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USA und Japan intensivieren Zusammenarbeit in Forschung, Innovation und Raumfahrt

Berichterstattung weltweit

Anlässlich eines Staatsbesuchs des japanischen Premierministers Fumio Kishida in Washington im April 2024 betonten beide Seiten die enge Zusammenarbeit in Forschung und Innovation und hoben kürzlich geschlossene Kooperationen auf Universitäts- und Institutsebene hervor. Zudem schlossen die US-Weltraumagentur NASA und das japanische Wissenschaftsministerium ein Abkommen zur Monderkundung.

Das „United States-Japan Joint Leaders’ Statement“, das im Rahmen des Staatsbesuchs veröffentlicht wurde, würdigt bestehende Kooperationen etwa im Rahmen der Defense Science and Technology Cooperation Group. Wechselseitige Investitionen von führenden High-Tech Unternehmen in beiden Ländern werden darin ebenso herausgestellt wie eine Reihe kürzlich geschlossener bilateraler Vereinbarungen zur Zusammenarbeit.  

Zu den gewürdigten Aktivitäten gehören unter anderem ein Memorandum of Understanding zwischen dem US-amerikanischen Argonne National Laboratory und dem naturwissenschaftlichen Forschungsinstitut RIKEN in Japan. Die Zusammenarbeit sieht vor, Künstliche Intelligenz (KI) für die Wissenschaft, den Austausch von Studierenden und Forschenden sowie die gemeinsame Nutzung von Daten zu fördern. Ebenfalls hervorgehoben wird eine von Unternehmen aus beiden Ländern mit 110 Millionen USD (102,6 Mio. EUR) finanzierte KI-Forschungspartnerschaft zwischen zwei US-amerikanischen und zwei japanischen Universitäten. Des Weiteren wird ein Memorandum of Cooperation zwischen dem japanischen National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST) und dem U.S. National Institute of Standards and Technology (NIST) für bilaterale Zusammenarbeit zum Quanten-Computing herausgestellt.

Die gemeinsame Erklärung betont ebenfalls die gemeinsamen Anstrengungen im Bereich Raumfahrt; vor allem der japanischen Beteiligung am US-Mond-Programm Artemis. Die Zusammenarbeit vertieften die US-Weltraumagentur NASA und das japanische Wissenschaftsministerium MEXT mit der Unterzeichnung eines Abkommens zur Monderkundung. Es sieht die Entwicklung von bemannten und unbemannten Fahrzeugen zur Erkundung und den Besuch des Mondes durch zwei japanische Astronauten vor.

Ebenfalls im April schlossen beide Länder eine Partnerschaft zu Fusionsenergie. Zudem gründeten die USA und Japan gemeinsam mit Südkorea Ende April das Disruptive Technology Protection Network, um sich zum Schutz von sensiblen und kritischen Technologien auszutauschen.

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Quelle: Weißes Haus, NASA, DFG-Büro Nordamerika Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: USA Japan Themen: Bildung und Hochschulen Information u. Kommunikation Innovation Strategie und Rahmenbedingungen

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