StartseiteAktuellesNachrichtenEU-Kommission veröffentlicht Mitteilung zur Vereinfachung des Forschungsrahmenprogramms

EU-Kommission veröffentlicht Mitteilung zur Vereinfachung des Forschungsrahmenprogramms

Hauptziel der präsentierten Vereinfachungsmaßnahmen ist es, den Verwaltungsaufwands bei der Teilnahme an EU-geförderten Forschungsprojekten zu verringern sowie die Transparenz der komplexen Ausschreibungsverfahren sowie Förderregelungen zu erhöhen.

Dies soll es nicht nur Wissenschaftlern ermöglichen, sich ganz auf das Forschungsvorhaben zu konzentrieren, sondern auch die nach wie vor niedrige Beteiligungsquote kleiner und mittlerer Unternehmen zu erhöhen. Im Gegenzug soll jedoch weiterhin die finanzielle Kontrolle der zu Forschungszwecken verausgabten EU-Mittel gewährleistet bleiben.

Die Kommissionsstrategie umfasst einerseits praktische Verbesserungsvorschläge, so z.B. die Optimierung der IT-Systeme sowie die bessere Koordination von Ausschreibungen innerhalb des Rahmenprogramms. Andererseits soll eine Vereinfachung der Finanzregelungen, u. a. durch die grundlegende Akzeptanz nationaler Abrechnungsmodalitäten bei der Verausgabung von Projektmitteln, erreicht werden.

Darüber hinaus wird in der vorgelegten Mitteilung auch eine mögliche Restrukturierung künftiger Forschungsprogramme angedacht, so z. B. durch die Einführung einer „ergebnisorientierten Förderung“. Eine solche Neuausrichtung würde bedeuten, dass sich Projektprüfungen im 8. Forschungsrahmenprogramm verstärkt auf die Erreichung wissenschaftlicher Ziele und weniger auf die finanzielle Abwicklung eines Projektes konzentrieren würden.

Die Veröffentlichung der Vereinfachungsvorschläge geht einher mit der aktuell durchgeführten Überarbeitung der EU-Haushaltsordnung, deren Revision die Umsetzung der Kommissionsstrategie erst ermöglicht. Des Weiteren hat die Kommission die Zwischenbewertung des laufenden Forschungsrahmenprogramms (RP7) eingeleitet. Mit der Überprüfung wurde eine Gruppe unabhängiger Experten beauftragt, deren Bericht für Herbst 2010 erwartet wird.

Quelle: http://www.kowi.de/de/desktopdefault.aspx/tabid-36/218_read-1234/ Redaktion: Länder / Organisationen: EU Themen: Förderung

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