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Afrikanische Union erörtert Maßnahmen zur Förderung der Wissenschaften

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Die Europäische Union ist nicht der einzige Bündnisblock, der sich die Frage stellt, wie die Leistungsfähigkeit eines gesamten Kontinents im Bereich Wissenschaft und Technologie gesteigert werden kann. Auf einer Konferenz der Afrikanischen Union (AU) haben Wissenschaftler und Politiker eine Reihe von Maßnahmen zur Förderung der Wissenschaft in Afrika vorgeschlagen, u. a. flexiblere Einreisegesetze und die Einrichtung eines den gesamten Kontinent umfassenden wissenschaftlichen Beratungskomitees.

Laut SciDev.Net machten die Delegierten 50 Vorschläge, von denen zehn ausgewählt und einem Treffen afrikanischer Wissenschafts- und Technologieminister in Kairo, Ägypten, vorgelegt werden. Sollten diese zehn Vorschläge angenommen werden, werden sie anschließend auf dem nächsten Treffen der Staatschefs der Afrikanischen Union im Januar in Addis Ababa, Äthiopien, präsentiert.

 

"Dies ist unsere Chance, um Afrika ein neues Gesicht zu verleihen", so Nagia Essayed, AU-Kommissarin für Humanressourcen, Wissenschaft und Technologie. "Wir haben vielleicht nicht genügend finanzielle Ressourcen, aber wenn wir unsere Gelder nicht hier investieren, werden wir das Vertrauen anderer Länder nicht gewinnen."

 

Die von den Delegierten vorgelegten Vorschläge umfassen einen Anstieg der nationalen Investitionen in Wissenschaft und Technologie auf ein Prozent des BIP, die Erleichterung des Transfers von Mitteln von im Ausland lebenden Afrikanern, die Stärkung der geistigen Eigentumsrechte zur Förderung der Innovation, die Einrichtung von Forschungszentren zur Entwicklung lokaler Technologien sowie die Förderung der wissenschaftlichen und technologischen Bildung in Schulen.

 

Ergebnis der Konferenz, an der über 120 Wissenschaftler und Politiker aus fast allen 53 AU-Mitgliedstaaten teilgenommen haben, war eine Erklärung, in der die Regierungen aufgefordert werden, "förderliche Bedingungen für die Mobilität von Wissenschaftlern, Technikern und Ingenieuren zu schaffen", indem flexiblere Einreisebestimmungen für Wissenschaftler eingeführt werden. Außerdem sollen künftige Gipfeltreffen dem Thema "Wissenschaft, Technologie und Innovation" gewidmet werden.

Quelle: CORDIS
Redaktion: 09.11.2006 von Miguel Krux, VDI Technologiezentrum GmbH
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