StartseiteAktuellesNachrichtenDelegation in Bonn: Russisches Bildungsinistitut informiert sich über deutsche duale Berufsausbildung

Delegation in Bonn: Russisches Bildungsinistitut informiert sich über deutsche duale Berufsausbildung

Bewährte deutsch-russische Berufsbildungskooperation wird fortgesetzt und soll im Jahr 2013 intensiviert werden

Auch in Russland ist der Bedarf an Fachkräften in Wachstumsbranchen wie dem Maschinen- und Autobau, der Bauwirtschaft, Metallverarbeitung und den grünen Technologien enorm. Um diesen Bedarfen inländischer und ausländischer Investoren Rechnung zu tragen, soll das russische System der beruflichen Bildung reformiert werden.

Aufbauend auf langjährige Kooperationen haben das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das russische Bildungsministerium im November 2012 im Rahmen der Deutsch-Russischen Regierungskonsultationen ein Memorandum unterzeichnet, in dem eine deutliche Verstärkung der bilateralen Berufsbildungszusammenarbeit beschrieben wird. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) ist gemeinsam mit dem Partnerinstitut FIRO in Moskau für die Umsetzung einer Reihe zentraler Pilotmaßnahmen verantwortlich. Thematische Schwerpunkte sind Beratung bei der Entwicklung von Berufsbildungspersonal und dem Aufbau von Kompetenzzentren der Aus- und Weiterbildung.

Eine hochrangige Delegation besuchte Ende Dezember das BIBB, um sich über die Ausbildereignungsverordnung und den Aufbau von überbetrieblichen Aus- und Weiterbildungszentren zu informieren. Als Beispiel einer erfolgreichen Einrichtung diente das Bildungszentrum Butzweilerhof der Handwerkskammer zu Köln mit seinem breiten Angebotsspektrum. Die Delegationsteilnehmer zeigten sich besonders interessiert an den Schülerpraktika, an den Lehrmaterialien, die von den Ausbildern selbst innerhalb der Rahmenlehrpläne erstellt werden, und an der Methodik der Kompetenzvermittlung.
Die russische Seite zieht in Erwägung, zwar einen Teil der deutschen AEVO an die russischen ordnungspolitischen und arbeitsrechtlichen Verhältnisse anzupassen, aber den größeren Teil als Standard oder Zertifikat einzuführen, um die Qualität der Ausbildung zu verbessern und auch das Image der beruflichen Ausbildung zu heben.

Die BMBF-Initiative iMOVE konnte sich als Servicestelle, die bei der Vermittlung von deutschen Bildungsdienstleistungen unterstützt, bei den russischen Gästen vorstellen. Die Anbieterdatenbank und die Kooperationsbörse fand dabei besonderes Interesse. Die Delegation nahm zudem die Gelegenheit wahr, mit dem BMBF und dem Internationalen Büro die Themen der im März in Russland stattfindenden Sitzung der russisch-deutschen Arbeitsgemeinschaft für Berufsbildung zu besprechen.

Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) Redaktion: Länder / Organisationen: G7 / G20 Russland Themen: Berufs- und Weiterbildung Fachkräfte Mobilität Wirtschaft, Märkte

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