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DFG richtet neue Internationale Graduiertenkollegs ein

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft hat die Förderung neuer Graduiertenkollegs bewilligt, darunter auch drei Internationale Graduiertenkollegs in Kooperation mit ausländischen Parteneinrichtungen. Die Kooperationspartner sind eine russische, eine US-amerikanische und eine kanadische Universität.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet zur weiteren Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland 13 neue Graduiertenkollegs (GRK) ein. Dies wurde vom zuständigen Bewilligungsausschuss auf seiner Frühjahrssitzung in Bonn beschlossen. Die Einrichtungen werden zunächst viereinhalb Jahre lang gefördert und erhalten in dieser Zeit insgesamt etwa 48 Millionen Euro. Zusätzlich zu den 13 neuen Kollegs stimmte der Bewilligungsausschuss der Verlängerung von zwölf Kollegs für weitere viereinhalb Jahre zu.

Die Graduiertenkollegs bieten Doktorandinnen und Doktoranden die Chance, in einem strukturierten Forschungs- und Qualifizierungsprogramm auf hohem fachlichem Niveau zu promovieren. Insgesamt fördert die DFG zurzeit 208 GRK, darunter 42 Internationale Graduiertenkollegs (IGK); die 13 neuen Kollegs werden in der zweiten Jahreshälfte ihre Arbeit aufnehmen

Unter den 13 neuen Graduiertenkollegs sind auch drei IGKs, die mit ausländischen Partnerinstitutionen betrieben werden.

Die neuen Internationalen Graduiertenkollegs im Einzelnen

  • „Kulturtransfer und ‚kulturelle Identität’ – Deutsch-russische Kontakte im europäischen Kontext“ ist der Titel eines deutsch-russischen Internationalen Graduiertenkollegs, bei dem Partner in Freiburg und Moskau kooperieren. An beiden Standorten zielt man darauf ab, die lange Tradition nationaler, bilateraler und internationaler Forschung zu deutsch-russischen Kulturkontakten in ein Konzept interdisziplinärer und internationaler Kulturtransferforschung zu überführen. Dabei soll der Gegenstandsbereich deutsch-russischer Kulturkontakte erweitert werden, nämlich besonders hinsichtlich ihrer Rückwirkungen auf die Konstruktion kultureller Identität. Die Untersuchung der deutsch-russischen Kontakte soll zudem konsequent vor dem Hintergrund der europäischen Dimension vorgenommen werden.
    (Sprecherhochschule: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Sprecherin: Professorin Dr. Elisabeth Cheauré, Sprecherin der Kooperationspartner: Professorin Dr. Ekaterina Dmitrieva, Russian State University for the Humanities, Russische Föderation)

  • Physical Modelling for Virtual Manufacturing Systems and Processes” lautet der Titel des Kollegs, bei dem die Standorte Kaiserslautern, Berkeley und Davis kooperieren. Die Zielsetzung dieses deutsch-amerikanischen IGK ist die Simulation von Fertigungsumgebungen: Von der Moleküldynamik bis zur virtuellen Fabrik werden dabei alle Simulationsebenen und -techniken miteinbezogen. So sollen Technologien und Methoden, die in Fertigungssystemen benutzt werden, ebenso verbessert werden wie die Leistung von Simulationssystemen in Verbindung mit physikbasierten Modellen. Zudem wollen die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Bereich der Visualisierung und beim Data Mining, also der systematischen Anwendung statistischer Methoden auf einen Datenbestand, Akzente setzen.
    (Sprecherhochschule: Technische Universität Kaiserslautern, Sprecher: Professor Dr.-Ing. Jan C. Aurich, Sprecher der Kooperationspartner: Professor Dr. David Dornfeld, University of California, Berkeley, USA, Professor Dr. Bahram Ravani, University of California, Davis, USA)

  • Die Aktivierung und selektive Transformation chemischer Stoffe stellt Chemikerinnen und Chemiker auch heute immer wieder vor Herausforderungen – besonders wenn es um Moleküle mit begrenzter Reaktionsfähigkeit geht. In den letzten Jahren ist es dank neuer Forschungsansätze dennoch gelungen, neue Methoden für die Aktivierung und Transformation von reaktionsträgen Substraten auf molekularem Level herauszubilden. Ebenjene Methoden rücken nun für das kanadisch-deutsche Internationale Graduiertenkolleg „New Trends in Molecular Activation and Catalysis an den Standorten Münster und Toronto ins Blickfeld. Das Kolleg untergliedert sich in die Teilbereiche FLP-Reaktivität (Frustrierte Lewis-Paare, kurz FLP, sind Kombinationen einer Lewis-Säure und einer Lewis-Base), Synthese und Katalyse mit der Theoretischen Chemie als „Querschnittsfunktion“.
    (Sprecherhochschule: Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Sprecher: Professor Dr. F. Ekkehardt Hahn, Sprecher der Kooperationspartner: Professor Dr. Douglas W. Stephan, University of Toronto, Kanada)

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Quelle: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Kanada Russland USA Themen: Bildung und Hochschulen Geistes- und Sozialwiss. Information u. Kommunikation Physik. u. chem. Techn. Förderung

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