StartseiteAktuellesNachrichtenEU-Projekt Linked Open Data: Leipziger Forscher ermöglichen bessere Vernetzung von Datenmengen

EU-Projekt Linked Open Data: Leipziger Forscher ermöglichen bessere Vernetzung von Datenmengen

Neu entwickelte Technologien bieten Experten aus Industrie und Verwaltung eine einfachere und effizientere Möglichkeit, verlinkte Daten im Internet und in Intranets zu veröffentlichen. Diese Technologien und deren ständige Weiterentwicklung liefern die Grundlage für die Zukunft des Web der Daten. Forscher des Instituts für Informatik der Universität Leipzig haben deshalb vor kurzem die zweite Version eines innovativen Software-Pakets zur effektiveren Nutzung großer Datenmengen veröffentlicht.

Mit Hilfe dieser Technologien kann eine Stadtverwaltung beispielsweise Daten zu Kindergartenplätzen oder Städtebauplanung in einem maschinenlesbaren Format veröffentlichen und Immobilienportale können diese Daten nutzen, um Wohnungssuchenden gezieltere Angebote zu machen. Das EU-geförderte Projekt Linked Open Data (LOD2) bietet zur Veröffentlichung und Verknüpfung solcher Daten ein frei verfügbares Technologie- und Dienstleistungspaket. Dazu gehört insbesondere der LOD2-Software-Stack, dessen zweite Version am 7. Dezember veröffentlicht wurde.

Das Softwarepaket ist eines der wesentlichen Ergebnisse des zweiten Projektjahres des Projektes. "In unserer Welt mit zunehmend datenzentrierten Geschäftsmodellen sind innovative und skalierbare Technologien notwendig, um das Potenzial der Vernetzung verschiedenster Datenquellen zu nutzen. Der effektive Umgang mit Daten sowohl in Intranets als auch frei verfügbar im Internet wird zunehmend wichtiger, um Wettbewerbsvorteile zu sichern", sagte der LOD2-Projektkoordinator Dr. Sören Auer vom Institut für Informatik der Universität Leipzig.

Daten und Informationen werden heute im Internet und Intranets in großen Mengen produziert. Die Datenmenge wächst dabei stetig. Die Möglichkeiten, diese Daten effektiv zu nutzen, sind jedoch immer noch sehr beschränkt. Trotz umfangreicher Datenbanken sind viele Informationen im World Wide Web derzeit nur unzureichend verknüpft und können daher schwer gefunden werden. Diesem Problem widmen sich die Prinzipien und Technologien im Bereich Linked Open Data (LOD). Für Verlage, Unternehmen aber auch staatliche Institutionen bieten sie leistungsfähige Möglichkeiten der Datenveröffentlichung, -verwertung und -integration.

Softwarehersteller, Informations- und Dienstleistungsanbieter sowie Forschungseinrichtungen arbeiten gemeinsam an den vielfältigen Aufgaben rund um Linked Open Data. 14 Unternehmen und Institutionen aus 11 europäischen Ländern und ein assoziierter Partner aus Korea sind an dem großangelegten Forschungsprojekt LOD2, welches zum 1. September 2010 angelaufen ist, beteiligt. Koordiniert wird das vierjährige Verbundprojekt durch die Forschungsgruppe Agile Knowledge Engineering and Sematic Web (AKSW) des Lehrstuhls Betriebliche Informationssysteme unter Leitung von Prof. Dr. Klaus-Peter Fähnrich am Institut für Informatik der Universität Leipzig. LOD2 wird durch das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm gefördert. Durch die Entwicklung neuen Wissens und neuer Technologien soll das Projekt europäischen Bürgern und Verbrauchern neue Chancen eröffnen und nachhaltiges Wachstum sowie Fortschritt in Europa fördern.

Quelle: IDW Nachrichten / Universität Leipzig Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: EU Republik Korea (Südkorea) Themen: Information u. Kommunikation Bildung und Hochschulen

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