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Global Innovation Index 2018: Singapur (Südostasien) und China arbeiten sich nach vorne

Berichterstattung weltweit

Die elfte Edition des Global Innovation Index (GII) bewertet die Investitionen und Innovationsergebnisse von 126 Ländern. Berücksichtigt werden dabei politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, Investitionen in Bildung, Forschung und Entwicklung (FuE) sowie Ergebnisse in den Bereichen Wissen, Technologie und Kreativität. Das bestplatzierte Land in Südostasien ist weiterhin Singapur, das sich von Rang 7 auf Rang 5 verbessert. Erstmals konnte sich China unter den TOP 20 platzieren. Sowohl Australien als auch die südostasiatischen Länder Indonesien, Malaysia, Thailand und Vietnam sind auf der weltweiten Rangliste weiter nach oben geklettert.

Der GII wird von der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO), der Cornell Universität und der Business School INSEAD herausgegeben. Thematischer Schwerpunkt der diesjährigen Ausgabe sind Innovationen im Energiesektor. Dabei wird hervorgehoben, dass gerade in diesem Bereich Innovationen nicht ausschließlich technologischer Natur sein können, sondern dass neue soziale Modelle (z.B. Konzepte wie Smart Cities) notwendig sein werden. Der Bericht beleuchtet in einer Reihe von Beiträgen, wie einzelne Länder (z.B. Brasilien, China, Chile und Singapur) und Regionen wie Subsahara-Afrika in erneuerbare Energien investieren.

Europa ist immer noch der Kontinent, der auf dem Global Innovation Index die meisten vorderen Rangplätze belegt. Unter den ersten 20 befinden sich 11 europäische Länder. Wie auch in den vergangenen sieben Jahren wurde die Schweiz am besten bewertet. Im Vergleich zum Vorjahr haben die Niederlande und Schweden die Plätze getauscht und liegen nun auf den Rängen zwei und drei. Weitere europäische Länder sind Großbritannien (Rang 4), Finnland (7), Dänemark (8) und Irland (10). Deutschland nimmt wie im Vorjahr den neunten Rang ein.

Unter den Top 100 des Global Innovation Index finden sich in diesem Jahr alle Länder in Südostasien, Ostasien und Ozeanien. Die bestplatzierten drei Länder sind Singapur mit Rang 5, Südkorea (12) und Japan (13). Singapur nimmt einen Spitzenplatz in Bezug auf politische Stabilität, staatliche Regulierung, Fertigung von Hochtechnologien sowie ausländische Direktinvestitionen ein. Japan ist die Nummer 1 in Bezug auf FuE-Investitionen der Wirtschaft, ein Bereich, in dem sich auch Südkorea sehr gut platzieren kann. Während Japan mit der Registrierung von Patenten an verschiedenen Orten punktet, nimmt Südkorea einen sehr guten achten Rang bei der Kreation von Apps für mobile Geräte („mobile app creation“) ein.

Ein Professor der Cornell University weist darauf hin, dass eine Reihe von Ländern mit mittlerem Einkommen in die Kategorie der Macher und Impulsgeber („Movers and Shakers“) gehören. Dazu rechnet er neben China und Malaysia auch Indien, Iran, Mexiko sowie Thailand und Vietnam. Insbesondere Chinas Platzierung auf dem 17. Rang wird als ein wichtiger Durchbruch für ein Land bewertet, in dem FuE-Investitionen hohe politische Priorität genießen. 2017 war damit das erste Jahr, in dem China sich unter den Top 20 des Global Innovation Index platzieren konnte. Derweil hat sich Australien von Rang 23 auf Rang 20 vorgeschoben. Auch die fünf südostasiatischen Länder Indonesien (Rang 85), Malaysia (35), Thailand (44) und Vietnam (45) sind seit dem vergangenen Jahr auf dem Index weiter nach oben geklettert, womit sie auch den Druck auf die traditionellen asiatischen Zugpferde Singapur, Südkorea und China erhöhen.

In Zentral- und Südasien liegt wenig überraschend Indien auf dem ersten Rang. Auch durch Produktivitätssteigerungen und den Export von Dienstleistungen im Zusammenhang mit Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) konnte Indien sich von Rang 60 auf Rang 57 verbessern.

Die USA haben in dem Ranking - teilweise durch Änderungen der Berechnungsmethoden - zwei Plätze verloren und belegen nun Rang 6. In absoluten Zahlen investieren die USA hingegen weiterhin weltweit am meisten in Forschung und Entwicklung.

In Lateinamerika und der Karibik liegt Chile an der Spitze, dank guter staatlicher Regulierung, einem leichten Zugang zu Krediten und Märkten sowie hohen ausländischen Investitionen.

In der Region Nordafrika und Westasien belegen Israel, Zypern und die Vereinigten Arabischen Emirate die vorderen Plätze. In Subsahara-Afrika gehören Südafrika, Mauritius und Kenia zu den führenden Ländern. Dabei können sowohl Südafrika als auch Kenia mit dem Zugang zu günstigen Krediten punkten, zusammen mit einem gut verzahnten Hochschul- und Unternehmenssektor.

Zum Nachlesen:

Quelle: World Intellectual Property Organization (WIPO) Redaktion: von Sonja Bugdahn, DLR Projektträger Länder / Organisationen: Kenia Südafrika Chile USA China Indien Indonesien Iran Malaysia Republik Korea (Südkorea) Singapur Thailand Vietnam Dänemark Deutschland Finnland Irland Niederlande Schweden Schweiz Vereinigtes Königreich (Großbritannien) Global Australien Themen: Energie Innovation Strategie und Rahmenbedingungen Wirtschaft, Märkte

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Das Schmuckbild zeigt fünf Glühbirnen. Eine Glühbirne leuchtet.

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