StartseiteAktuellesNachrichtenEuropäisches Umweltüberwachungsnetz Copernicus: Erfolgreicher Start des Radar-Satelliten Sentinel-1A

Europäisches Umweltüberwachungsnetz Copernicus: Erfolgreicher Start des Radar-Satelliten Sentinel-1A

Der erste Satellit des europäischen Programms „Copernikus“ ist am 3. April 2014 mit einer Sojus-Trägerrakete von Kourou (Französisch-Guayana) aus auf seine Umlaufbahn in 693 km Höhe gebracht worden. Der Satellit soll wetterunabhängig Tag und Nacht Radarbilder der Erdoberfläche liefern.

Bei dieser Mission handelt es sich um die erste der sechs den Kern des europäischen Umweltüberwachungsnetzes Copernicus bildenden Missionsgruppen. Copernicus wird Angaben zu Landflächen, Ozeanen und der Atmosphäre bereitstellen, um die Gestaltung der Umwelt- und Sicherheitspolitik sowie den Bedarf einzelner Bürger und Dienstanbieter zu unterstützen.

Die C-Band-Radarmission wurde als Konstellation aus zwei Satelliten – Sentinel-1A und -1B – entworfen und wird in jeder Wetterlage rund um die Uhr in Echtzeitaufnahmen von Land- und Meeresoberflächen in Europa, Kanada und der Polarregionen liefern. Sie ist mit einem leistungsstarken Radar mit synthetischer Apertur ausgestattet und wird die Kontinuität des europäischen ENVISAT-Satelliten sicherstellen, der 2012 nach 10 Jahren aufhörte zu senden. Die eingesetzte Technologie basiert auf langjährigen Erfahrungswerten mit einer Reihe von Radarsatelliten, die vor 23 Jahren mit ERS-1 ihren Anfang nahm. Sentinel -1B wird im Frühjahr 2016 starten.

Sentinel-1 sendet nicht nur Daten für deren rasche Weitergabe zu zahlreichen Bodenstationen rund um den Globus, sondern ist zudem mit einem Laserterminal ausgestattet, um kontinuirlich Daten über Satelliten des Europäischen Datenrelaissatellitensystems in der geostationären Umlaufbahn zu übermitteln.

Hauptauftragnehmer dieser Mission ist Thales Alenia Space Italy, Airbus DS in Deutschland ist für den C-Band-Radar verantwortlich. Das zentrale elektronische Untersystem des Radars wurde von Airbus DS im Vereinigten Königreich geliefert.

Die Daten der Sentinel-Satelliten werden kostenfrei mit offenem Zugriff zur Verfügung gestellt. Analysiert und bearbeitet werden die Rohdaten von Diensteanbietern des öffentlichen und des Privatsektors. 

Quelle: CNES / ESA Redaktion: von Alexander Bullinger Länder / Organisationen: Frankreich EU Themen: Geowissenschaften

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