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Südafrika und Weltwirtschaftsforum beschließen Einrichtung eines Partnerzentrums zur vierten industriellen Revolution

Berichterstattung weltweit

Bis September will die südafrikanische Regierung im Rahmen des Centre for the Fourth Industrial Revolution (C4IR) des Weltwirtschaftsforums ein eigenes Partnerzentrum errichten.

Am 16. April haben Südafrika und Vertreter des Weltwirtschaftsforums (WEF) ein Abkommen zur Einrichtung eines Partnerzentrums im Rahmen des Centre for the Fourth Industrial Revolution (C4IR) geschlossen. Das C4IR ist ein Hub für die weltweite Zusammenarbeit zwischen Interessengruppen, um politische Rahmenbedingungen zu entwickeln und Kooperationen zu fördern, die Wissenschaft und Technologie für die Industrie 4.0 vorantreiben.

Mit dem Abkommen folgt Südafrika Ländern wie China, Indien und Japan, die ebenfalls Partnerzentren eröffnet haben. Wissenschafts- und Technologieministerin Mmamoloko Kubayi-Ngubane hob die herausragende Bedeutung der vierten industriellen Revolution hervor: "It is no longer possible to discuss economic development without factoring in the impact of the Fourth Industrial Revolution on the economy as whole. Any effort we make as a country to grow our economy will now largely be shaped by how quickly we are able to embrace and master the technologies associated with the Fourth Industrial Revolution."

Die Partnerzentren arbeiten schwerpunktmäßig an lokalen und regionalen Fragestellungen, tragen darüber hinaus aber auch zur Forschung im gesamten C4IR-Netzwerk bei. Der südafrikanischen Regierung zufolge laufen bereits Planungen zum weiteren Ausbau des Netzwerks.

Das C4IR-Partnerzentrum in Südafrika soll als öffentlich-private Partnerschaft am Council for Scientific and Industrial Research (CSIR) angesiedelt werden. Ministerin Kubayi-Ngubane dazu: "A collaborative approach between government and industry is important to ensure that 4IR interventions and business models are closely aligned to regulatory reform efforts, and that private sector developments do not undermine the role of the state in dealing with critical challenges such as deepening democracy, protecting human rights, and addressing the triple challenge of poverty, inequality and unemployment."

Prof. Tshilidzi Marwala, Vizekanzler der Universität Johannesburg, forderte die Regierung auf, das Thema Künstliche Intelligenz (KI) anzugehen, da KI wichtige Fortschritte im Gesundheitssektor des Landes ermögliche. Darüber hinaus sei es nötig, ressortspezifische Strategien zu entwickeln, um die Auswirkungen der vierten industriellen Revolution zu steuern. So solle das Ministerium für soziale Entwicklung beispielsweise die Fortschritte im Zuge der vierten industriellen Revolution nutzen, um die Ungleichheit im Land bekämpfen. Vom Wissenschafts- und Technologieministerium erwartet Marwala eine Überarbeitung der vor 10 Jahren verabschiedeten Strategie zu Advanced Manufacturing.

Das C4IR-Partnerzentrum in Südafrika wird Projekte in den Bereichen KI und Maschinelles Lernen, Internet der Dinge, Blockchain und andere Distributed-Ledger-Techniken sowie Präzisionsmedizin bearbeiten. Der Start ist für September 2019 geplant.

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Quelle: South African Department of Science and Technology Redaktion: von Alexander Bullinger, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: Südafrika Themen: Information u. Kommunikation Strategie und Rahmenbedingungen

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