König Abdullah II hat Entwicklung Jordaniens zu einer regionalen Drehscheibe für Informations- und Kommunikationstechnologien zur Priorität erklärt.
Ziel ist es, Jordanien im 21. Jh. vom Wüstenstaat zum Telekommunikationszentrum des Nahen Ostens zu machen.
Formulierung und Implementierung einer expliziten FuE-Politik ist in Jordanien noch eine relativ neue Entwicklung.
Meilensteine:
1987 Gründung des HCST
1993, 1995 Aufnahme von F&E als Schlüssel-Priorität in National-Plan
Thematische Schwerpunkte und besondere Stärken:
Geowissenschaften, Wasserwirtschaft, Landwirtschaft, Archäologie (in diesen Bereichen gibt es langjährige und oft dichte Zusammenarbeit mit Deutschland)
Energieforschung (Ölschlämme, Nutzung geothermischer Energie für Fischzucht, …), Heilpflanzen (antitumorale Wirkung), Industriedesign, Polymere, Biotechnologie (Landwirtschaft/Zellkulturen, Umweltforschung), Abwassermanagement
Es sollen Investoren angeworben werden, um einen exportorientierten Dienstleistungssektor im Bereich IuK-Technologien aufzubauen
Aufbau von virtuellen Zentren und Industrieparks in der IuK- und Biotechnologie (z.B. "Cybercity")
Pharmaindustrie: ca. 17 pharmazeutische Unternehmen im Land
Nationales Studienangebot enger an Arbeitsmarktnachfrage und Entwicklungsbedürfnissen des Landes ausrichten
Verstärkte Zusammenarbeit zw. Hochschulen und ansässigen Unternehmen und öffentlichen Institutionen aufbauen
Forderungen bzw. Vorschläge des Bildungsministers:
Ausbau der Forschungsfunktion der Universitäten in Anlehnung an nationale Entwicklungspläne und -erfordernisse mit finanzieller Unterstützung der Regierung
Einführung kostendeckender Studiengebühren für staatliche Universitäten
neuer landesweiter Aufnahmetest
finanzielle Förderung für bedürftige soziale Gruppen bei uneingeschränktem Leistungswettbewerb
interne und externe Evaluierung aller Studiengänge alle 5 Jahre
Gründung eines ‚Higher Education Quality Assurance Council of Jordan’.