StartseiteAktuellesNachrichtenEuropäische Wissenschaftsorganisationen veröffentlichen Positionspapier zur künftigen EU-Forschungsförderung

Europäische Wissenschaftsorganisationen veröffentlichen Positionspapier zur künftigen EU-Forschungsförderung

Berichterstattung weltweit

Mit einer Agenda künftiger EU-Forschungsthemen und der Frage, wie hierbei „Missionen“ zu gestalten sind, positionieren sich neun europäische Wissenschaftsorganisationen in der beginnenden Diskussion um das nächste EU-Forschungs- und Innovationsrahmenprogramm.

Die Herausforderungen, vor denen Europa und die Welt stehen, sind nicht nur wirtschaftlicher, technologischer und politischer Natur. Vielmehr haben sie auch und insbesondere soziale, kulturelle, ethische und rechtliche Tragweite. Um ihnen zu angemessen und integrativ zu begegnen, braucht es gemeinschaftliche Anstrengungen innerhalb Europas und über Europas Grenzen hinaus – und zudem braucht es Dialog zwischen Wissenschaft, Gesellschaft sowie Politik.

Die Missionsorientierung, die durch die Hochrangige Expertengruppe zur Maximierung der EU Forschungs- und Innovationsprogramme (High Level Group on maximising the impact of EU Research & Innovation Programmes) in die Diskussion gebracht wurde, benötigt weitere Klärung. Wie hängen Missionen und gesellschaftliche Herausforderungen zusammen, welche Bedingungen benötigt die Wissenschaft, um missionsorientiert und zu konkreten gesellschaftlichen Herausforderungen zu forschen?

Mit einem Positionspapier "Living Together: Missions for Shaping the Future" positioniert sich das Netzwerk HERA (Humanities in the European Research Area) in Kooperation mit ALLEA (All European Academies), ESA (European Sociological Association), EuroScience, Global Young Academy, NORFACE (New Opportunities for Research Funding Agency Cooperation in Europe) und Young Academy of Europe zur Gestaltung des nächsten EU-Forschungs- und Innovationsrahmenprogramms.

Die Agenda betont, dass Innovation und Wandel zentrale gesellschaftliche und kulturelle Dimensionen haben, die berücksichtigt werden müssen, denn Innovation ist deutlich mehr als lediglich Technologie. Neben strukturellen Vorschlägen stellt das Positionspapier exemplarisch vier Themen zur Diskussion, die aus geistes- und sozialwissenschaftlicher Sicht europäischer und internationaler Zusammenarbeit bedürfen:

  • Living Together: Building Sustainable, Open and Democratic Societies for the Future;
  • Catching up with Innovation: Preparing for Social Consequences and Embracing Opportunities;
  • Growing up and Ageing in Europe: A Good Life and a Dignified Death;
  • Truth, Trust and Expertise: Establishing Trust for Sustainable and Legitimate Governance.
Quelle: DLR Projektträger / IDW Nachrichten Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: Global EU Themen: Geistes- und Sozialwiss. Förderung Strategie und Rahmenbedingungen

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