StartseiteAktuellesNachrichtenEuropäische Universitäten brauchen neue Einnahmequellen

Europäische Universitäten brauchen neue Einnahmequellen

Die Folgen der Finanzkrise und alternative Wege der Hochschulfinanzierung sind Themen der neuesten Ausgabe der "Beiträge zur Hochschulforschung". In vielen europäischen Staaten hat die Finanzkrise große Löcher in die Haushalte europäischer Hochschulen gerissen. In manchen Staaten sind die öffentlichen Zuschüsse um mehr als zehn Prozent zurückgegangen. Deutschland und Frankreich sind positive Ausnahmen. Doch in den meisten Ländern müssen die Hochschulen unabhängiger von schwankenden staatlichen Mittelzuweisungen werden und eigene Einnahmen erwirtschaften.

Erfolgreiche Unternehmensausgründungen, Aktivitäten im Bereich des Technologietransfers, Kooperationen mit großen Firmen, Public-Private-Partnership- und Fundraising-Modelle: Die Universität Warwick gilt aufgrund ihrer vielen unternehmerischen Aktivitäten als eine der dynamischsten Hochschulen in Großbritannien. Damit liefert sie viele Beispiele, wie sich auch andere europäische Hochschulen zusätzliche Einnahmequellen erschließen können. Die Notwendigkeit dafür ist für viele europäische Universitäten angesichts sinkender staatlicher Mittelzuweisungen enorm gestiegen.

Der neueste Band der Zeitschrift umfasst Ergebnisse eines Projekts der "European University Association (EUA)" mit dem IHF sowie weiteren Partnern zum Thema "Diversifying Income Streams" und enthält die zu Artikeln ausgearbeiteten Vorträge der Abschlusskonferenz. Präsentiert werden die Hintergründe des Projekts, ein Überblick über die wichtigsten Erkenntnisse zum derzeitigen Stand der Hochschulfinanzierung in Europa sowie eine Vielzahl an positiven Beispielen aus europäischen Hochschulen - wie die aus Warwick oder der Universität Delft in den Niederlanden. Die Autoren befassen sich auch damit, wie sich die staatlichen Rahmenbedingungen verändern müssen, damit Hochschulen über mehr finanzielle Autonomie verfügen. Ein weiterer Aspekt sind die Aufgaben eines Hochschulmanagers, der seine Mitarbeiter motivieren und mehr unternehmerisches Denken fördern möchte.

Die „Beiträge zur Hochschulforschung“ sind eine der führenden wissenschaftlichen Zeitschriften im Bereich der Hochschulforschung im deutschen Sprachraum. Sie zeichnen sich durch hohe Qualitätsstandards, ein breites Themenspektrum und eine große Reichweite aus. Die Zeitschrift veröffentlicht quantitative und qualitative empirische Analysen, Vergleichsstudien und Überblicksartikel, die ein anonymes Peer Review-Verfahren durchlaufen haben.

Die Ausgabe 2/2011 enthält ausnahmsweise Artikel in englischer Sprache und kann entweder in gedruckter Form per E-Mail (sekretariat(at)ihf.bayern.de) beim IHF bestellt oder über die Homepage www.ihf.bayern.de als pdf-Datei herunter geladen werden.

Kontakt:
Dr. Lydia Hartwig
Stv. Leiterin - Geschäftsführerin
Tel.: 089-21234-404
Fax: 089-21234-450
E-Mail: hartwig(at)ihf.bayern.de
hartwig(at)ihf.bayern.de

Quelle: Bayerisches Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: EU Themen: Bildung und Hochschulen Förderung

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