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Europäisches Organ-on-Chip-Netzwerk sucht neue Mitglieder

Internationalisierung Deutschlands, Bi-/Multilaterales

Die Gründungsphase ist abgeschlossen: Die European Organ-on-Chip Society (EUROoCS) steht nun offen für neue Mitglieder. Auf der diesjährigen Jahreskonferenz in Graz (Österreich) wurde die Community-Website gestartet, auf der nähere Informationen zum Thema verfügbar gemacht werden.

Organ-on-Chip-Systeme (OoC) gehören zu den neuesten Technologien in der Gesundheitsforschung. Fachleute trauen ihnen zu, dass sie die Entwicklung von Medikamenten beschleunigen, die Untersuchung von Wirksamkeit und toxikologischen Effekten von Medikamenten erleichtern und neue Möglichkeiten für die personalisierte Medizin eröffnen werden. "Organ-on-Chip-Systeme können den Bedarf an Tierversuchen reduzieren und diese vielleicht sogar ganz ersetzen. Darüber hinaus lassen sich durch sie prädiktive menschliche Daten gewinnen, noch bevor teure und langwierige klinische Studien tatsächlich beginnen", sagt Vice Chair Jun.-Prof. Dr. Peter Loskill. Der Biophysiker leitet die Organ-on-Chip-Forschungsgruppe am Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart.

Aufbau eines Community-Netzwerks

Obwohl die OoC-Technologie ein enormes Potenzial hat, ist sie dennoch sehr komplex. Organ-on-Chip-Systeme enthalten menschliche Zellen, Gewebe oder Mini-Organe, deren eigene Mikroumgebung sie nachahmen und dabei gleichzeitig reale Gewebefunktionen übernehmen. Dies erfordert ein hohes Maß an interdisziplinärer Zusammenarbeit − vor allem zwischen Biologie, Ingenieurwissenschaft und Physik. Der Austausch zwischen diesen Disziplinen wird erst seit Kurzem intensiviert.  Viele Wissenschaftler, die schon früher ihr Interesse bekundet haben, sind nun eingeladen, sich aktiv an der OoC-Community zu beteiligen.

Die European Organ-on-Chip Society (EUROoCS) ist offen für Forschende und Studierende aus aller Welt sowie für Vertreter von Industrie und Regulierungsbehörden. Jeder, der ein echtes Interesse an der Organ-on-Chip-Technologie hat, ist eingeladen, sich zu beteiligen und Ideen und Wissen auszutauschen.

Zum Nachlesen

Quelle: Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB/ IDW Nachrichten Redaktion: von Mirjam Buse, VDI TZ GmbH Länder / Organisationen: EU Themen: Lebenswissenschaften Physik. u. chem. Techn.

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