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ZAFAktivitäten in Forschung und Bildung: Südafrika

  1. Überblick

    Innerhalb der folgenden Forschungsdisziplinen werden künftig die im 10-Jahres-Plan für Innovation (2008-2018) aufgeführten fünf „grand challenges“ (Biotechnologie, Gesundheitsforschung, Energieforschung, Luft- und Raumfahrt, Globaler Klimawandel sowie Human- und Sozialentwicklung) verstärkt gefördert und daher – unabhängig von der Höhe der Budgets – zuerst genannt.

    Das Ministerium für Wissenschaft und Technologie (DST) stellt im Haushaltsjahr 2007/2008 23 Mio. ZAR (ca. 1,8 Mio. Euro) für FuE und Innovation und weitere 15,5 Mio. ZAR (ca. 1,2 Mio. Euro) für die Umsetzung der 2001 verabschiedeten Biotechnologie-Strategie zur Verfügung.

    Redaktion: 18.03.10, von: Dipl.-Ing. Petra Ruth Mann, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.

     
  2. Biowissenschaften

    Im Rahmen der Biotechnologie-Strategie wurden bislang folgende Instrumente/Initiativen umgesetzt:

    -  Einrichtung eines Netzwerkes Regionaler Biotechnologie Informationszentren (BRICs). Die vier bislang ins Leben gerufenen BRICs (Biopad, Cape Biotech, LIFElab und Plant Biotechnology Innovation Centre) haben bislang mehr als 100 Projekte unterstützt und 38 Unternehmen mit 400 Arbeitskräften geschaffen. Insgesamt existieren in Südafrika 106 Biotechnologie Unternehmen.

    -   Etablierung eines Nationalen Innovationszentrums Pflanzen-Biotechnologie (PlantBio) mit dem Schwerpunkt Nahrungsmittelsicherheit.

    -   Einrichtung der Technologieplattform National Bioinformatics Network (NBN) an 11 Universitäten des Landes, die verstärkt in FuE, Infrastruktur und Lehre investiert.

    -   DST-Informationsprogramm „Öffentliches Verständnis von Biotechnologie“ (PUB)

    Mit dem10-Jahres-Plan für Innovation hat sich Südafrika zum Ziel gesetzt, 2018 im Bereich Biotechnologie und Pharmazeutika eine der weltweit führenden Nationen zu sein.

    Weitere Informationen
    Einrichtungen

    A National Biotechnology Strategy for South Africa

    Biotechnology Partnerships and Development (BioPAD)

    Cape Biotechnology Initiative (Cape Biotech)

    DST-NRF Centre of Excellence in Tree Health Biotechnology

    National Bioinformatics Network

    Public Understanding of Biotechnology (PUB) programme

    Redaktion: 16.03.09, von: Dipl.-Ing. Petra Ruth Mann, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.

     
  3. Energie

    Durch die Central Energy Fund (CEF)- Gruppe (u.a. PetroSA, SANERI, NEEA) wurde ein  ZAR 550 Mio. Windfarm-Projekt gestartet,  an welchem bereits mehr als 40 internationale Unternehmen Interesse bekundet haben.

    Der kürzlich eingeführte „Renewable Energy Feed-In Tarif“ (REFIT), ein Einspeisetarif für erneuerbare Energien, verbessert die Bedingungen für die kommerzielle Nutzung dieser Energien.

    Saubere Kohletechnologie:
    Im Bereich saubere Kohletechnologie – ein bedeutsames Feld angesichts der Tatsache, dass nahezu 71% der Primärenergie und 88% der Elektrizität Südafrikas aus Kohle gewonnen werden - kooperieren SANERI und das Energie-Zentrum der Wissenschaftsorganisation CSIR.

    Wasserstoffherstellung:
    2008 wurde von der Regierung die Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsstrategie zu Wasserstoff und Brennstoffzellen aus Platin ((Hydrogen South Africa Strategie – HySA) vorgestellt. In diesem Bereich kann sich Südafrika internationale Wettbewerbsvorteile erhoffen, da es über 87% der weltweiten Platinreserven verfügt. Das Ziel der „HySA“, bis 2020 einen weltweiten Marktanteil von 25% bei PGM-Katalysatoren zu erreichen, erscheint aufgrund der Rohstoffreserven erreichbar.

    Es wurden drei Kompetenzzentren (Centre for Competence for Catalysis, das Hydrogen Infrastructure Centre of Competence und das Centre for Systems Integration and Validations) zur Verwirklichung der „HySA“ eingerichtet

    Der Herstellung von Wasserstoff diente auch die Entwicklung des Pebble Bed Modular Reactor (PBMR), in dem bei Hochtemperatur unter Einsatz von Kernenergie Wasser gespalten wird. Der Reaktor soll bis 2015 Marktreife erlangen. Es ist das landesweit größte staatlich geförderte Forschungs- und Entwicklungsvorhaben auf kommerzieller Basis.

    Nuklearenergie:
    FuE im Feld der Nuklearenergie wird von der 1999 gegründeten südafrikanischen Gesellschaft für Nuklearenergie (NECSA) betrieben. Schwerpunkte sind die Themen Nuklearbrennstoff und Biowissenschaften.

    Biokraftstoff:
    2007 wurde ein Biokraftstoff Forschungs- und Entwicklungsplan beschlossen. Testmöglichkeiten für Biokraftstoffe wurden mit dem South African Bureau of Standards (SABS) abgestimmt. Ein Lehrstuhl für Biokraftstoffe/Energieforschung besteht an der Universität Stellenbosch.

    Der 10-Jahres- Plan für Innovation setzt sich für 2018 einen erweiterten Energiemix zum Ziel. 80% der Energien sollen dann von sauberen Kohletechnologien und Nuklearkraftwerken stammen, 5% aus erneuerbaren Energiequellen.

    Elektromobilität:
    Im Jahr 2009 wurde das Battery Research Centre (BRC) als Forschungszweig des CSIR gegründet.  Diese Einrichtung hat das Ziel, als Forschungspartner für die Industrie und den tertiären Bildungssektor zu fungieren.

    Quelle:
    Forschungsbericht der Deutschen Botschaft in Pretoria, Mai 2009

    Redaktion: 28.04.10, von: Dipl.-Ing. Petra Ruth Mann, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.

     
  4. Geistes- und Sozialwissenschaften

    Das 10-Jahres-Innovationsprogramm sieht die Entwicklung eines Forschungsprogrammes mit den Schwerpunkten Paleoanthropologie, Archäologie und Evolutionsgenetik vor. Ziel ist das bessere Verständnis menschlichen Verhaltens.
    Bis 2018 sollen darüber hinaus die Entwicklungsziele zur Verbesserung der Lebensbedingungen insbesondere der farbigen und schwarzen Bevölkerungsgruppen umgesetzt werden.
    Südafrika soll zudem ein anerkanntes Wissensdrehkreuz für Sozialwissenschaften in Afrika werden.

    Redaktion: 05.06.10, von: Dipl.-Ing. Petra Ruth Mann, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.

     
  5. Gesundheitsforschung

    Die Schwerpunkte im Bereich Gesundheitsforschung sind HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria. Insbesondere das Institut für Diagnostikforschung (IDR) entwickelt neuartige Produkte und Hilfsmittel zu Diagnose und Behandlung dieser Krankheiten.

    Die Südafrikanische Aids Impfstoff Initiative (SAAVI) arbeitet an der Entwicklung von Impfstoffen gegen Aids.

    Südafrika ist Partner der Initiative European and Developing Countries Clinical Trails Partnership (EDCCTP), welche klinische Versuche für Arzneimittel und Impfstoffe gegen HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria durchführt.

    Traditionelles Wissen und Verfahren

    Die weithin kaum erforschten traditionellen Verfahren (Heilmethoden, Medikamente) bergen Potential für neue Produkte und Forschungsansätze. Im Jahr 2004 wurde die „Indigenious Knowledge Systems Policy“ (IKS) verabschiedet im Rahmen welcher IKS Zentren auf lokaler Ebene eingerichtet wurden ( z.B. an den Universitäten Zululand und KwaZulu-Natal).

    Weitere Informationen
    Einrichtungen

    DOH Gesundheitsministerium

    Medizinischer Forschungsrat (Südafrika)

    Redaktion: 05.06.10, von: Dipl.-Ing. Petra Ruth Mann, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.

     
  6. Grundlagenforschung

    Der Anteil der Grundlagenforschung in Südafrika beträgt 1,8%. Damit liegt das Land hinter Industrieländern wie Frankreich, USA und Norwegen, aber vor Russland, Argentinien und China.


    Weitere Forschungsbereiche:

    Weitere Forschungsbereiche sind Wassertechnologie, Traditionelle Heilungsmethoden und Medikamente (IKS) und moderne Fertigungstechnik

    Redaktion: 29.06.10, von: Dipl.-Ing. Petra Ruth Mann, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.

     
  7. Information und Kommunikation

    Für den Bereich Information und Kommunikation wurden im Haushaltsjahr 2007/2008 Mittel in Höhe von 54, 2 Mio. ZAR (ca. 4,2 Mio. Euro) zur Verfügung gestellt.
    Auf Grundlage der FuE Strategie wurde die IKT Plattform neben der Biotechnologie-Plattform als eine der (Haupt-)Technologieplattformen etabliert. Unter dem IKT Forschungs-, Entwicklungs- und Innovationsprogramm haben sich die  Schwerpunktinitiativen Sprachentechnologie, Informationssicherheit und IKT in der Bildung sowie kabellose Informationstechnologie gebildet.

    Im Bereich der Spracherkennung wurde am Meraka Institut, welches in der Informations – und Kommunikationstechnologie führend ist, ein Programm entwickelt, durch das Spracherkennung und Text-zu-Sprache Technologie möglich ist. Für den Weltmarkt soll ein Mikrochip, der die sprachähnlichen geräusche in Spielzeugen anstößt, 80 Millionen Mal über die nächsten zwei Jahre produziert werden

    Quelle:
    Forschungsbericht der Deutschen Botschaft in Pretoria, Mai 2009

     

    Weitere Informationen
    Einrichtungen

    Meraka Institute

    Redaktion: 10.07.10, von: Dipl.-Ing. Petra Ruth Mann, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.

     
  8. Luft- und Raumfahrt

    Der Weltraumforschung standen im Haushaltsjahr 2008/2009 Mittel in Höhe von 344,2 Mio. ZAR (ca. 44 Mio. Euro) zur Verfügung - 2007/2008 waren es noch ZAR 296,2 Mio. Zuständig für die Weltraumforschung ist das Ministerium für Handel und Industrie (DTI). Hauptakteure der Weltraumforschung und Technologie sind die Universität Stellenbosch und der CSIR.

    Derzeit verfügt Südafrika über das größte optische Einzelteleskop in der südlichen Hemisphäre, das 2005 in Betrieb genommene Southern African Large Telescope (SALT). Außerdem ist das Land mit verschiedenen Projekten am High Energy Stereoscopic System (HESS) im Nachbarland Namibia beteiligt. 2006 ging der europäische DESCARTES Preis für Forschung an ein südafrikanisches Forschungsteam für Forschungsarbeiten an der  Milchstraßen Galaxie unter Nutzung des HESS.
    Das Land unterhält darüber hinaus das Hartebeesthoek Radioastronomie Observatorium (HartRAO) und ein Astronomie Observatorium (SAAO) mit dem Ziel, ein besseres Verständnis der Formation, Struktur und Evolution unserer Galaxie zu erlangen.

    Die südafrikanische Antarktisbasis Hermanus Magnetic Observatory (HMO) bietet u.a. Weltraumphysikern die Möglichkeit, die komplexe Plasmaumwelt der Erde zu untersuchen.

    Im Oktober 2007 war Südafrika Ausrichter der 2. Afrikanischen Konferenz zu Weltraumforschung und Technologie für nachhaltige Entwicklung unter dem Thema „Aufbau afrikanischer Partnerschaften im Weltraum“.

    Im Wettbewerb mit Australien bewirbt sich Südafrika derzeit als Standort für den Square Kilometre Array Telescope (SKA). SKA wird das größte jemals gebaute Radioteleskop. Eine Entscheidung wird für Ende 2012 erwartet. Zur Umsetzung der Idee wurde ein internationales Team zum Bau des MeerKAT (afrikans für moreKAT = größeres Karoo Array Telescope, eine kleinere Version des SKA) gebildet. Ende März 2010 wurde das sogenannte „MeerKAT Precursor Array (MPA) Radio Telescope“ eingeweiht, welches ab Ende 2010 der Wissenschaft zur Verfügung stehen soll.

    Am 17. September 2009 startete „SumbandilaSat“, ein für Umweltmanagement und landwirtschaftlichen Nutzen entwickelter Satellit. Eine afrikanische Satellitengruppe ist in Planung.

    Erklärtes Ziel der Regierung ist es, Südafrika zu einem international anerkannten Standort für Astronomie, Weltraumforschung und Technologie zu entwickeln.

    Weitere Informationen
    Einrichtungen

    Square Kilometer Array Telescope (SKA)

    Redaktion: 05.06.10, von: Dipl.-Ing. Petra Ruth Mann, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.

     
  9. Nanotechnologie

    Die südafrikanische Nanotechnologie Strategie wurde vom Kabinett Ende 2006 verabschiedet und im April 2007 lanciert. Zu ihrer Umsetzung wurden bis 2010 Mittel in Höhe von 450 Mio. ZAR (ca. 35 Mio. Euro) bereitgestellt. Ihre vier Schlüsselbereiche sind:

    • Einrichtung von Charakterisierungszentren für Design, Synthesen, Charakterisierung, Modellierung und Herstellung.
      2007 wurden bereits zwei nationale Nanotechnologie-Zentren eröffnet: das nationale Zentrum für Nano-strukturierte Materialien für Materialforschung und Energieforschung am CSIR und das nationale Zentrum bei Mintek (Konsortium), das sich auf Wasser, nachhaltigen Bergbau und Ressourcen spezialisiert hat.
    • Der Aufbau von Forschungs- und Innovationsnetzwerken
    • Kapazitätsaufbau Humankapital - CSIR bildet zurzeit 19 Nanotechnologie Postgraduierte aus.

    Südafrika plant, ZAR 80 Mio. in den nächsten drei Jahren in die Anschaffung eine Mikroskops (High Resolution Transmission Electron Microscope –HRTem) zu investieren, welches in einem eigens geschaffenen, nationalen Center der Nelson Mandela Metropolitan University aufgestellt werden soll.

     

    Weitere Informationen
    Einrichtungen

    South African Nanotechnology initiative (SANi)

    Redaktion: 10.07.10, von: Dipl.-Ing. Petra Ruth Mann, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.

     
  10. Neue Materialien

    Unter anderem durch die Einrichtung eines Excellenz-Zentrums für Materialwissenschaften soll die Bearbeitung dieses Gebietes weiter intensiviert werden. Die Hauptarbeitsgebietes des "Centre of Excellence in Strong Materials (CESM) sind: Hardmetals, Ceramics, Diamond and Thinhard Films and Related Materials, New Ultrahard Materials and Strong Metallic Alloys, Carbon Nanotubes, Stron Composites. 

    Weitere Informationen
    Einrichtungen

    DST-NRF Centre of Excellence in Strong Materials

    Redaktion: 10.07.10, von: Dipl.-Ing. Petra Ruth Mann, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.

     
  11. Produktionstechnologie

    Moderne Fertigungstechnik
    Der Fertigungssektor ist mit erwirtschafteten 14% des BIP zweitgrößter Industriesektor Südafrikas.

    Die 2003 lancierte „Advanced Manufacturing Technology Strategy” (AMTS) hat drei Ziele:

    • Aufbau von Technologieplattformen
    • Entwicklung strategischer Partnerschaften für den konkurrenzfähigen Einsatz von ZAF Technologien auf dem Weltmarkt
    • Entwicklung von Humankapital

    Im Februar 2010 fand die „International Conference on Competitive Manufacturing (COMA)” in Stellenbosch statt.
     

    Redaktion: 10.07.10, von: Dipl.-Ing. Petra Ruth Mann, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.

     
  12. Umwelt und Klima

    Globaler Klimawandel
    Für die Erforschung des Globalen Klimawandels (Biodiversität, Antarktis- und Meeresforschung, Erdbeobachtung und Geoforschung) stellte Südafrika 2007/2008 ca. 1,2 Mrd. ZAR (ca. 94 Mio. Euro) zur Verfügung.

    Die Federführung im Bereich Globaler Klimawandel liegt beim Umweltministerium und dem Ministerium für Rohstoffe und Energie.

    Es ist geplant, ein Klimakonsortium für das südliche und östliche Afrika zu gründen, um lokale Forschungseinrichtungen in die regionale Klimaforschung einzubinden und lokale Kapazitäten zu schaffen. Gründungsinstitutionen sind die Nelson Mandela Metropolitan University, die Rhodes University, University of Fort Hare, der Sustainable Seas Trust und die Wilderness Foundation.

    Biodiversität
    Südafrika verfügt über eine hohe biologische Diversität. Nach einer Erhebung von 2004 sind ca.19.500 Pflanzenarten bekannt, schätzungsweise 8.000 Pilzarten und ungefähr 60.000 Tiere. Dies öffnet vielfältige Möglichkeiten zur Untersuchung des Wandels der biologischen Vielfalt durch den Klimawandel und die expandierende menschliche Landnutzung.
    Biodiversitätsforschung wird vom 2004 gegründeten nationalen Biodiversitätsinstitut (SANBI) durchgeführt.
    Die südafrikanische Biodiversitäts-Informationseinrichtung SABIF unterhält Datenbanken für Endnutzer über globale Biodiversitätsdaten.

    Antarktis- und Meeresforschung
    Der Antarktis und dem Südlichen Ozean kommt für das globale Klima große Bedeutung zu. Südafrika ist eines der wenigen Länder mit einer Basis in der Antarktis Das "South African National Antarctic Programme" (SANAP) unterstützt Forschungsaufenthalte in der Antarktis und bietet Forschungsmöglichkeiten in den Bereichen Physik, Geo-, Lebens-, Meeres- und Polarwissenschaften. Anfang 2010 hat das Marine Research Institute der Universität Kapstadt die SIM-Ocean Initiative zur Ozeanmodellierungsforschung gestartet.

    Erdbeobachtung
    Südafrika hat den Vize-Vorsitz der Gruppe der Erdbeobachter (GEO) inne. Es ist aktiv an dem Globalen Erdbeobachtungssystem GEOSS beteiligt. Im November 2007 stellte es eine eigene Strategie zur Erdbeobachtung (SAEOS) vor, die vom Kabinett im Mai 2008 verabschiedet wurde. Als Teil der Strategie wurde das südafrikanische Umweltbeobachtungsnetzwerk SAEON gegründet, das Ministerien, Science Councils, Universitäten, Forschungsorganisationen und Industrie in Südafrika vereint.

    Geoforschung
    Mit seinen reichen Rohstoffvorkommen und seiner geografischen Lage gilt Südafrika als natürliches Labor und Explorationsfeld für Geowissenschaftler. In der Geoforschung wird ein interdisziplinäres und interkulturelles Gemeinschaftsprojekt (Inkaba ye Africa) mit 12 deutschen und 18 südafrikanischen Forschungseinrichtungen durchgeführt.

    Südafrika wird 2016 den 35. internationalen geologischen Kongress ausrichten.

    Die erste Phase des „African-European Georesources System“ (AEGOS) wurde im Februar eröffnet. Dieses Projekt läuft unter dem Dach des 7. Forschungsrahmenprogramms der EU. Ziel ist die Verknüpfung afrikanischer und europäischer geowissenschaftlicher Datenbanken.

    Wassertechnologie
    Auf Grundlage des Strategic Plan des Department of Water Affairs wird im Rahmen einer Wasserzuteilungsreform (Water Allocation Reform) eine Neuregelung der bisher gültigen gesetzlichen Rahmenbedingungen angestrebt.

    Die Hauptfelder südafrikanischer Wasserforschung sind Wasserressourcenmanagement, mit Wasser verknüpfte Ökosysteme, Wassernutzung und Abfallmanagement und landwirtschaftlicher Wasserverbrauch.

    Weitere Informationen
    Einrichtungen

    Department of Environmental Affairs and Tourism's new climate change web pages

    Redaktion: 27.03.10, von: Dipl.-Ing. Petra Ruth Mann, IB Internationales Büro des BMBF beim DLR e. V.

     

 

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