Nation der Welt erklärt. In den meisten internationalen Studien, die sich mit der Anwendung von Computern, Mobiltelefonen und Internet befassen, befand sich Schweden während der 1990er Jahre ständig unter den führenden Ländern, aber schon seit längerem, nämlich den 1970er Jahren, gehört Schweden zu den maßgebenden Ländern der Welt, was die Durchdringung bei festen Telefonleitungen, Mobiltelefonen und Computern am Arbeitsplatz betrifft. Gut die Hälfte aller Schweden haben einen Internetzugang zu Hause. Auch die schwedischen Unternehmen halten die Spitzenposition bei der Nutzung von Computern allgemein.

    Eine Erklärung für die schwedischen Erfolge sind natürlich u.a. Investitionen. Dazu gehört die schwedische Förderung von Forschung und Entwicklung. Der OECD zufolge war Schweden Anfang des 21. Jahrhunderts die Nation unter den OECD-Ländern, die mit einer Förderung von 3,8% des BSP pro Jahr den größten Anteil für Forschung und Entwicklung allgemein ausgab. Die Unternehmen kommen für 75% der Mittel der Förderung auf. Ein Resultat der Förderung der Informationstechnik ist, dass Schweden 1998 Produkte der Telekommunikation zu einem Wert von 10,3 Mrd. US$ exportierte.

    Die Schweden sind auch eifrige Medienkonsumenten, was wiederum die technische Entwicklung beeinflusst, während Telekommunikationstechnik, Informationstechnik und Medientechnik integriert werden. Wenn die Anwender der Kommunikationstechnik immer anspruchsvoller werden, steigen auch die Ansprüche an den Zugang zu nutzbarem Inhalt. Die Integration der Telekommunikations- und Computertechnik in die Medientechnik und damit interessante, nützliche und verwendbare Inhalte in Form von Dienstleistungen und Produkten geht weiter und beeinflusst die Bereitschaft und Fähigkeit der Menschen, sich neuen Medien zuzuwenden.

    Die Gründe dafür, dass gerade Schweden, trotz seiner geografischen Lage und obwohl es ein kleines Land ist, als Hersteller und Exporteur fortgeschrittener Kommunikationssyteme und als Land mit der intensivsten IT-Nutzung der Welt so erfolgreich ist, sind vielfältig und komplex.

    Zu den historischen Ursachen gehört die Tatsache, dass Telekommunikation bereits früh genutzt wurde. Die Telegrafie war wichtig für die Entwicklung und Blüte des Bergbaus sowie der holzverarbeitenden Industrie und der Sägeindustrie im späten 19. Jahrhundert. Schweden hatte früh fähige Ingenieure, welche die Möglichkeiten neuer Technik erkannten.

    Die schwedischen Unternehmen erwiesen sich auf Grund ihres Know-hows als sehr fähig bei der Entwicklung von Produkten für den globalen Markt. Ericsson war dabei selbstverständlich führend, häufig in Zusammenarbeit mit der Telia. In der Folgezeit sind viele Unternehmen in die Fußstapfen getreten, wie z.B. Allgon (Antennensysteme), Axis (Marktführer bei intelligenten Servern für Druckerteilung), Bokus.com (virtuelle Buchhandlung). Konkurrenz und Wechselwirkung zwischen Betreiber und Lieferant sind zwei Schlüssel für die frühe und schnelle Entwicklung der Telekommunikation.

    Zu den historischen sozialen Faktoren, die zu der positiven Entwicklung beigetragen haben, gehören einerseits das heutige relativ hohe Bildungsniveau und andererseits die Fähigkeit und die Bereitschaft der Schweden, neue Technik anzunehmen. Ein Beispiel dafür ist die geplante Expansion von Breitbandsystemen. Bereits früh erkannten staatliche Behörden und Organisationen in Schweden, welche Möglichkeiten die Informationstechnik für eine effektivere und reibungslose öffentliche Verwaltung bietet. Viele im öffentlichen Sektor Beschäftigte hatten früh Zugang zu Computern, die u.a. dazu verwendet wurden, die Effizienz der Beschaffungstätigkeit von staatlichen Organisationen und Gemeinden zu verbessern. Dies hatte zur Folge, dass alle privaten Unternehmen, die den öffentlichen Sektor als Kunden gewinnen wollten, ebenfalls ihre Verfahren auf EDV umstellten.

    Regionale Aktivitäten für die Informationstechnik sind eine weitere wirtschaftliche und soziale Triebfeder für Schwedens Erfolge in der IT-Branche. Behörden, Unternehmen und Bildungsinstitutionen haben sich vielerorts zusammengeschlossen, um neue Arbeitsplätze zu schaffen. Dank Ericsson entwickelte sich Kista zu einem weltführenden Zentrum für Forschung und Ausbildung in siliziumbasierter Technik.

    itsweden.com
    Die Plattform bietet aktuelle schwedische Nachrichten über drahtlose Kommunikation, E-Handel, spezialisierte Softwareentwicklung, Internet und neue Medien.

    Schwedisches Amt für Transport- und Kommunikationsforschung
    Das schwedische Amt für Transport- und Kommunikationsforschung ist ein zentrales Regierungsorgan zur Planung, Bereitstellung, Koordinierung und Unterstützung.

    Zukunftsaussichten
    Wichtig für zukünftige Erfolge sind die Unternehmen, die sich mit neuen Medien befassen und deren jährliches Wachstum 100% beträgt. Wird Kista im Norden Stockholms als "Schwedens Silicon Valley" bezeichnet, wo sich die traditionellen IT- und Kommunikationsfirmen befinden, gilt vor allem die Stockholmer Innenstadt als "Schwedens Sillicon Valley". Unternehmen, die Dienstleistungen und Inhalte für e-commerce etc. entwickeln, entstehen jetzt auch in den Innenstädten Göteborgs und Malmös.

    Es werden aber immer die Anwender sein, welche die Entwicklung in Wirklichkeit vorantreiben. Die Schweden akzeptieren neue Techniken durchweg bereitwillig, besonders wenn sie das tägliche Leben erleichtert und die Kosten annehmbar erscheinen.

    Weitere Informationen
    Einrichtungen

    itsweden.com

    Redaktion: 26.08.09, von: Nicole Hurtz, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.

  21. Serbien

    Die Verbesserung des stark veralteten Equipments (bspw. Laborausstattungen) sowie der mangelhaften Informationsinfrastruktur sind für den weiteren Ausbau von F&E in Serbien von elementarer Bedeutung. Dementsprechend wird dem Aufbau eines nationalen Hochgeschwindigkeitsforschungsnetzes als besonders leistungsfähiges Datenübertragungssystem zwischen den Forschungseinrichtungen des Landes aus Sicht des serbischen Forschungsministeriums große Bedeutung beigemessen.
     
    Im Jahr 2002 wurde das gemeinsam vom BMBF und vom serbischen Wissenschaftsministerium geförderte Vorhaben Implementierung von neuen Netzwerktechnologien zur Förderung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit Südosteuropa als Pilotphase im Rahmen des langfristig angelegten Projektes SINSEE (Scientific Information Network for South East Europe) durchgeführt und erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurde als erster physischer Baustein ein Kernnetz für das künftige nationale serbische Hochgeschwindigkeitsnetz in Belgrad, Nis und Novi Sad errichtet.
     
    Für eine Testphase stellte die serbische Telekom schnelle zwischenstädtische Verbindungen kostenlos zur Verfügung. Außerdem fanden im Rahmen des Pilotprojektes drei Workshops unter Beteiligung von Vertretern verschiedener anderer südosteuropäischer Länder statt zu den Themen e-Learning (Karlsruhe), innovative Netzwerkanwendungen und Netzwerkforschung (Belgrad) sowie Regionalisierung nationaler akademischer Netzwerke (Sofia). Ferner wurden in Novi Sad technische Betreuer der eingerichteten Netzwerkknoten im Umgang mit den Geräten des Hochgeschwindigkeitsnetzes geschult.
     
    Derzeit sind alle Universitäten und auch einige Forschungsabteilungen an das durch SINSEE initiierte serbische Forschungsnetzwerk (SFN) angeschlossen. Rein technisch gesehen ist das SFN bereits in guter Verfassung. Fragen zur Organisationsstruktur des SFN sowie zur mittel- und langfristigen Anbindung an das Europäische Wissenschaftsnetz GEANT sind jedoch noch nicht endgültig beantwortet. Die unter Mithilfe des Deutschen Forschungsnetzes (DFN) im Rahmen eines im Januar 2003 in Belgrad durchgeführten Workshops erarbeitete Gesetzesvorlage zum Aufbau der Organisationsstruktur für das nationale Forschungsnetz befindet sich leider immer noch in der Diskussion. Aktuell erfolgt die Anbindung des SFN an GEANT über das europäische Projekt South-East European Research and Education Networking (SEEREN). Der Direktors des SFN Prof. Zoran Jovanovic nimmt bereits als Beobachter an den jeweiligen Treffen der Direktoren der nationalen Forschungsnetzwerke in Europa („Policy Committee“) teil.
     
    Im Rahmen des Programms zur technologischen Entwicklung konnten in 2004 insgesamt 41 Projekte im Themengebiet Informations- und Kommunikationstechnologien und Elektrotechnik gefördert werden.

    Redaktion: 07.08.08, von: Ralf Hanatschek, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.

  22. Südafrika

    Für den Bereich Information und Kommunikation wurden im Haushaltsjahr 2007/2008 Mittel in Höhe von 54, 2 Mio. ZAR (ca. 4,2 Mio. Euro) zur Verfügung gestellt.
    Auf Grundlage der FuE Strategie wurde die IKT Plattform neben der Biotechnologie-Plattform als eine der (Haupt-)Technologieplattformen etabliert. Unter dem IKT Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsprogramm haben sich die  Schwerpunktinitiativen Sprachentechnologie, Informationssicherheit und IKT in der Bildung sowie kabellose Informationstechnologie gebildet.

    Im Bereich der Spracherkennung wurde am Meraka Institut, welches in der Informations – und Kommunikationstechnologie führend ist, ein Programm entwickelt, durch das Spracherkennung und Text-zu-Sprache Technologie möglich ist. Für den Weltmarkt soll ein Mikrochip, der die sprachähnlichen geräusche in Spielzeugen anstößt, 80 Millionen Mal über die nächsten zwei Jahre produziert werden

    Quelle:
    Forschungsbericht der Deutschen Botschaft in Pretoria, Mai 2009

     

    Weitere Informationen
    Dokumente

    Empfehlung der Kommission zum Umgang mit geistigem Eigentum und für einen Praxiskodex Forschungseinrichtungen

    Redaktion: 10.07.09, von: Dipl.-Ing. Petra Ruth Mann, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.

  23. Türkei

    In der Informationstechnik waren in 2004 4 Projekte aktiv:

    • Zuverlässigkeits-orientierte Strukturoptimierung mit Hilfe der Response Surface Methode (RSM)
    • Geometrische und semantische Analyse der Kartenherstellung und der Erstellung eines Geoinformationssystems (GIS) basierend auf Weltraumbildern
    • Zustandsdichte-Spektroskopie an mikrokristallinem Silizium
    • Modellierung von Versagensphänomenen bei komplexen metallischen Umformungen

    Projektpartner waren die Zonguldak Karaelmas University,  Middle East Technical University (METU), Izmir Institute of Technology, Atatürk Universitesi Erzurum.

    Weitere Informationen
    Einrichtungen

    Informationstechnik und Elektronik Forschungsinstitut

    Laufende deutsch-türkische Kooperationsvorhaben

    Türkische Informatik-Gesellschaft TBD

    Redaktion: 12.02.05, von: Dr. Sybille Krummacher, Forschungszentrum Jülich GmbH

  24. USA

    Das Programm „Networking and Information Technology Research & Development” (NITRD) war mit einem Budget von rund 3,3 Mrd. $ auch im Haushaltsjahr 2008 ein Förderschwerpunkt der USA, an dem insgesamt 12 Ministerien und Agenturen beteiligt waren. Das Programm wird auch unter der neuen Administration fortgeführt, das für 2010 vorgesehene Budget sogar auf 3,9 Mrd. erhöht.

    Folgende drei Themen stehen im Fokus:

    • Höchstleistungsrechner
    • Netze im Großmaßstab
    • Sicherheit von Datennetzen
    Weitere Informationen
    Einrichtungen

    NCO/IT R&D National Coordination Office for Information Technology Research and Development

    Redaktion: 13.07.09, von:


 

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