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Europäischer Innovationsanzeiger 2019: Innovationsleistung der EU und ihrer Regionen nimmt Fahrt auf

Berichterstattung weltweit

Der Europäische Innovationsanzeiger und der Regionale Innovationsanzeiger für 2019, die am 17. Juni von der Kommission veröffentlicht wurden, zeigen, dass sich die Innovationsleistung der EU seit vier Jahren in Folge verbessert. Zum ersten Mal übertrifft die Innovation in Europa diejenige der Vereinigten Staaten. Allerdings verliert die EU nach wie vor Boden gegenüber Japan und Südkorea, während China schnell aufholt.

Die Daten ergänzen die jüngsten länderspezifischen Empfehlungen der Kommission im Rahmen des Europäischen Semesters, in denen die Rolle von Forschung und Innovation hervorgehoben und Empfehlungen zur Steigerung des Produktivitätswachstums und der Wettbewerbsfähigkeit abgegeben wurden.

Der Europäische Innovationsanzeiger 2019: wichtigste Ergebnisse

  • Die EU-Länder können in vier Leistungsgruppen unterteilt werden: Führende Innovationsträger, starke, mäßige und bescheidene Innovatoren. Schweden ist 2019 der führende Innovationsträger der EU, gefolgt von Finnland, Dänemark und den Niederlanden. Das Vereinigte Königreich und Luxemburg sind von der Spitzenposition der „führenden Innovationsträger“ in die Gruppe der „starken Innovatoren“ zurückgefallen, während Estland zum ersten Mal in dieser Gruppe vertreten ist.
  • Im Durchschnitt hat die Innovationsleistung der EU seit 2011 um 8,8 % zugenommen. Seit 2011 ist die Innovationsleistung in 25 EU-Ländern gestiegen. In Litauen, Griechenland, Lettland, Malta, dem Vereinigten Königreich, Estland und den Niederlanden ist die Leistung am stärksten gestiegen und in Rumänien und Slowenien am stärksten zurückgegangen.
  • Auf globaler Ebene hat die EU die Vereinigten Staaten überholt. Gegenüber Brasilien, Indien, Russland und Südafrika hat die EU weiterhin einen erheblichen Leistungsvorsprung. Allerdings holt China dreimal so schnell auf, wie die Innovationsleistung der EU anwächst. Gegenüber Japan und Südkorea ist die EU zurückgefallen.
  • In ausgewählten Innovationsbereichen stehen folgende EU-Länder an der Spitze: Dänemark – Humanressourcen und innovationsfreundliches Umfeld; Luxemburg – attraktive Forschungssysteme; Frankreich – Finanzierung und Unterstützung; Deutschland – Unternehmensinvestitionen; Portugal – KMU-Innovatoren; Österreich – Verflechtungen; Malta – geistiges Kapital; Irland – Auswirkungen auf Beschäftigung und Absatz.

Der regionale Innovationsanzeiger 2019: wichtigste Ergebnisse

Dem Innovationsanzeiger 2019 ist der Regionale Innovationsanzeiger beigefügt. Er enthält eine vergleichende Bewertung der Leistungsfähigkeit der Innovationssysteme in 238 Regionen von 23 EU-Mitgliedstaaten, während Zypern, Estland, Lettland, Luxemburg und Malta auf Länderebene berücksichtigt werden. Darüber hinaus deckt der Regionale Innovationsanzeiger auch Regionen in Norwegen, Serbien und der Schweiz ab.

Die innovativsten Regionen der EU sind Helsinki-Uusimaa, Finnland, gefolgt von Stockholm, Schweden und Hovedstaden, Dänemark. In 159 Regionen ist die Leistung zwischen dem ersten und dem letzten Jahr des neunjährigen Beobachtungszeitraums gestiegen. Der diesjährige Regionale Innovationsanzeiger zeigt eine starke Konvergenz bei der regionalen Leistung mit abnehmenden Leistungsunterschieden zwischen den Regionen auf.

Hintergrund

Etwa zwei Drittel des europäischen Wirtschaftswachstums in den letzten Jahrzehnten sind auf Innovationen zurückzuführen. Über 25 Jahre kann jeder im Rahmen des Europäischen Forschungsprogrammes Horizont Europa investierte Euro potenziell eine Rendite im BIP von bis zu 11 € generieren. Es wird davon ausgegangen, dass zwischen 2021 und 2027 Investitionen in Forschung und Innovation bis zu 100 000 neue Arbeitsplätze in den Bereichen Forschung und Innovation schaffen werden.

Die Daten des Europäischen Innovationsanzeigers und des Regionalen Innovationsanzeigers helfen den Mitgliedstaaten, den Regionen und der EU insgesamt, zu bewerten, in welchen Bereichen sie gut abschneiden und in welchen sie politische Reformen brauchen, um Innovationen besser zu fördern. Darüber hinaus legte die Kommission im Rahmen der Analyse des Europäischen Semesters vor kurzem die länderspezifischen Empfehlungen von 2019 vor, die allen EU-Mitgliedstaaten wirtschaftspolitische Leitlinien für die nächsten 12 bis 18 Monate an die Hand geben. In den diesjährigen länderspezifischen Empfehlungen nehmen Forschung und Innovation einen wichtigen Platz ein.

Zum Nachlesen

Quelle: Europäische Kommission Redaktion: von Mirjam Buse, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: EU Themen: Innovation

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