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BRICS-Staaten starten Initiative für ein gemeinsames Forschungs- und Entwicklungszentrum für Impfstoffe

Berichterstattung weltweit

Die BRICS-Staaten – Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika – werden die Zusammenarbeit bei der Impfstoffforschung, -herstellung und -zertifizierung verstärken. Ziel ist die Bekämpfung der COVID-19-Pandemie. Zudem sollen Impfstoffe für Entwicklungsländer zugänglicher und erschwinglicher gemacht werden.

Die Gründungsveranstaltung der Initiative fand am 22. März unter Vorsitz des chinesischen Ministers für Wissenschaft und Technologie, Wang Zhigang, statt. An der Online-Konferenz nahmen außerdem Minister, hochrangige Delegierte sowie Expertinnen und Experten aus den BRICS-Staaten teil. 

Neben der Zusammenarbeit in der Impfstoffforschung und -entwicklung wurden weitere Themen diskutiert. So fand ein Erfahrungsaustausch zum Umgang mit der COVID-19-Pandemie statt. Außerdem diskutierte das Podium Strategien für den kooperativen Umgang mit zukünftigen Pandemien zwischen den BRICS-Ländern. 

Das nun auf den Weg gebrachte Impfstoffzentrum soll die gemeinsame Entwicklung von Impfstoffkandidaten ermöglichen. Zudem ist beabsichtigt, eine Zusammenarbeit zwischen den vorhandenen Produktionsstätten der BRICS-Staaten zu etablieren. Produktionsengpässe, wie bei der COVID-19-Pandemie, sollen so künftig vermieden werden.

Die fünf Länder haben für die Zusammenarbeit jeweils nationale Zentren benannt:  

  • Brasilien: Immunobiological Technology Institute (Biomanguinhos) der Oswaldo Cruz Foundation (Fiocruz
  • Russland: Smorodintsev Research Institute of Influeza 
  • Indien: Indian Council of Medical Research (ICMR) 
  • China: Sinovac Life Sciences Co. Ltd 
  • Südafrika: South African Medical Research Council 

Die BRICS-Staaten wollen darüber hinaus auch eine gerechte Verteilung von Impfstoffen als globales öffentliches Gut fördern und deren Zugang für Entwicklungsländer sicherstellen. Ziel ist es, die Fähigkeit der BRICS-Länder zur Bekämpfung und Vorbeugung ansteckender Krankheiten zu stärken.  

Die Idee für das gemeinsame Zentrum bestand bereits vor Beginn der Corona-Pandemie. Sie geht auf eine Initiative Südafrikas aus dem Jahr 2018 zurück, als das Land den Vorsitz der BRICS-Gruppe zuletzt innehatte. Während der Pandemie wurde der Prozess beschleunigt und unter indischem Vorsitz 2021 weiter konkretisiert.

Der südafrikanische Minister für Hochschulen, Wissenschaft und Technologie, Blade Nzimande, hat angekündigt, die Initiative zu einer Priorität während des erneuten südafrikanischen Vorsitzes im Jahr 2023 zu machen. 

Zum Nachlesen 

Quelle: Staatsrat der Volksrepublik China, Regierung der Republik Südafrika, Indisches Gesundheitsministerium, Fiocruz Redaktion: von Andreas Ratajczak, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Südafrika Brasilien China Indien Russland Themen: Infrastruktur Lebenswissenschaften Netzwerke Strategie und Rahmenbedingungen

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