StartseiteAktuellesRP5 - Das 5. Rahmenprogramm (1998-2002) der Europäischen Union

RP5 - Das 5. Rahmenprogramm (1998-2002) der Europäischen Union

Bildungs- und Forschungskooperation

Im Forschungsrahmenprogramm, das in der Regel eine Laufzeit von vier Kalenderjahren hat, sind die wissenschaftlichen und technologischen Ziele, die Grundzüge der Maßnahmen und Forschungsprioritäten, der Gesamthöchstbetrag und die vorläufige Aufteilung der Mittel sowie die Einzelheiten der finanziellen Beteiligung der Gemeinschaft festgelegt.

 

Primäres Ziel des Rahmenprogramms ist es, die wissenschaftlichen und technologischen Grundlagen der Industrie der Gemeinschaft zu stärken und die Entwicklung ihrer internationalen Wettbewerbsfähigkeit zu fördern sowie alle Forschungsmaßnahmen zu unterstützen, die aufgrund anderer Politiken der Gemeinschaft für erforderlich gehalten werden.

 

Das Fünfte Rahmenprogramm (RP5) wurde am 22. Dezember 1998 vom Ministerrat angenommen und besteht aus zwei Teilen: dem Fünften Rahmenprogramm der Europäischen Gemeinschaft für Aktivitäten im Bereich Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration und dem Fünften Euratom-Rahmenprogramm für Forschungs- und Ausbildungsaktivitäten im Nuklearbereich.

 

Das RP5 basiert auf einer vereinfachten, mehrthematischen Struktur, die sich aus sieben spezifischen Programmen zusammensetzt. Vier dieser spezifischen Programme sind thematische Programme, und bei den anderen drei Programmen handelt es sich um horizontale Programme.

 

Die thematischen Programme behandeln eine Reihe spezifischer Probleme und umfassen:

  • Lebensqualität und Management lebender Ressourcen (LIFE QUALITY);
  • Benutzerfreundliche Informationsgesellschaft (IST);
  • Wettbewerbsfähiges und nachhaltiges Wachstum (GROWTH);
  • Energie, Umwelt und nachhaltige Entwicklung (EESD)

Die horizontalen Programme ergänzen die thematischen Programme und gehen auf allgemeine Bedürfnisse in allen Forschungsbereichen ein:

  • Stärkung der internationalen Rolle der Gemeinschaftsforschung (INCO 2);
  • Förderung von Innovation und Unterstützung der Teilnahme von KMU (INNOVATION-SME);
  • Verbesserung des Humanforschungspotentials und der sozioökonomischen Wissensgrundlage (HUMAN POTENTIAL).

Außerdem gibt es das spezifische Euratom-Programm für Forschung und Ausbildung im Bereich Nuklearenergie, das die Bereiche der kontrollierten Kernfusion und Kernspaltung umfaßt.

 

Sowohl die Rahmenprogramme der Europäischen Gemeinschaft als auch die Euratom-Rahmenprogramme beinhalten ebenfalls ein spezifisches Programm für direkte FTE-Aktionen, die von der Gemeinsamen Forschungsstelle (GFS) der Europäischen Kommission durchzuführen sind. Diese umfassen Forschungs-, wissenschaftliche und technische Unterstützung auf institutioneller Ebene.

Redaktion: von Miguel Krux, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: EU Themen: Förderung

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