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62 forschungsnahe Startup-Projekte in Frankreich ausgezeichnet

Berichterstattung weltweit

Zum 19. Mal hat das französische Ministerium für Hochschulwesen, Forschung und Innovation MESRI zusammen mit der Investitionsbank bpifrance im Juli 2017 vielversprechende Gründungsvorhaben ausgezeichnet, die Forschungsergebnisse verwerten.

400 Projekte hatten sich um die „i-lab“-Auszeichnung beworben, 62 wurden ausgezeichnet. Es handelt sich um Projekte, die vor der Unternehmensgründung stehen oder diese vor kurzem umgesetzt haben. Die Mehrheit der Preisträger/-innen stammt aus den Bereichen Gesundheit oder Digitales. 40 Prozent sind promoviert, über die Hälfte stammen aus der öffentlichen Forschung oder wurden von einem der akademischen Inkubatoren begleitet und 25 Prozent wurden in einer der Einrichtungen zur Beschleunigung des Technologietransfers SATT (Sociétés d'accélération de transfert de technologies) weiterentwickelt.
Die jungen Unternehmen erhalten jeweils eine Förderung von bis zu 450.000 Euro. Die Preisträger/-innen erhalten zudem die Möglichkeit, am Programm „New Technology Venture Accelerator“ des französischen Außenministeriums teilzunehmen. Dort werden Unternehmen auf die Expansion auf den nordamerikanischen Markt vorbereitet.

Fünf Projekte, die sich besonders überzeugend Themen der strategischen Agenda „France Europe 2020“ widmen, erhielten den Großen Preis der Jury:

  • Thrust me“ hat einen kleinen aber leistungsstarken Motor mit Ionenantrieb für kleine Satelliten entwickelt; die Technologie ist patentiert und aus Forschungsergebnissen der École polytechnique und des Nationalen Zentrums für wissenschaftliche Forschung CNRS (Centre national de la recherche scientifique) entstanden.
  • „Isymap“ vermisst mithilfe von Drohnen und autonomen Sensoren Gebiete, in die Menschen sich zum Beispiel aufgrund von Radioaktivität nicht selbst begeben können. Im April 2016 wurde ein Patentantrag eingereicht.
  • SparingVision“ ist eine Ausgründung des renommierten Instituts für Augenlicht (Institut de la Vision) und entwickelt innovative Therapien für degenerative Erkrankungen der Netzhaut.
  • „Phytheas Technology“ hat ein Wasserkraftwerk für Gewässer mit geringem Gefälle (unter 1,50 Meter) entwickelt. 
  • „Diabolic“ hat einen therapeutischen, bereits patentierten, Ansatz zur Heilung von Diabetes 2 (insulin-unabhängig) entwickelt, bei dem mit Hilfe der Steuerung eines Peptids im Fettgewebe die Glyzerin-Regulierung angeregt wird.

Drei der fünf Startups werden von Frauen geleitet. Unter allen Preisträgern/-innen 2017 sind fünf Prozent weiblich.

Seit der ersten Preisverleihung vor 19 Jahren wurden 1.820 Unternehmen gegründet, von denen 70 Prozent noch immer aktiv sind. Die Online-Datenbank ScanR bietet eine Übersicht aller Bewerbungen und Preisträger/-innen im i-lab-Wettbewerb seit 1999.

Quelle: MESRI Redaktion: von Kathleen Schlütter, Deutsch-Französische Hochschule Länder / Organisationen: Frankreich Themen: Förderung Innovation

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