StartseiteAktuellesNachrichtenAlexander von Humboldt-Stiftung: Scouting-Programm holt umworbene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Deutschland

Alexander von Humboldt-Stiftung: Scouting-Programm holt umworbene Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Deutschland

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Was in der Wirtschaft oder im Sport lange üblich ist, wird auch in der Wissenschaft immer wichtiger: Das Scouting von genau zu einem gesuchten Profil passenden Personen. Mit dem Henriette Herz-Scouting-Programm eröffnet die Alexander von Humboldt-Stiftung deshalb einen alternativen, direkten Zugang zum renommierten Humboldt-Forschungsstipendium. Es soll ein Modell für die direkte Rekrutierung von Talenten für den Forschungsstandort Deutschland sein.

Ab sofort können sich erfolgreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Deutschland im Rahmen des neuen Henriette Herz-Scouting-Programms der Alexander von Humboldt-Stiftung um die Position eines Scouts bewerben. Als Humboldt-Scouts können sie bis zu drei internationale Wunschkooperationspartner direkt mit einem Humboldt-Forschungsstipendium für eine Zusammenarbeit nach Deutschland holen.

So sollen stark umworbene, beispielsweise auf besonders nachgefragten Fachgebieten tätige Forschende gewonnen werden. Gleichzeitig soll der Anteil der im Humboldt-Forschungsstipendienprogramm geförderten Frauen erhöht werden. Denn das erste der jeweils drei Stipendien soll an eine Wissenschaftlerin gehen.

Die Scouts werden in einem Peer-Review-Verfahren durch einen Auswahlausschuss ausgewählt. Die erste Auswahl findet Anfang Dezember 2020 statt. Bewerber sollten eine Professur oder eine vergleichbare Position in Deutschland innehaben, fachlich hervorragend und international gut vernetzt sein sowie bereits Erfahrung in der Betreuung von Nachwuchsforschenden haben. Anträge können jederzeit online bei der Stiftung eingereicht werden. Weitere Hinweise zur Online-Bewerbung und Informationen zum Programm sind auf den Internetseiten der Alexander von Humboldt-Stiftung verfügbar.

Für die durch das Scouting-Verfahren gewonnenen Stipendiatinnen und Stipendiaten gelten dieselben Qualitätsmaßstäbe wie für Bewerberinnen und Bewerber im Humboldt-Forschungsstipendienprogramm. Zwölf Monate nach Abschluss der Förderung findet eine Ex-post-Begutachtung der geförderten Stipendiatinnen und Stipendiaten statt.

Neben bereits erfahrenen und mit der Humboldt-Stiftung eng verbundenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sollen mit diesem neuen Instrument auch jüngere Forschende als Gastgeber von Humboldt-Stipendiaten gewonnen werden, die bislang nicht oder wenig im Humboldt-Netzwerk aktiv waren.

Begleitend zur Einführung des neuen Programms werden einmalig Henriette Herz-Preise für innovative Rekrutierungskonzepte vergeben. Bewerben können sich Universitäten mit Promotionsrecht in Deutschland mit einem Pilotprojekt zum Exzellenz-Scouting von internationalen Nachwuchswissenschaftlern. Insgesamt acht Anträge werden jeweils mit bis zu 125.000 Euro gefördert.

Das Henriette Herz-Scouting-Programm und der Henriette Herz-Preis werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert.

Quelle: Alexander von Humboldt-Stiftung Redaktion: von Miguel Krux, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Global Themen: Fachkräfte Förderung

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