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Forschung und Praxis in der Landwirtschaft verzahnen

Erfolgsgeschichten

Wissens- und Innovationsentwicklung sind grundlegende Prozesse gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Entwicklung und ausschlaggebend in der Bewältigung der sozio-ökonomischen Transformation.

Den post-sowjetischen Nachfolgestaaten Zentralasiens und des Kaukasus gelingt es bisher jedoch nur begrenzt, ihre Entwicklungsziele in den Bereichen Marktwirtschaft, Ernährungs- und Energiesicherheit zu erreichen. Angesichts begrenzter Ressourcen und weit verbreiteter, ländlicher Armut ist die Landwirtschaft in allen Staaten der Großregion Kaukasus und Zentralasien von zentraler Bedeutung für die Ernährungssicherung der Bevölkerung. Zur Bewältigung der Herausforderungen des Übergangs spielen daher die Verbesserung des landwirtschaftlichen Wissens sowie die Entwicklung von lokal angepassten Innovationen, die dem rechtlichen und finanziellen Rahmen der möglichen Innovationsadaptation der lokalen Landwirte entsprechen, eine ausschlaggebende Rolle.

Um jedoch ihre lokale Anwendbarkeit zu garantieren, müssen Innovationen lokal, durch den Einbezug der örtlich vorhandenen Expertise und des impliziten Systemwissens entwickelt und über lokale Netzwerke und Kanäle verteilt werden.

Projekt zu landwirtschaftlichen Wissens- und Beratungssystemen

Das Projekt mit dem Titel "Landwirtschaftliche Wissens- und Beratungssysteme im postsowjetischen Georgien und Tadschikistan", durchgeführt unter Leitung von Dr. Anna-Katharina Hornidge am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF), befasst sich daher genau mit dieser Thematik: Es ist das Ziel, am Beispiel der Landwirtschaft, die lokal vorhandenen Kulturen, Akteure und Strukturen der landwirtschaftlich ausgerichteten Wissens- und Innovationsentwicklung, sowie die Kanäle der Innovationsdiffusion zu erforschen.

Durch eine Reihe von Workshops mit lokalen Akteuren, darunter Vertreter der Bauernverbände, lokaler NROs und lokal tätigen internationalen Geberorganisationen, bietet das Projekt eine Plattform für laufende Diskussionen über die Entwicklung eines landesweiten landwirtschaftlichen Beratungssystems. So stärken sich Forschung und Praxis gegenseitig, und das Bewusstsein und die Kapazitäten für die Entwicklung von Kreativität und Know-how in der Landwirtschaft und deren Verbreitung werden auf individueller und organisatorischer Ebene gefördert.

Bisherige Workshops des Projektes

Seit Beginn des Projekts im November 2011 wurden ein großer wissenschaftlicher Workshop in Duschanbe (Tadschikistan), ein Stakeholder-Workshop in Sharituz (Tadschikistan), ein weiterer in Gori (Georgien) und zwei interne Prozess-Workshops in Bonn durchgeführt. Regional konzentriert sich die Forschung in Tadschikistan auf Pendžikent (Provinz Sogd) und Šachrtuz (Provinz Chatlon), sowie in Georgien auf Gurjaani (Provinz Kachetien) und Gori (Provinz Schida Kartli).

Redaktion: Länder / Organisationen: Georgien Tadschikistan Themen: Information u. Kommunikation Infrastruktur Lebenswissenschaften

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