StartseiteLänderEuropaItalienBekanntmachung des BMBF zur Förderung transnationaler Forschungsprojekte im Rahmen der gemeinsamen Programminitiative „Eine gesunde Ernährung für ein gesundes Leben“ (JPI HDHL)

Bekanntmachung des BMBF zur Förderung transnationaler Forschungsprojekte im Rahmen der gemeinsamen Programminitiative „Eine gesunde Ernährung für ein gesundes Leben“ (JPI HDHL)

Stichtag: 02.04.2019 Programmausschreibungen

Richtlinie zur Förderung von Zuwendungen für transnationale Forschungsprojekte zum Thema „Einfluss von Ernährung, Lebensmittelkomponenten und Lebensmittelverarbeitung auf die Körpergewichtsregulation und Übergewicht-assoziierte Stoffwechselerkrankungen“ im Rahmen der gemeinsamen Programminitiative „Eine gesunde Ernährung für ein gesundes Leben“ (JPI HDHL) vom 31. Januar 2019 (Bundesanzeiger vom 15.02.2019)

Die vorliegende Bekanntmachung ist die dritte gemeinsame Förderaktivität im Rahmen des ERA-Netz Cofunds „HDHL-INTIMIC“ (HDHL-INtesTInal MICrobiomics). Sie verfolgt den Zweck, exzellente transnationale Forschungskonsortien zu fördern, die das Verständnis über den Einfluss von Lebensmittelkomponenten und/oder Ernährungsweisen auf die Entwicklung von Übergewicht und damit zusammenhängende, stoffwechselbedingte Erkrankungen sowie den Effekt von Lebensmittelverarbeitung auf diese Prozesse vertiefen sollen. Ein weiterer Zweck ist es, die Weiterentwicklung von Nachwuchswissenschaftlern im Bereich Ernährung und Gesundheit zu fördern. Für die vorliegende Fördermaßnahme haben sich 13 Förderorganisationen aus elf Ländern zusammengeschlossen.

Es sollen eines oder beide der folgenden Themenfelder adressiert werden:

  • Identifizierung von Lebensmitteln und ihrer Komponenten oder Ernährungsweisen, die die Appetit- und Körper­gewichtsregulation beeinflussen und/oder einen Effekt auf physiologische Risikofaktoren für die Entstehung von Übergewicht und damit assoziierten Stoffwechselerkrankungen besitzen. Die Erforschung der zugrunde liegenden Mechanismen ist ebenfalls Gegenstand der Förderung. Dies umfasst auch das Verständnis von individuellen Reaktionen auf bestimmte Lebensmittelkomponenten oder Ernährungsweisen.
  • Einfluss von Lebensmittelverarbeitung und/oder Lagerungsbedingungen auf relevante Lebensmittelkomponenten. Dies umfasst auch die Erforschung der Mechanismen, wie dadurch Appetit- und Körpergewichtsregulation und/oder Risikofaktoren für die Entstehung von Übergewicht und damit assoziierten Stoffwechselerkrankungen beeinflusst werden. Dazu können auch Untersuchungen gehören, wie die Menge dieser Lebensmittelkomponenten während der Lebensmittelverarbeitung verändert werden kann, ohne die Akzeptanz der Verbraucherinnen und Verbraucher zu beeinträchtigen.

Um den wissenschaftlichen Nachwuchs gezielt zu fördern, gelten die folgenden Bedingungen:

  • Die Anträge müssen Trainingsmaßnahmen für Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler (Doktorandinnen und Doktoranden und/oder Post-Docs) beinhalten. Beispiele dafür sind Gastaufenthalte bei den internationalen Projektpartnern oder die Durchführung von Summerschools.
  • Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses wird die JPI HDHL eine Trainingsaktivität für diese Zielgruppe durchführen, nachdem die Projekte gestartet sind. Es sind dafür im Finanzierungsplan die Reisekosten für mindestens eine Person zu berücksichtigen.

Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme hat das BMBF den DLR Projektträger − Gesundheit beauftragt. Das Förderverfahren ist mehrstufig angelegt. Zuerst wird ein zweistufiges internationales Begutachtungsverfahren durchgeführt, die deutschen Projektpartner der ausgewählten transnationalen Konsortien werden dann in einer dritten Stufe zum Einreichen förmlicher Förderanträge aufgefordert. In der ersten Verfahrensstufe sind dem gemeinsamen Sekretariat, das bei der französischen Nationalen Agentur für Forschungsförderung (ANR) angesiedelt ist, bis spätestens 2. April 2019 zunächst Projektskizzen vorzulegen.

Redaktion: von Miguel Krux, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Israel Belgien Frankreich Italien Lettland Niederlande Norwegen Schweden Spanien Tschechische Republik EU Themen: Förderung Lebenswissenschaften

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