Globaler Klimawandel
Für die Erforschung des Globalen Klimawandels (Biodiversität, Antarktis- und Meeresforschung, Erdbeobachtung und Geoforschung) stellte Südafrika 2007/2008 ca. 1,2 Mrd. ZAR (ca. 94 Mio. Euro) zur Verfügung.
Die Federführung im Bereich Globaler Klimawandel liegt beim Umweltministerium und dem Ministerium für Rohstoffe und Energie.
Es ist geplant, ein Klimakonsortium für das südliche und östliche Afrika zu gründen, um lokale Forschungseinrichtungen in die regionale Klimaforschung einzubinden und lokale Kapazitäten zu schaffen. Gründungsinstitutionen sind die Nelson Mandela Metropolitan University, die Rhodes University, University of Fort Hare, der Sustainable Seas Trust und die Wilderness Foundation.
Biodiversität
Südafrika verfügt über eine hohe biologische Diversität. Nach einer Erhebung von 2004 sind ca.19.500 Pflanzenarten bekannt, schätzungsweise 8.000 Pilzarten und ungefähr 60.000 Tiere. Dies öffnet vielfältige Möglichkeiten zur Untersuchung des Wandels der biologischen Vielfalt durch den Klimawandel und die expandierende menschliche Landnutzung.
Biodiversitätsforschung wird vom 2004 gegründeten nationalen Biodiversitätsinstitut (SANBI) durchgeführt.
Die südafrikanische Biodiversitäts-Informationseinrichtung SABIF unterhält Datenbanken für Endnutzer über globale Biodiversitätsdaten.
Antarktis- und Meeresforschung
Der Antarktis und dem Südlichen Ozean kommt für das globale Klima große Bedeutung zu. Südafrika ist eines der wenigen Länder mit einer Basis in der Antarktis Das "South African National Antarctic Programme" (SANAP) unterstützt Forschungsaufenthalte in der Antarktis und bietet Forschungsmöglichkeiten in den Bereichen Physik, Geo-, Lebens-, Meeres- und Polarwissenschaften. Anfang 2010 hat das Marine Research Institute der Universität Kapstadt die SIM-Ocean Initiative zur Ozeanmodellierungsforschung gestartet.
Erdbeobachtung
Südafrika hat den Vize-Vorsitz der Gruppe der Erdbeobachter (GEO) inne. Es ist aktiv an dem Globalen Erdbeobachtungssystem GEOSS beteiligt. Im November 2007 stellte es eine eigene Strategie zur Erdbeobachtung (SAEOS) vor, die vom Kabinett im Mai 2008 verabschiedet wurde. Als Teil der Strategie wurde das südafrikanische Umweltbeobachtungsnetzwerk SAEON gegründet, das Ministerien, Science Councils, Universitäten, Forschungsorganisationen und Industrie in Südafrika vereint.
Geoforschung
Mit seinen reichen Rohstoffvorkommen und seiner geografischen Lage gilt Südafrika als natürliches Labor und Explorationsfeld für Geowissenschaftler. In der Geoforschung wird ein interdisziplinäres und interkulturelles Gemeinschaftsprojekt (Inkaba ye Africa) mit 12 deutschen und 18 südafrikanischen Forschungseinrichtungen durchgeführt.
Südafrika wird 2016 den 35. internationalen geologischen Kongress ausrichten.
Die erste Phase des „African-European Georesources System“ (AEGOS) wurde im Februar eröffnet. Dieses Projekt läuft unter dem Dach des 7. Forschungsrahmenprogramms der EU. Ziel ist die Verknüpfung afrikanischer und europäischer geowissenschaftlicher Datenbanken.
Wassertechnologie
Auf Grundlage des Strategic Plan des Department of Water Affairs wird im Rahmen einer Wasserzuteilungsreform (Water Allocation Reform) eine Neuregelung der bisher gültigen gesetzlichen Rahmenbedingungen angestrebt.
Die Hauptfelder südafrikanischer Wasserforschung sind Wasserressourcenmanagement, mit Wasser verknüpfte Ökosysteme, Wassernutzung und Abfallmanagement und landwirtschaftlicher Wasserverbrauch.