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Best-Practice-Beispiele aus der Produktionstechnologie zum Kampagnenauftakt "Russia and Germany – Partnerschaft der Ideen"

Russland steht in den nächsten zwei Jahren im Fokus der Länderkampagne "Russia and Germany – Partnerschaft der Ideen" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Damit ist es - nach Korea und Indien - das dritte Land, bei dem im Rahmen der Hightech-Strategie 2020 der Bundesregierung, bilaterale Kooperationen von Forschungs- und Wissenschaftsorganisationen verstärkt werden sollen. Zum Kampagnenstart im Polytechnischen Museum in Moskau gab sich auch Staatssekretär Dr. Georg Schütte die Ehre.

Mit EMPRu und WZL-DST konnten sich zum Start der Länderkampagne gleich zwei deutsche Cluster präsentieren, die bereits erfolgreich mit russischen Partnern im Bereich energieeffizienter und ressourcenschonender Produktionstechnologie zusammenarbeiten.

EMPRu: Forschung und Entwicklung

EMPRu ist ein thematisch neues, auf die besonderen Anforderungen der Modernisierung der russischen Produktion zugeschnittenes Netzwerk. Hauptakteure sind das Frauenhofer IWU und die Verbundinitiative Maschinenbau Sachsen (VEMAS). Das interdisziplinäre, entlang der Wertschöpfungskette breit aufgestellte Bündnis ist seit 2003 auf dem russischen Markt aktiv. In seinem Vortrag präsentierte Prof. Dr. Dieter Weidlich, Projektmanager bei VEMAS, ausgewählte Beispiele für die fruchtbare Zusammenarbeit beider Länder im Rahmen des Netzwerks EMPRu sowohl auf rein wissenschaftlicher, als auch auf wissenschaftlich-wirtschaftlicher Basis. Etwa das deutsch-russische Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zu energiearmen Fügetechnologien zwischen Fraunhofer IWU, der Firma Eckhold aus St. Andreasberg und drei kasachischen Forschungspartnern oder das Forschungsprojekt zur Entwicklung innovativer Technologien auf Basis einer State-of-the-Art Entschichtungsanlage der VTD Vakuumtechnik Dresden und der Moskauer Universität MGTU Stankin. 

WZL-DST: Werkzeugmaschinen

Über ein weiteres Best-Practice-Beispiel referierte Dr. Yuri Trofimov von der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH Aachen). Das hochschuleigene Werkzeugmaschinenlabor (WZL) bildet zusammen mit der Firma Dörries Scharmann Technologie GmbH (DST), einem Anbieter von Werkzeugmaschinen, das Cluster WZL-DST. Dieses ist mit einem breiten Angebot an Bildungs- und Technologieleistungen am russischen Markt präsent und initiiert dort neue Kooperationen. 

Eine enge Zusammenarbeit unterhält der Verbund WZL-DST beispielsweise mit der Yuzhno-Uralskiy Universität in Tschelyabinsk. So fand im Herbst 2011 auf Initiative des Clusters ein mehrtägiges Seminar für Wissenschaftler der Maschinenbaufakultät statt. Im Rahmen dieser Weiterbildung, an der namhafte Forscherpersönlichkeiten wie der Dekan der Maschinenbaufakultät, Prof. Dr. Guzeev, teilnahmen, wurden neuste Entwicklungen im Maschinenbau vorgestellt. Inhalte des Seminars waren die Vorlesung "Werkzeugmaschinen" des WZL, praktische Übungen und Besuche von Unternehmen der Branche. Wie Dr. Yuri Trofimov berichtete, konnten im Anschluss an das Seminar Möglichkeiten der zukünftigen Zusammenarbeit definiert werden, wie etwa die Kooperation im Rahmen von industriellen Forschungsprojekten. Und noch ein Großprojekt plant das Cluster in naher Zukunft: Um auf dem russischen Markt entsprechend wahrgenommen zu werden, soll mit Unterstützung des BMBF in Russland ein gemeinsames Technologiezentrum mit Showroom entstehen.

Redaktion: 18.04.2012 von Sandra Brouwers, Projektträger im DLR, Europäische und Internationale Zusammenarbeit
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