Jordanische Universitäten und Forschungseinrichtungen pflegen in den verschiedensten Bereichen einen regen Austausch mit Deutschland. Viele jordanische Wissenschaftler/innen haben in Deutschland studiert und promoviert und setzen gemeinsame Forschungsvorhaben mit deutschen Kolleg/innen um. Mit Hilfe deutscher Stipendien oder auf eigene Kosten kommen jedes Jahr zahlreiche Jordanier/innen als Studierende, Doktorand/innen oder Professor/innen für Kurz- und Langzeitaufenhalte nach Deutschland. Diese Beziehungen werden sich durch die derzeit entstehende Deutsch-Jordanische Fachhochschule GJU noch verstärken. Sie wird anwendungs- und marktbezogene Ausbildung und Forschung in von der regionalen Wirtschaft dringend nachgefragten Bereichen anbieten.
In der Archäologie ist die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Jordanien seit vielen Jahrzehnten eng und vertrauensvoll. Auch gegenwärtig gibt es mehrere gemeinsame Grabungs- und Forschungsprojekte im ganzen Lande. Die große Jordanien-Ausstellung "Gesichter des Orients. 10 000 Jahre Kunst und Kultur aus Jordanien", die im Herbst 2004 in Berlin war und bis August 2005 in Bonn zu sehen ist, steht als Sinnbild und Ausdruck für diese hervorragende Zusammenarbeit.
Schwerpunkt der Entwicklungs-Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Jordanien seit 2001 ist der Wassersektor (Trinkwasserangebot, Wasseraufbereitung, effiziente Wassernutzung).
Weitere Kooperationsbereiche sind: Grundbildung, Bekämpfung von Armut, Arbeitslosigkeit und Migrationsursachen; Stärkung demokratischer Strukturen.
Von Jordanien nachgefragt sind vor allem:
- Zusammenarbeit in Informationstechnologie, Bio- und Nanotechnologie, Biomedizin und Umwelttechnologie
- Partizipation am Forschungsrahmenprogramm der EU
- Studiengänge mit integrierten Unternehmenspraktika
- Kooperation mit Deutschland und anderen EU Institutionen zum Ausbau von Islamischer Religionslehre für Lehrer-Ausbildung an europäischen Schulen