| Ländername | Medinat Yisra’el
Staat Israel
Kurzform: Israel
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| Hauptstadt | Jerusalem (Yeruschalayim) |
| Fläche | 20.766 km²
in den Waffenstillstandslinien von 1949 (Grüne Linie) |
| Bevölkerungszahl | 7,1 Mio. (einschließl. Golan und Ostjerusalem) (2007) |
| Lebenserwartung | Frauen: 82,95 Jahre
Männer: 78,62 Jahre
(Schätzung 2009) |
| Altersstruktur | 0-14 Jahre: 27,9%
15-64 Jahre: 62,3%
65 Jahre und älter: 9,9%
(Schätzung 2009) |
| Bevölkerungswachstum | 1,67%
(Schätzung 2009) |
| Bevölkerungsgruppen | Juden 76,4 % (Abstammung: 22,6% aus Europa und USA, 67,1% aus Israel, 5,9% aus Afrika, 4,2% aus Asien)
Nicht-Juden (hauptsächlich Araber) 23,6 %
(2004) |
| Sprachen | Hebräisch, Arabisch;
Handelssprache: Englisch |
| Religionen | 76% jüdisch, 20% muslimisch, 2,1% christlich und 1,9% andere (Stand Ende 2005) |
| Zeitzone | MEZ + 1 (UTC + 2); März bis September: MEZ + 2 (UTC + 3) |
| Währung | 1 Neuer Schekel ILS / 100 Agorot
Stand: 23.05.2009
1 ILS = 0,18109 EUR
1 EUR = 5,52223 ILS
Aktueller Wechselkurs unter OANDA.com - Währungskonverter (siehe u.a. Links) |
| Vorwahl | +972 |
| Quelle | Spiegel Jahrbuch, Auswärtiges Amt, CIA World Factbook, www.travelshop.de, www.oanda.com |
Politische Karte Israels im Großformat
Israel grenzt im Norden an den Libanon, im Nordosten an Syrien und im Osten an Jordanien. Im Südwesten wird es sowohl von dem Golf von Akaba, einem Arm des Roten Meeres, und im Westen von Ägypten begrenzt.
Die Gesamtfläche Israels, ausgehend von den Grenzen des Arabisch-Israelischen Krieges von 1948/49, beträgt etwa 20.700 km². Man kann Israel in folgende topographische Gebiete einteilen: den Negev, die Bergketten von Samaria und Galiläa, die Ebene von Esdraelon, den Jordangraben selbst mit seinen verschiedenen Ausprägungen, dessen nördlichster Teil das Hula-Tal bildet.
Der Negev dehnt sich im Süden vom Golf von Akaba bis zum Südende des Toten Meeres aus und umfasst rund 60 % der Landesfläche. Aus dieser von Wadis durchzogenen Wüstenlandschaft ragen Berge mit einer Höhe von bis zu 1.000 m heraus.
Nördlich des Negev erstrecken sich über eine Strecke von etwa 195 km entlang des Mittelmeeres drei fruchtbare Küstenebenen. Im Einzelnen sind dies die Ebene von Judäa zwischen der Stadt Gaza und Tel-Aviv, die Ebene von Sharon zwischen Haifa und Tel Aviv-Jaffa sowie die nördlich von Haifa gelegene Ebene von Zevulun. Hier liegen die größten Städte und wichtigsten Industrie- und Handelszentren Israels. Östlich davon erhebt sich ein 700-1000 m hohes Bergland, das aus Kalksteinen des Erdmittelalters gebildet wurde und sich von Süden nach Norden in das judäische, samaritische und galiläische Hochland teilt.
Die Hügelketten von Judäa und Samaria bilden vom Norden zum Süden eine Barriere, die durch ganz Israel reicht.
Das Hochland von Galiläa, das nahezu ausschließlich den Norden Israels bestimmt, erstreckt sich über 40 km von einer schmalen Küstenebene bis zum See Genezareth. In diesem Gebiet liegt mit dem 1.208 m hohen Berg Meroe, die höchste Erhebung Israels.
Im südlichen Teil des Hochlands befindet sich die 55 km lange und 25 km breite Ebene von Esdraelon. Sie verläuft von der Hafenstadt Haifa entlang der Mittlermeerküste bis zum Fluss Jordan. Durch die Trockenlegung des ehemaligen Sumpfgebiets (dem Sammelbecken der Quellflüsse des Jordan) wurde die Region in ein dicht besiedeltes und landwirtschaftlich leistungsfähiges Zentrum umgewandelt.
In östlicher Richtung fallen die Bergländer zum Jordangraben ab. Dieser gehört zum syrisch-afrikanischen Grabenbruch und gliedert sich in das Jordantal, das Tote Meer, das Tal von Wadi Araba und das Rote Meer.
Das Hula-Tal im Nordosten, welches von den durch Vulkanausbrüchen entstandenen Basaltfelsen der Golan-Höhlen überragt wird, gehört neben den Schwemmböden der Küstengebiete und dem trockengelegten Sumpfland in der Ebene von Esdraelon zu den wenigen fruchtbaren Gebieten Israels.
Israels längster und wichtigster Fluss zugleich ist der Jordan. Er entspringt an der libanesisch-syrischen Grenze und fließt durch das Hula-Tal in den See Genezareth, dem wichtigsten Süßwasserreservoir des Landes. Insgesamt überwindet der Jordan auf einer Länge von rund 360 km ein Gefälle von etwa 700 m, bevor er in das Tote Meer, ein Binnengewässer und mit 395 m unter dem Meeresspiegel den tiefsten Punkt Israels, mündet.
Aufgrund der hohen Verdunstungsrate und der intensiven Nutzung des Jordanwassers durch Israel und Jordanien, hat sich seine einfließende Menge um 75 % reduziert und dadurch den Wasserspiegel des Toten Meeres um 10 % gesenkt. Dieser soll nun mit Hilfe eines Kanal- oder Rohrleitungssystem, das die Zufuhr von Wasser aus dem Mittelmeer oder Roten Meer sichert, wieder gehoben werden.
Die Wasserversorgung in Israel ist aufgrund der Lage am Rande eines Wüstengürtels und des damit verbundenen ständigen Wassermangels stark reglementiert. Sie erfolgt über Kanäle und Rohrleitungen, wobei gebietsmäßige Engpässe durch ein landesweites Verbundsystem der Süßwasservorräte ausgeglichen werden.
Die klimatischen Bedingungen weisen in den einzelnen Regionen Israels wesentliche Unterschiede auf. Im Norden des Landes herrscht ein typisches Mittelmeerklima mit trockenen, heißen Sommern und feuchten, milden Wintern. Abgesehen von den Berggebieten, die bedingt durch Steigungsregen jährlich bis zu 900 mm Niederschlag erhalten, nehmen die für die Küste repräsentativen Jahresniederschlagsmengen von 500-600 mm zum Landesinneren immer mehr ab.
Im Jordantal beschränken sie sich aufgrund der Windschattenlage sogar auf 400 mm. Die winterliche Regenzeit verkürzt sich in südlicher Richtung immer stärker, so dass sie im Negev, sowie im mittleren und südlichen Teil des Jordanteils ganz ausbleibt und dadurch ein Wüstenklima hervorruft.