StartseiteAktuellesNachrichtenBundesinstitut für Risikobewertung baut Zusammenarbeit mit Afrika aus

Bundesinstitut für Risikobewertung baut Zusammenarbeit mit Afrika aus

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Bundesinstitut für Risikobewertung und Internationales Forschungsinstitut in Kenia stärken gemeinsam die Sicherheit von Lebensmitteln

Der stellvertretende Generaldirektor des in Nairobi, Kenia, ansässigen International Livestock Research Institute (ILRI), Herr Dr. Dr. h.c. Dieter Schillinger, besuchte Anfang Mai das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin. Beide Institutionen hatten bereits im November des vergangenen Jahres eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Das ILRI untersucht seit über 20 Jahren Krankheiten von Nutztieren in Entwicklungsländern und entwickelt Diagnostika sowie Impfstoffe, um die Produktivität von Nutztierrassen zu steigern und ihre genetische Vielfalt zu erhalten. Auch die Verbesserung der Lebensmittelsicherheit und Fragen der Antibiotikaresistenzen stehen im Fokus der Arbeiten des ILRI.

Das ILRI betreibt auf Grundlage einer von wirtschaftlichen Interessen unabhängigen Finanzierung, u. a. durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), wissenschaftliche Forschung auf hohem internationalem Niveau. „Die EU ist der weltweit zweitgrößte Importeur von Lebensmitteln,“ sagt der Präsident des BfR, Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Die Förderung der Produktion sicherer Lebensmittel in den Herkunftsstaaten kommt daher nicht nur den Menschen in Afrika, sondern auch unmittelbar den Menschen in Europa zugute.“

Dieser Ansatz spiegelt sich in der Vielzahl der gemeinsam erörterten Themen wider, zu denen Antibiotikaresistenzen, die Authentizität von Futter- und Lebensmitteln, die Identifizierung von lebensmittelassoziierten Bakterien, Parasiten und Viren und die Typisierung von Erregern mit Hilfe der Genomsequenzierung ebenso zählen wie die Risiko- und Krisenkommunikation.

Als Schwerpunkte der zukünftigen Kooperation zwischen dem BfR und dem ILRI wurden zunächst die beiden Themen Schimmelpilzgifte (Mykotoxine) in Lebens- und Futtermitteln und Milch vereinbart. So werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des BfR das ILRI zum Beispiel vor Ort beim Aufbau analytischer Laborkapazitäten für den Nachweis und die Identifikation zoonotischer Krankheitserreger in Milch beraten. Dies soll dazu beitragen, weltweit sicherere Lebensmittel auf den Markt zu bringen.

Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) / IDW Nachrichten Redaktion: Länder / Organisationen: Kenia Themen: Lebenswissenschaften Sicherheitsforschung

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