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Europäisches Forschungsmarketing in den USA

Erfolgsgeschichten

Nicht "Go West" – nach Osten sollen die Forscher ziehen, die sich in den USA in verschiedenen Stufen ihrer Forscherkarriere befinden. Um Lust auf Europa zu machen, haben europäische Mitgliedstaaten und die EU-Kommission sich über das Strategieforum für Internationale Forschungszusammenarbeit (SFIC) zusammengeschlossen, um die Initiative "Destination Europe" durchzuführen. Sie besteht aus unterschiedlichen Veranstaltungen in den USA, die US-Amerikanern und europastämmigen Forschern, die in den USA tätig sind, die finanziellen und programmatischen Möglichkeiten zeigen, welche sich ihnen für eine Forscherkarriere in Europa bieten.

Die Anfänge der Kampagne

Mitgliedstaaten und EU-Kommission haben in der Vergangenheit häufig festgestellt, dass die Möglichkeiten, die Europa an Exzellenz in der Forschung und Lebensqualität bietet, im Ausland häufig nicht bekannt sind. Noch weniger sind die diversen Fördermöglichkeiten bekannt, die nationale und europäische Programme bieten, um Rückkehrer oder Ausländer in die europäische Forschungslandschaft zu integrieren. "Destination Europe" hat als Zielgruppe Forscher in den USA gewählt, denn die USA sind einer der wichtigsten Partner der EU in Forschung und Innovation, mit einem hohen Anteil an Europäern, die dort leben und arbeiten.

Von der Ostküste zur Westküste

Die Kombination aus finanzieller und organisatorischer Unterstützung von Seiten der EU-Kommission und inhaltlicher Ausgestaltung der Kampagne von Seiten der Mitgliedstaaten ermöglicht eine bisher einzigartige Darstellung der Möglichkeiten für Forscher, ihre Karriere in Europa fortzuführen und auszubauen. Bisherige Veranstaltungen waren eine Konferenz auf der MIT Career Fair in Boston im Januar 2012 und eine Konferenz mit integrierter Messe im Dezember 2012 in San Francisco. Die Besucher erfuhren von "Testimonials" – amerikanische Forscher, die ihr Glück in Europa gefunden haben – wie lebenswert verschiedene Orte in Europa sind und wie erstklassig dort Forschung in unterschiedlichen Bereichen betrieben wird. Informationsstände der Mitgliedstaaten standen für individuelle Fragen bereit. In kleineren parallelen Seminaren konnten einzelne Mitgliedsstaaten oder Regionen ihre Förder- und Stipendienprogramme für US-Forscher darstellen, ebenso wie die europaweiten Programme in Vorträgen des European Research Council (ERC) und des Marie Curie Programmes erläutert wurden.

Von Norden nach Süden

Mit über 200 Teilnehmern wurde das große Interesse an Europa bewiesen, das bei Post-Docs, Juniorforschern, forschungsnahen Unternehmern und Start-ups und Professoren besteht. Kommission und Mitgliedsstaaten sind entschlossen, die Kampagne fortzuführen und das Konzept weiter zu verbessern. In künftigen Veranstaltungen soll nicht nur geographisch informiert werden, sondern auch thematisch: mehrere Mitgliedsstaaten könnten dann ihre nationalen Fördermöglichkeiten für spezielle Fachgebiete in einer gemeinsamen Session darstellen. Dies ist für viele Forscher noch attraktiver, da sie nach der besten Option suchen, ihre Karriere in ihrem Fachbereich voranzutreiben. Für die kommenden Jahre sind "Destination Europe"-Konferenzen in Chicago, Washington und Texas im Gespräch. Zusätzlich wird die Kommission die Gelegenheit großer Forschungs- und Innovationsveranstaltungen in den USA nutzen, um "Destination Europe" gemeinsam mit vereinzelten Mitgliedsstaaten, die ohnehin an diesen Veranstaltungen teilnehmen, zu präsentieren.

Deutsche Einrichtungen mit Erfolg vertreten

Die "Destination Europe"-Kampagne hat ein neues Level der Zusammenarbeit zwischen Mitgliedsstaaten und Kommission ermöglicht. Deutschland hat diese Chance schon in den Anfängen erkannt und gewusst, dass eine solche Initiative viel mehr Forschende in den USA erreichen kann als eine rein deutsche Initiative. Das BMBF und seine Vertretungen in den USA sind bei der Koordination der deutschen Teilnehmer – u.a. DFG, Alexander von Humboldt, DAAD, Helmholtz - sehr engagiert, unterstützt vom Internationalen Büro.

Redaktion: Länder / Organisationen: EU USA Themen: Fachkräfte Förderung

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