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EU-Kommissarin für Bildung: Immer noch zu viele Barrieren für die Mobilität von Forschern

Die Kommissarin für Bildung Viviane Reding hat zu größerer Kooperation zwischen Europas Hochschulinstituten, Unternehmen und Regierungen aufgerufen, um die Bildung gegenüber dem Privatsektor und der weiteren Welt zu öffnen und die institutionellen Barrieren, die derzeit die Mobilität unter Studierenden und Forschern behindern, abzubauen.

In ihrer Rede vor slowenischen Politikern und akademischen Vertretern am 9. September wies Reding auf einen der Fallstricke des derzeitigen Bildungssystems in der EU hin: "Viele Hochschulinstitutionen neigen dazu, in einem Elfenbeinturm mit unzureichenden Verbindungen zum Arbeitsmarkt, insbesondere dem [Privat-]sektor, zu leben, obwohl die meisten ihrer Studierenden nach dem Abschluss in diese Welt eintreten."

 

Reding bezeichnete die Beschäftigungsfähigkeit von Hochschulabsolventen als "eine wichtige anzugehende Frage" und vor dem Abschluss gewonnene Arbeitserfahrung als eine "wesentliche Komponente" des Umsetzens von Theorie in praktisches Wissen. Um die Situation zu ändern, schlug die Kommissarin vor, dass die Kooperation zwischen Hochschulen und Unternehmen - insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen - zum Schwerpunkt gemacht werden sollte. So könnten die Wettbewerbsfähigkeit verbessert und der Unternehmergeist gesteigert werden und insbesondere neue Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen werden.

 

"Studierende europaweit in Praktika in Unternehmen zu schicken stärkt die Verbindungen mit der Wirtschaft und daraus können sich folgende zusätzlichen Vorteile ergeben: Unterstützung bei Forschung und Entwicklung, gemeinsame Projekte, aktuelle Kenntnisse eines bestimmten Industriezweigs (zum Beispiel im Ingenieurwesen), Weitergabe praktischer Verfahren, die Möglichkeit, den Lehrplan zu aktualisieren [...]", argumentierte die Kommissarin. Was die größere Mobilität von Studierenden und Forschern betrifft, bezog sich Reding auf ihr Engagement für eine Zusammenarbeit mit Forschungskommissar Philippe Busquin. Es sollen die Möglichkeiten geprüft werden, europäische Kooperation auf Doktorandenebene zu fördern und bessere Unterstützung für junge Forscher zu bieten, die am Scheideweg zwischen Bildung und Forschung stehen. Reding rief die europäischen Bildungsminister auf, diese Ziele bei ihrem Treffen am 18. September in Berlin zu unterstützen.

 

Zum vollständigen Text der Rede gelangen Sie, wenn Sie auf die oben genannte Internetadresse klicken.

 

Quelle: CORDIS

Redaktion: 12.09.2003 von Dr. Andreas Ratajczak, VDI Technologiezentrum GmbH
Länder: EU
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