StartseiteThemenDigitaler WandelSPARTA: Europäisches Forschungsprojekt zur Cybersicherheit gestartet

SPARTA: Europäisches Forschungsprojekt zur Cybersicherheit gestartet

Berichterstattung weltweit

44 Akteure aus 14 EU-Mitgliedsstaaten forschen unter der Koordination der französischen Behörde für Atom und erneuerbare Energien CEA zum Thema Cybersicherheit und wollen so zur Unabhängigkeit Europas in diesem Bereich beitragen.

Das Pilotprojekt SPARTA wird im Rahmen des EU-Programms Horizont 2020 gefördert und vereint 44 Akteure aus 14 EU-Mitgliedsstaaten. Es bringt Forschungseinrichtungen, Unternehmen und staatliche Stellen zusammen und hat sich zum Ziel gesetzt, gemeinsam exzellente Forschung und Innovation zu entwickeln sowie umzusetzen, um die strategische Autonomie Europas im Bereich Cybersicherheit zu stärken. Die Partner wollen „Forschung, Innovation und Ausbildung im Bereich Cybersicherheit in Europa neu denken – fächer- und kompetenzübergreifend, von den Grundlagen bis zur Anwendung und sowohl im akademischen als auch im industriellen Bereich“.

SPARTA beinhaltet vier Forschungsschwerpunkte und sieht sich an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Technologie-Innovationen und Sozialwissenschaften:

  • Gesundheit
  • Energie, Finanzen, Verkehr
  • Informations- und Kommunikationstechnologien und die Industrie
  • E-Government und öffentliche Verwaltung

Koordiniert wird das Konsortium wird von der französischen Behörde für Atom und erneuerbare Energien CEA (Commissariat à l'énergie atomique et aux énergies alternatives). Daneben sind aus Frankreich der Hochschulverbund Institut Mines-Télécom (IMT), die Nationale Agentur für Sicherheit von Informationssystemen Anssi (Agence nationale de la sécurité des systèmes d’information), das Nationale Forschungsinstitut für Informatik und Automatik INRIA (Institut national de recherche en informatique et en automatique), der Thales-Konzern und das auf IT-Sicherheit spezialisierte Unternehmen YES WE HACK beteiligt. Allein am INRIA werden acht Forschungsgruppen und beide Hochsicherheitslabore bei SPARTA mitarbeiten und insbesondere zur Datensicherheit vernetzter Geräte forschen. Von deutscher Seite ist insbesondere das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI Teil des Konsortiums.

SPARTA ist eines von vier Cybersicherheits-Netzwerken, die von der EU gefördert werden und insgesamt 160 Partner aus 26 EU-Mitgliedsstaaten zusammenbringen. Sie sollen gemeinsam den Grundstein für ein Europäisches Cybersicherheits-Kompetenznetzwerk legen und zu einer Europäischen Cybersicherheits-Industriestrategie beitragen. Die meisten Projektpartner kommen aus Deutschland (13,9 Prozent der Teilnehmer; 18,8 Prozent des Gesamtbudgets) und Italien (14,5 Prozent der Teilnehmer; 15 Prozent des Gesamtbudgets). Frankreich kommt an dritter Stelle (10,2 Prozent der Teilnehmer; 9,4 Prozent des Gesamtbudgets). Die Kommission investiert in die vier Projekte über 63,5 Millionen Euro.

Ebenfalls in diesem Jahr gestartet sind: CONCORDIA (CyberSecurity Competence for Research and Innovation), ECHO (European network of Cybersecurity centres and competence Hub for innovation and Operations) und CyberSec4Europe.

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Quelle: INRIA, CEA Redaktion: von Kathleen Schlütter, Deutsch-Französische Hochschule Länder / Organisationen: Frankreich EU Themen: Förderung Information u. Kommunikation Sicherheitsforschung

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