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EU-Innovationsanzeiger fordert mehr Leistung

Die neunte Ausgabe des Europäischen Innovationsanzeigers (EIS) wurde jetzt veröffentlicht und erste Daten zeigen, dass die Wirtschaftskrise, die Europa getroffen hat, sich auch auf die Innovationsleistung in der Region auswirkt. Die meisten EU-Länder hatten in 2008 bessere Innovationsleistungen, doch EU-Staaten, die ohnehin eine niedrigere Innovationsleistung erbringen, sind am stärksten betroffen, wodurch sich der Annäherungsprozess der letzten Jahre möglicherweise umkehrt.

Trotz der Bemühungen der EU und ihrem Entschluss, zur Innovationsleistung der USA aufzuschließen, weisen die Ergebnisse genau auf das Gegenteil hin. Sie liegt jedoch nach wie vor deutlich vor den aufstrebenden Volkswirtschaften Brasiliens, Russlands, Indiens und Chinas.

In einer gemeinsamen Erklärung sagten Vizepräsident Antonio Tajani, Kommissar für Industrie und Unternehmen, und Máire Geoghegan-Quinn, die Kommissarin für Forschung: "Der Innovationsanzeiger ist ein äußerst wertvolles Zeugnis der Entwicklung der Innovationsleistung. Das Gesamtbild ist positiv. Es gibt jedoch einige besorgniserregende Zeichen, die wir sehr ernst nehmen müssen, wenn wir die Maßnahmen ausarbeiten, mit denen wir die gerade in unserer Strategie Europa 2020 dargelegten Ziele erreichen möchten."

Sie sagten weiterhin: "Mehr Investitionen in Forschung und Innovation sind der Schlüssel dazu, die Krise hinter uns zu lassen und nachhaltigen Wohlstand zu erreichen. Deshalb hält die Kommission an der Zielvorgabe von 3% des BIP für Investitionen in Forschung und Entwicklung in Europa fest und schlägt realistische nationale Ziele vor, die streng überwacht werden müssen."

An dieser Stelle wird darauf hingewiesen, dass Kommissarin Geoghegan-Quinn in der neuen Kommission eine ressortübergreifende Innovationsstrategie leitet.

Die Daten des EIS 2009 zeigen, dass Dänemark, Deutschland, Finnland, Schweden und das Vereinigte Königreich wie in den Vorjahren der Führungsgruppe angehören. In diesen Ländern steigt die Leistung, jedoch in Deutschland und Finnland am schnellsten, während Dänemark und das Vereinigte Königreich stagnieren.

Die "Verfolger" in 2009 sind Belgien, Estland, Frankreich, Irland, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, Slowenien und Zypern. Griechenland, Italien, Litauen, Malta, Polen, Portugal, Slowakei, Spanien, die Tschechische Republik und Ungarn sind die mäßig innovativen Länder.

Bulgarien, Lettland und Rumänien sind die Aufholländer, deren Innovationsleistung deutlich unter dem Durchschnitt aller 27 EU-Staaten liegt. Diese drei Länder schließen jedoch allesamt schnell die Lücke zu diesem Durchschnittswert. Der Bericht zeigt auch, dass Bulgarien und Rumänien unter allen Mitgliedstaaten die stärkste Leistungssteigerung aufweisen.

Der Europäische Innovationsanzeiger wird im Auftrag der Generaldirektion Unternehmen und Industrie der Europäischen Kommission vom Maastricht Economic and Social Research and Training Centre on Innovation and Technology (UNU-MERIT) mit Unterstützung der Gemeinsamen Forschungsstelle der EU erstellt.

Seit 2001 konzentrieren sich die EIS-Indikatoren auf Innovationsergebnisse, nicht-technische Innovation und Dienstleistungssektoren. Der EIS 2009 enthält 29 Indikatoren im Zusammenhang mit Innovation und Trendanalysen für alle 27 EU-Mitgliedstaaten sowie Kroatien, Serbien, die Türkei, Island, Norwegen und die Schweiz. Die Indikatoren lassen sich in drei Kategorien aufteilen: Potenzial (Fachkräfte, finanzielle Mittel und Förderung), Tätigkeit der Unternehmen (Investitionen der Unternehmen, Vernetzung und Unternehmergeist, Durchsatz) und Erträge (Innovatoren und gesamtwirtschaftliche Auswirkungen).

European Innovation Scoreboard 2009 als PDF-Dokument herunterladen.

Quelle: CORDIS Redaktion: Länder / Organisationen: EU Themen: Innovation

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