StartseiteAktuellesNachrichtenAuswärtiges Amt und Gerda Henkel Stiftung unterstützen gemeinsam Wiederaufbau in Nepal

Auswärtiges Amt und Gerda Henkel Stiftung unterstützen gemeinsam Wiederaufbau in Nepal

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Gerda Henkel Stiftung und Auswärtiges Amt stellen Fördermittel in Höhe von 1,25 Million Euro für den kulturellen Wiederaufbau in Nepal bereit.

Am 25. April und 12. Mai 2015 wurde Nepal jeweils von schweren Erdbeben getroffen. Die Schockwellen verursachten unermessliches Leid, tausende Menschen verloren ihr Leben. Neben der humanitären Katastrophe hatten die Beben eine vernichtende Wirkung auf ein wichtiges kulturelles Erbe der Menschheit: Zahllose historisch bedeutende Bauwerke in Nepal wurden ganz oder teilweise zerstört, viele Häuser und Tempel sind seitdem einsturzgefährdet. Das Auswärtige Amt und die Gerda Henkel Stiftung haben nun vereinbart, Maßnahmen anzustoßen und zu unterstützen, mit denen die humanitäre Hilfe für die Bevölkerung ergänzt und bedeutende Bauwerke wiedererrichtet werden sollen. Dies gab Außenminister Frank-Walter Steinmeier gestern zum Auftakt eines Internationalen Symposiums im Weltsaal des Auswärtigen Amts bekannt. Alle Projekte werden im engen Dialog mit Partnern in Nepal entwickelt und maßgeblich von einheimischen Experten durchgeführt. Die Zusammenarbeit mit lokalen Handwerkern und die Ausbildung von Wissenschaftlern sind weitere wesentliche Anliegen. Die Gerda Henkel Stiftung stellt im Rahmen der Initiative Fördermittel in Höhe von einer Million Euro zur Verfügung, das Auswärtige Amt 250.000 Euro. Die Dr. Martin Herrenknecht Verwaltungs GmbH spendet 25.000 Euro.

Außenminister Frank-Walter Steinmeier erklärte dazu: „Nach dem schweren Erdbeben in Nepal beweist die Gerda Henkel Stiftung Weitsicht: Denn nicht nur die Menschen Nepals sind Leidtragende der Naturkatastrophe, sondern auch das Kulturerbe des Landes hat großen Schaden genommen. Was das für die Menschheit bedeutet, ist uns in der unmittelbaren Zeit der Krise meist noch nicht bewusst. Umso wichtiger ist es, Krisenbewältigung von vorneherein auch mit Blick auf die kulturelle Dimension der Katastrophe zu betreiben. Die neue Nepal-Initiative und die Gelder, die für sie bereitgestellt werden, ermöglichen nun wichtige Notfallmaßnahmen wie beispielsweise die Sicherung und den Wiederaufbau bedeutsamer Tempel unter Beteiligung lokaler Handwerker.“

Das Auswärtige Amt ist seit 1981 mit rund 883.000 Euro im Rahmen seines Kulturerhalt-Programms in Nepal aktiv und hat u.a. Restaurierungsmaßnahmen in der Königlichen Palastanlage von Patan als Teil der UNESCO-Weltkulturerbestätten finanziert. Die Gerda Henkel Stiftung wird sich u.a. in der buddhistisch geprägten Kulturlandschaft von Nord-Mustang engagieren. Der Palast in der Stadt Lo Manthang und der Tempel Tashi Choeling in Ghelling, beides Gründungen des 15. Jahrhunderts und infolge der Erdbeben stark beschädigt, werden in Kooperation mit der lokalen Bevölkerung und Studierenden der Kathmandu University gesichert und instandgesetzt.

Kontakt

Dr. Sybille Wüstemann
Gerda Henkel Stiftung, Pressestelle
Tel.: +49 211 93 65 24 19
E-Mail: wuestemann(at)gerda-henkel-stiftung.de

Auswärtiges Amt, Pressestelle
Tel.: 030-1817-2056
E-Mail: presse(at)diplo.de 

Quelle: Gerda Henkel Stiftung / IDW Nachrichten Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Nepal Themen: Förderung sonstiges / Querschnittsaktivitäten

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