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Entwicklung von Kompetenzclustern und –netzen zu internationalen Kompetenzknoten (Langfassung)

Erschienen: Mai 2008

Kompetenzclustern und -netzen kommt bei der Internationalisierung von Forschung und Entwicklung eine besondere Bedeutung zu: Auch wenn Deutschland zum wiederholten Mal Exportweltmeister geworden ist und ausgeprägte internationale Verflechtungsbeziehungen in Wirtschaft und Wissenschaft aufweist, ist dies kein Garant dafür, dass diese Position auch in Zukunft beibehalten werden kann. Es gilt, Chancen der Internationalisierung zu ergreifen und mögliche Risiken zu kennen.
 
Die neue Studie geht der Frage nach, welche Chancen, aber auch welche Risiken mit der Internationalisierung von Kompetenzclustern und -netzen verbunden sind und welche Internationalisierungsstrategien und -instrumente hierbei weltweit zur Anwendung kommen. Maßnahmen zur Internationalisierung müssen demnach im Wesentlichen zwei Kriterien erfüllen: Sie sollen Standorte in die Lage versetzen, Magnetwirkung auf Wissen, Humankapital und Investitionen auszuüben und Cluster bei ihrer Einbindung in die internationale Arbeitsteilung so stärken, dass sich für die Akteure am Standort Wissens- und Effizienzvorsprünge ergeben. Im Einzelnen lassen sich u.a. folgende Möglichkeiten für die Unterstützung der Internationalisierung von Kompetenzclustern und –netzen ableiten:

  • Bereitstellung von Informationen und Herstellung von Transparenz, beispielsweise durch die Einrichtung eines Kompetenzforums, welches das vorhandene Wissen zur Wirkung und Entwicklung von Clustern bündelt.
  • Stimulierung des Benchmarkings und der Strategiebildung von Clustern und Netzen, etwa durch die Integration des Benchmarkings in Förderaktivitäten wie Clusterwettbewerbe oder die Ausschreibung eines Wettbewerbs zur Prämierung von Internationalisierungsstrategien.
  • Ermöglichung von Trendbeobachtung und Kontaktaufnahme im Ausland durch Unterstützung der Einrichtung von Clusteraußenstellen. Diese Außenstellen sind nicht nur Ansprechpartner im Ausland, sondern fungieren auch als Trend-Scouts.
  • Ebnen des Wegs von Clustern und Netzen in internationale Dialogprozesse, Organisationen und Leadprojekte, etwa durch die Berufung von Clusterrepräsentanten aus einschlägigen Clustern in hochrangige internationale Gremien (z.B. Klimaschutz, Energie- und Gesundheitsfragen) und die Auflage von internationalen Leadprojekten sowie die Sicherung der Leadfunktion für Akteure aus inländischen Clustern und Netzen.

Die Studie wurde von der VDI Technologiezentrum GmbH (Düsseldorf) durchgeführt und entstand mit finanzieller und fachlicher Unterstützung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das Internationale Büro des BMBF sowie den VDI e.V..
 
Eine Kurzfassung der Studie ist ab sofort als Broschüre erhältlich. Sie stellt die wichtigsten Ergebnisse sowie die sich daraus ergebenden Handlungsfelder und -empfehlungen zusammen. Die Langversion bietet neben einer detaillierten Darstellung der Befragungsergebnisse insbesondere detaillierte goodpractice- Beispiele für die praktische Umsetzung der Empfehlungen.

Quelle: VDI Technologiezentrum GmbH
Redaktion: 29.05.2008 von Dr. Andreas Ratajczak, VDI Technologiezentrum GmbH
Länder: global
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