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Amtsantritt der neuen Präsidentin des Europäischen Forschungsrates Maria Leptin

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Die deutsche Entwicklungsbiologin und ehemalige Direktorin der European Molecular Biology Organization (EMBO) Maria Leptin hat zum 1. November ihr Amt als Präsidentin des Europäischen Forschungsrates (European Research Council − ERC) für die kommenden vier Jahre angetreten und ihre ambitionierten Pläne dargelegt.

Bereits im Juni dieses Jahres hatte die Europäische Kommission die Berufung Leptins zur neuen ERC-Präsidentin bekanntgegeben. Seit Anfang November bekleidet sie das Amt offiziell. Anlässlich ihres Amtsantritts äußerte sie gegenüber dem Online-Magazin Science|Businness ihre Pläne und Ambitionen: Eines ihrer Hauptanliegen sei es, die Unabhängigkeit des Europäischen Forschungsrates zu bewahren und weiterhin auf die themenoffene und ausschließlich exzellenzgetriebene Förderung zu setzen. Langfristig strebe Leptin die Verdopplung der finanziellen Mittel an, die sich in der laufenden Förderperiode von 2021 bis 2017 bei rund 16 Milliarden EUR liegen. Die aktuelle Förderquote von 12 Prozent ergebe sich ausschließlich aus den zu Verfügung stehenden Mitteln. Weitere 10 Prozent der eingereichten Anträge verfügten über die gleiche wissenschaftliche Qualität und erfüllten sämtliche Förderkriterien, müssten aber auf Grund fehlender Mittel abgelehnt werden.

Die Erhöhung des Budgets ist für Leptin ein Langzeitprojekt, das sich frühestens mit dem nächsten langfristigen EU-Haushalt ab dem Jahr 2028 erfüllen ließe. Bis dahin verfolgt sie das Ziel, bei den Mitgliedsstaaten und den EU-Bürgerinnen und -Bürgern ein Bewusstsein für die Erfolge und die Bedeutung des Europäischen Forschungsrates und seiner Förderaktivitäten zu schaffen. Dazu setzt sie auf ein bessere Wissenschaftskommunikation und möchte Forschende aus ERC-geförderten Projekten verstärkt mit Medien vernetzen.

Bereits im Juni betonte Leptin in einem Interview mit der EU-Kommission die Bedeutung von internationalen Kooperationen für exzellente Forschung. Sie äußerte in diesem Zusammenhang die Hoffnung, dass auch weiterhin Forschende aus dem Vereinigten Königreich sowie anderen assoziierten Staaten an den Förderprogrammen des ERC teilnehmen können.

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Quelle: Science|Business / Europäische Kommission Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: EU Themen: Förderung sonstiges / Querschnittsaktivitäten

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