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Chinesische Regierung will "Greater Bay Area" aufbauen

Berichterstattung weltweit

Im Süden Chinas soll eine Kooperationszone zwischen neun chinesischen Städten und den Sonderverwaltungszonen Macau und Hongkong entstehen.

Wie "University World News" (UWN) berichtet, hat die chinesische Regierung in der vergangenen Woche einen Entwicklungsplan für die sogenannte "Greater Bay Area" (GBA) veröffentlicht – den Outline Development Plan for the Guangdong-Hong Kong-Macao Greater Bay Area. Demnach sollen neun Städte der südchinesischen Provinz Guangdong mit den beiden angrenzenden Sonderverwaltungszonen Macau und Hongkong enge Kooperationen eingehen. Der Plan sieht vor, dass bis zum Jahr 2035 weltweit führende Unternehmen und Spitzenuniversitäten in der Region angesiedelt sind und fortschrittlichste Technologien entwickeln.

Nach dem Vorbild der globalen Innovationszentren im Silicon Valley oder der Metropolregion Tokio sollen Marktstrukturen, Kommunikationswege, Infrastrukturen, Fertigungstechnologien und Forschungsvorhaben zu einer gemeinsamen Southern Chinese Bay Area integriert werden. Die Planungen dafür laufen seit 2015 und wurden erstmals im 13. chinesischen Fünfjahresplan im Jahr 2016 erwähnt, bislang allerdings nur auf Initiative der Provinzregierung Guangdong. Mit dem aktuellen Dokument findet das Vorhaben die Unterstützung der chinesischen Zentralregierung und wird durch sie vorangetrieben.

Dem Plan zufolge werden Synergieeffekte in der Zusammenarbeit innerhalb der GBA erwartet: Hochinnovative Städte Festlandschinas wie Shenzhen und internationale Spitzenforscher bspw. von Universitäten aus Hongkong sollen gemeinsam Forschung und Entwicklung in der Region vorantreiben. Ergänzend dazu wird als zentrales Ziel die Internationalisierung der GBA ausgegeben. Dazu sollen etwa ein Talentpool aufgebaut und attraktive Rahmenbedingungen zur Rekrutierung renommierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geschaffen werden.

Der Outline Development Plan betont das "one country, two systems"-Prinzip, demzufolge ein hohes Maß an Autonomie für die Sonderverwaltungszonen gewährleistet werden soll. Zugleich stellten unterschiedliche Sozial-, Grenzzoll- und Rechtssysteme eine Herausforderung für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit dar. Dem Bericht von UWN zufolge mache der Plan keine konkreten Angaben darüber, wie mit diesen Hindernissen verfahren werden soll.

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Quelle: University World News Redaktion: von Alexander Bullinger, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: China Themen: Netzwerke Strategie und Rahmenbedingungen

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