StartseiteAktuellesNachrichtenE-CLIC Projekt: IKT zur Förderung und Pflege europäischer Landschaften

E-CLIC Projekt: IKT zur Förderung und Pflege europäischer Landschaften

In welcher Weise können Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) Politiker und Bürger beim Schutz europäischer Landschaften unterstützen? Mit dieser Frage befasst sich E-CLIC, ein innovatives EU-finanziertes Forschungsprojekt, das europäische Bürger motivieren soll, sich stärker für den Schutz der Natur zu engagieren.

Ziel ist es, über soziale Medien im Internet und Wettbewerbe Lernen und Diskussion anzuregen und die Bürger damit in die Erarbeitung und Umsetzung politischer Strategien zur Förderung, Pflege und Gestaltung von Landschaften einzubeziehen.

Besonderer Schwerpunkt lag auf der Europäischen Landschaftskonvention (European Landscape Convention, ELC), dem ersten internationalen Übereinkommen, das sich ausschließlich mit allen Aspekten europäischer Landschaften befasst. Das Übereinkommen erfasst natürliche, ländliche, städtische und stadtnahe Gebiete, sowohl besonders bedeutsame als auch gewöhnliche oder geschädigte Landschaftsräume. Dabei geht es vor allem um den Natur- und Umweltschutz sowie um die Notwendigkeit, den Wert lebendiger Landschaften schätzen zu lernen.

Um dies zu erreichen, sollen Kampagnen in sozialen Online-Plattformen politische Entscheidungsträger und Öffentlichkeit in Kontakt bringen und dadurch den Gemeinschaftssinn fördern. In einer neu gegründeten virtuellen E-CLIC-Community können sich nun Bürger mit anderen am Natur- und Landschaftsschutz Interessierten austauschen und Kontakte knüpfen. Auch die bereits existierende Datenbank von E-CLIC soll durch Beispiele für bewährte Methoden weiter ausgebaut werden, während der Projektverlauf über Facebook, Twitter, LinkedIn und Pinterest einsehbar ist.

Das zweite wichtige Projektvorhaben war der Wettbewerbsstart in den sechs Partnerländern Estland, Griechenland, Deutschland, Slowenien, Spanien und Großbritannien sowie ein internationaler Wettbewerb, an dem sich alle EU-Mitgliedstaaten und Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz und die Türkei beteiligen können. Teilnehmer aus diesen Ländern sind aufgerufen, Ideen- oder Projektvorschläge einzureichen, in denen es um die Nutzung von IKT zur Lösung von Aufgaben im Landschaftsschutz geht. Für die internationale Kategorie stehen dabei zur Auswahl: Zersiedelung/Schrumpfung von Innenstädten; Industriefolgelandschaften oder Extensivierung/Intensivierung ländlicher Räume.

Teilnahmevoraussetzungen für den Wettbewerb sind die Mitgliedschaft in der E-CLIC-Online-Community, die Wahl eines der drei Aufgabenschwerpunkte und die Online-Registrierung für die jeweilige Kategorie. Zudem werden Fördermittel zur Verfügung gestellt, die den Bewerbern beim Erarbeiten ihrer Projektvorschläge helfen sollen, wobei die Vorschläge von Einzelpersonen wie auch Gruppen eingereicht werden können. Die Abgabefristen für die nationalen Wettbewerbe liegen zwischen Mai und August, die Frist für die internationalen Beiträge endet am 30. Mai 2014.

Die Teilnehmer der Endrunde werden Gelegenheit haben, ihre Ideen auf der Internationalen E-CLIC-Konferenz in Estland 2015 vorzustellen. Aus den 18 nationalen Preisträgern (drei aus jedem Teilnehmerland) und drei Finalisten aus anderen europäischen Ländern wird eine Expertenjury drei Gewinner auszeichnen.

Schließlich soll E-CLIC durch effektive Umsetzung von IKT dazu beitragen, die Wahrnehmung der Bürger für Landschaftspflege zu schärfen und ihnen verdeutlichen, wie eine durchdachte Landschaftspolitik Lebensqualität und Alltag der Menschen verbessern kann. Auch soll über die Bedeutung des ELC an Schulen und Hochschulen aufgeklärt und eine Datenbank für interaktives Lernen aufgebaut werden, die Probleme bei der Förderung und Pflege von Landschaften aufzeigt.

Quelle: CORDIS - Nachrichten Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: EU Themen: Umwelt u. Nachhaltigkeit Information u. Kommunikation Ethik, Recht, Gesellschaft

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