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Europäisches Forschungsprojekt zur Datensicherheit startet

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Das Forschungsprojekt „CyberSec4Europe“ zum Thema Datensicherheit in Europa nimmt die Arbeit auf. Die Leitung und Koordination der insgesamt 43 beteiligten Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft, Industrie und Gesellschaft liegt bei der Goethe-Universität Frankfurt. Das Projekt umfasst 16 Millionen Euro.

Die Europäische Kommission will im Bereich der Cybersicherheit international Maßstäbe setzen und die Position Europas auf diesem Gebiet festigen. Ziel der neuen Initiative im Rahmen des Förderprogrammes „Horizont 2020“ ist es, ein europäisches Kompetenznetzwerk zu bilden und eine Strategie für Cybersicherheit und Datenschutz als europäische Branchen („Industrien“) zu entwerfen. Für die Pilotphase hat die Kommission insgesamt vier Projekte ausgewählt. Das Projekt „CyberSec4Europe“, von Wirtschaftsinformatiker Prof. Kai Rannenberg von der Goethe-Universität koordiniert, umfasst dabei die meisten Mitgliedsstaaten und befasst sich z.B. mit den für jeden EU-Bürger relevanten Bereichen wie Banken- und Gesundheitswesen, Identitätsmanagement und Smart Cities.

„CyberSec4Europe“ setzt auf bereits vorhandene Strukturen wie „Trust in Digital Life„ (TDL) der „European Cyber Security Organisation“(ECSO) und dem „Council of European Informatics Societies“ (CEPIS) auf und bringt Experten – auch aus unterschiedlichen Disziplinen – zusammen. Unter den 43 beteiligten Partnern aus 20 Ländern der Europäischen Union sowie aus Norwegen und der Schweiz sind neben Universitäten und Forschungsinstituten auch Forschungseinrichtungen von Wirtschaftsunternehmen wie Siemens oder ATOS. Innerhalb der nächsten 42 Monate werden alle daran arbeiten, die Forschungs- und Innovationsfähigkeit der EU in diesem Bereich zu stärken.

Im Vordergrund steht hierbei stets die Frage nach der „Governance“: Wie soll die Datensicherheit geregelt sein, wer hat in welchem Bereich das Sagen? Als Ausgangsmaterial werden sieben Fallbeispiele untersucht, die die enge Anbindung an reale Problemlagen gewährleisten. „Anhand dieser Real Life Beispiele wollen wir untersuchen, wo Strukturen, Regelungen und Technologien fehlen“, sagt Prof. Rannenberg, der Koordinator des Konsortiums. So geht es zum Beispiel um die Frage, wie die Europäische Datenschutzverordnung und die Payment Service Directive 2 (PSD2) austariert werden können. Die PSD2 soll eigentlich den Wechsel von Bankkunden zu einem anderen Institut erleichtern, indem die neue Bank auf die erforderlichen Bankdaten anhand von Schnittstellen leichter zugreifen kann. Was ist zu tun, um die Daten des betroffenen Bürgers vor unbefugten Zugriffen zu schützen?

Quelle: Goethe-Universität Frankfurt am Main via IDW Nachrichten Redaktion: von Mirjam Buse, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: Norwegen Schweiz EU Themen: Information u. Kommunikation Innovation Sicherheitsforschung

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