StartseiteAktuellesNachrichtenBritische Regierung kündigt Investitionen für die medizinische Versorgung der alternden Gesellschaft an

Britische Regierung kündigt Investitionen für die medizinische Versorgung der alternden Gesellschaft an

Berichterstattung weltweit

300 Millionen GBP sollen für Innovationen und Technologien bereitgestellt werden – etwa zur Behandlung von Demenz sowie dem Ausbau einer Genom-Datenbank zur Früherkennung von Krankheiten und der Entwicklung geeigneter Diagnoseinstrumente.

Mehr als 10 Mio. Menschen, die heute im Vereinigten Königreich leben, werden voraussichtlich 100 Jahre oder älter werden. Angesichts der damit einhergehenden Anforderungen an die medizinische Versorgung stellt die britische Regierung mehr als 300 Millionen GBP (umgerechnet ca. 337 Mio. EUR) aus dem Industrial Strategy Challenge Fund (ISCF) bereit, um Technologien, etwa im Bereich der Pflege, neue Wohnmodelle und Therapiemöglichkeiten zu fördern.

Davon werden etwa 110 Millionen EUR für das Programm „Gesundes Altern“ aufgewendet, um die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen voranzutreiben, die den Menschen einen längeren Verbleib in den eigenen vier Wänden ermöglichen, größere Unabhängigkeit garantieren und der im Alter zunehmenden Einsamkeit entgegenwirken sollen. Weitere 45 Millionen EUR fließen direkt in das UK Dementia Research Institute, welches in Zusammenarbeit mit dem University College London neue Behandlungsmethoden für Demenzerkrankungen erforscht.

Mehr als 236 Millionen EUR sind für das Programm „Daten für Frühdiagnose und Präzisionsmedizin“ vorgesehen. Der Schwerpunkt des Programms liegt in der Genomforschung, von der insbesondere Krebspatienten und Menschen mit seltenen Krankheiten profitieren sollen. Zu diesem Zweck wird unter anderem eine "Biobank" mit den Genomen von 500.000 Freiwilligen erstellt, anhand derer Methoden für diagnostische Früherkennung und neue Therapien gewonnen werden können.

Mit über 78 Millionen EUR werden regionale Exzellenzzentren gefördert, die sich einerseits mit der Nutzung Künstlicher Intelligenz im Bereich der bildgestützten Diagnose beschäftigen und andererseits Kooperationen von Unternehmen, insbesondere von KMU, mit dem Nationalen Gesundheitsdienst ermöglichen. Ziel ist es, medizinische Produkte und Verfahren im Austausch von Wissenschaft und Praxis zu entwickeln, zu testen und zu implementieren.

Von den verschiedenen Teilen des ISCF-Programms erhofft sich die britische Regierung global wirksame Fortschritte in der medizinischen Versorgung, z. B. in der Heilung einiger Krebsarten, sowie verbesserte Diagnose-, Behandlungs- und Präventionswege von Krankheiten durch umfassende Datenbanken.

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Quelle: gov.uk Redaktion: von Alexander Bullinger, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: Vereinigtes Königreich (Großbritannien) Themen: Lebenswissenschaften Ethik, Recht, Gesellschaft Förderung

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