StartseiteAktuellesNachrichtenEU-Projekt CLOUD4ALL: Das Internet für jedermann zugänglich machen

EU-Projekt CLOUD4ALL: Das Internet für jedermann zugänglich machen

Es gibt immer mehr Wege ins Internet, doch diese weisen auch Hürden für Menschen mit Sinnesbeeinträchtigungen auf, die bestmögliche Online-Erfahrungen machen wollen. Das CLOUD4ALL-Projekt der EU nimmt die Herausforderung zur Verbesserung der Barrierefreiheit und Zugänglichkeit für Menschen mit besonderen Bedürfnissen an. Seine Arbeit hilft den Betroffenen, die Gesundheits- und öffentlichen Dienstleistungen zu erhalten, die sie benötigen, sowie ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern und soziale Ausgrenzung zu verhindern. In dem Projekt sind auch fünf deutsche Partner vertreten, unter anderem die Fraunhofer-Gesellschaft und die TU Dresden.

Das Ziel rückt nun in Reichweite, da das Projekt zu Beginn dieses Jahres (2015) in Athen, Berlin und Madrid seine dritte Pilotphase einläutet. Diese letzte Pilotphase, die in den kommenden Monaten startet, wird den letzten Prozess zur „Auto-Konfiguration aus Vorgaben“ (auto-configuration from preferences) testen, dank dem Benutzer in der Lage sein werden, zwischen den Geräten hin und her zuschalten, die ihre Zugangsfunktionen an ihre Bedürfnisse anpassen. Das Projekt lädt Menschen ein, die an einer Teilnahme interessiert sind und in den teilnehmenden Städten wohnen.

Auto-Konfiguration bedeutet, dass sobald ein Benutzer die Einstellungen gewählt hat, die er/sie benötigt, um Barrierefreiheit und Zugänglichkeit zu verbessern, so etwa eine Anzeige mit hohem Kontrast oder einen Screen Reader, diese Einstellungen auf jedem verwendeten Gerät übernommen werden, das mit Cloud4all kompatibel ist.

Die ersten beiden Pilotstudien fanden im Jahr 2013 bzw. 2014 statt. Die erste untersuchte, ob die Konzepte realisierbar sind. Dazu befasste man sich mit den Bedürfnissen der Nutzer und frühen Versionen von Werkzeugen, die sich an teilnehmende Entwickler richteten. Die Forscher waren über die positive Resonanz von zukünftigen Benutzern, die an der Studie teilnahmen, sehr erfreut.

Im vergangenen Jahr hat die zweite Pilotphase Prototypen, zu denen auch die bevorzugten Managementwerkzeuge gehörten, an Benutzern getestet. Die Entwickler wurden ebenfalls beteiligt und hatten die Möglichkeit, ihr Feedback zu den Projektwerkzeugen zu geben, die ihnen bei der Entwicklung von Anwendungen helfen sollen.

CLOUD4ALL, das vom 7. Forschungsrahmenprogramm (RP7) finanziert wird, ist Teil der Initiative (Global Public Inclusive Infrastructure, GPII). Das Projekt wird sich auf die Entwicklung der technischen Komponenten konzentrieren, die erforderlich sind, um die automatische Konfiguration der Funktionen für Barrierefreiheit von verschiedenen Vorrichtungen, Plattformen und Anwendungen zu ermöglichen. 

Das Projekt, das sich auf das Know-how mehrerer Partner stützt, begann im Jahr 2011 und ist jetzt in seinem letzten Jahr. Es wollte folgendes erreichen: einfacher und sofortiger Zugang, d. h. Barrierefreiheit für alle, Zugang überall und mit jedem Gerät, und das bei einer besseren Verbindung zwischen Angebot und Nachfrage sowie finanziell tragbaren Methoden, um Vielfalt zu bieten.

Die Forscher verwenden Cloud-Technologien, um diese Ziele auf vielfältige Weise zu erreichen. Dazu gehören die Aktivierung und Erhöhung aller eingebauten Funktionen für Barrierefreiheit, über die ein Gerät bereits verfügt und die Empfehlung von Drittanbieterlösungen auf der Grundlage der Bedürfnisse und Vorlieben des Benutzers.

Quelle: CORDIS - Nachrichten Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: EU Themen: Dienstleistungsforschung Information u. Kommunikation

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