StartseiteAktuellesNachrichtenEuropäische Kommission fördert gemeinsame Nutzung europäischer Teleskope mit 15 Millionen Euro

Europäische Kommission fördert gemeinsame Nutzung europäischer Teleskope mit 15 Millionen Euro

Berichterstattung weltweit

Die Europäische Kommission wird ein Konsortium aus 37 astronomischen Institutionen aus der Europäischen Union und Großbritannien mit 15 Millionen Euro fördern. Ziel ist es, mit dem Opticon-RadioNet-Pilotprojekt (ORP) Forschenden die gemeinsame Nutzung von optischen und Radioteleskopen der Partner zu ermöglichen und zu vereinfachen.

Die EU-Fördermittel im Rahmen des Opticon-RadioNet-Pilotprojekts (ORP) sollen in den nächsten vier Jahren dazu verwendet werden, Astronomen den gegenseitigen Zugang zu den besten bodengebundenen Teleskopen der europäischen Institute zu ermöglichen. Dazu gehört nicht nur deren kostenlose Nutzung, sondern auch Training und Unterstützung bei der Bedienung der komplexen Infrastrukturen.

Sorge bereitet den Bonner Forschenden des Max-Planck-Institut für Radioastronomie (MPIfR), an dem die Beteiligung der radioastronomischen Institute wissenschaftlich koordiniert wird, allerdings die zunehmende Störstrahlung von neuen Mobilfunkanlagen. Prof. Michael Kramer, Direktor und Leiter der Forschungssabteilung Radioastronomische Fundamentalphysik am MPIfR, sagt:

„Wenn wir jetzt nicht handeln, dann werden weite Bereiche radioastronomischer Forschung in absehbarer Zeit nicht mehr möglich sein. Um so mehr freut es mich, dass wir mithilfe der bewilligten EU-Fördermittel ausgefeilte Strategien entwickeln können, um die Störsignale und deren Auswirkung zu reduzieren und so den Standort Effelsberg auch weiterhin für die Radioastronomie erhalten zu können.”

Bereits im RadioNet-Programm wurden Radioteleskope der Spitzenklasse, darunter das 100-m-Radioteleskop des Bonner MPIfR und APEX in Chile, zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung gestellt. Der OPTICON-Verbund verfolgte ein ähnliches Konzept in optischen Wellenlängen. Das ORP bündelt nun die gesamte Vielfalt der optischen und radioastronomischen Infrastrukturen in Europa.

Quelle: Max-Planck-Institut für Radioastronomie via IDW Nachrichten Redaktion: von Mirjam Buse, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Vereinigtes Königreich (Großbritannien) EU Themen: Förderung Netzwerke Physik. u. chem. Techn.

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