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Weitere wichtige Kooperationsfelder: Tunesien

Innovationsförderung und Unternehmensberatung

Die GIZ setzt im Auftrag des BMZ das Vorhaben "Unterstützung der Klein- und Mittelindustrie bei der Marktöffnung"  um.
Projektlaufzeit: 2004 – 2012
Gesamtbudget: 10 Mio. EUR

Ziel des Vorhabens ist, dass der tunesische KMU-Sektor von einem verbesserten Fördersystem in Bezug auf Innovation, unternehmerisches Denken und Existenzgründungen profitiert. Das Vorhaben arbeitet dabei sowohl auf nationaler Ebene als auch in verschiedenen Regionen des Landes.

Das Vorhaben setzt sich aus drei Komponenten zusammen:

1. Innovationssystementwicklung

Die Komponente "Innovationssystementwicklung" legt den Schwerpunkt auf die Verbesserung des Angebots an Beratungsdienstleistungen für KMU im Bereich Innovation, die Vernetzung Wirtschaft-Wissenschaft und die Finanzierungsmechanismen für Innovationen. Darüber hinaus berät sie das Industrieministerium und das tunesische Ministerium für Hochschulbildung und Forschung bei der Gestaltung einer kohärenten Innovationspolitik.
Darüber hinaus wurde ein interministerielles "Innovations- Scoreboard" aufgebaut. Mit diesem Instrument können regelmäßig die Innovationsaktivitäten auf Unternehmensebene und die sie beeinflussenden Faktoren und Politiken gemessen und analysiert werden. Einer seiner 95 Indikatoren misst zum Beispiel die Ausgaben der Unternehmen für Forschung und Entwicklung in Tunesien. Die aus dem Scoreboard gewonnenen Informationen helfen der tunesischen Regierung, eine geeignete Innovationspolitik zu formulieren und deren Umsetzung effektiv zu steuern.

2. Unternehmerbildung/ Existenzgründung

Die Komponente "Unternehmerbildung/ Existenzgründung" zielt auf die Schaffung eines in sich stimmigen, an der Nachfrage der Unternehmen ausgerichteten Systems informationeller, fachlich-technischer und finanzieller Förderung. Dabei werden zielgruppenspezifische Anforderungen, wie beispielsweise die von Hochschulabsolventen, rückkehrenden Immigranten und Frauen, berücksichtigt.

3. Interministerielle Zusammenarbeit

Zugleich wird die interministerielle Zusammenarbeit zur Abstimmung von Strategien und Maßnahmen zur Förderung von Beschäftigung und Unternehmensgründungen angebahnt. Insbesondere wird das mit Lehrinhalten und -methoden an Universitäten befasste tunesische Ministerium für Hochschulbildung und Forschung in die nationale Politik zur Unternehmerbildung und Existenzgründung mit einbezogen. So wurde bereits eine Kommission zur Erarbeitung konkreter Arbeitsvorschläge begründet, die u.a. die Einführung von Diplomarbeiten in Betrieben als ein Vorschlag unterbreitet.
Eine interministerielle Vereinbarung zur Kooperation zwischen Hochschulen und Wirtschaftsförderinstitutionen ist zurzeit in Vorbereitung.

Das Vorhaben erzeugt zudem starke Synergieeffekte zusammen mit dem EU-geförderten Vorhaben PASRI  (Le Projet d'Appui au Système de Recherche et de l'Innovation).
Laufzeit: 2011 – 2014;
Vorhabenbudget: 12 Mio. EUR

Stand August 2013

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