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Evolution oder Revolution? Science 2.0 Conference diskutiert European Open Science Cloud

Berichterstattung weltweit

Die International Science 2.0 Conference 2016, die vom 3. bis 4. Mai 2016 in Köln stattfand, diskutierte insbesondere die Umsetzung der European Open Science Cloud mit unterschiedlichen Stakeholdern. Wesentliches Thema war die notwendige Anpassung bzw. Veränderung des derzeitigen Wissenschaftssystems auf die neue offene Verknüpfung von Forschungsdatenzentren auf europäischer Ebene.

Die Europäische Kommission hat vor kurzem die grobe Richtung der European Open Science Cloud abgesteckt. 2020 soll sie stehen, die Verknüpfung von Forschungsdatenzentren in ganz Europa: gesichert, offen und fächerübergreifend. Die Europäische Kommission hat dafür ein Budget vorgesehen von 6,7 Milliarden EUR. Diese Umsetzung der European Open Science Cloud ist allerdings sehr komplex und war das zentrale Thema der dritten International Science 2.0 Conference, die vom 3. bis 4. Mai 2016 in Köln stattfand.

Zentrale Diskussionsthemen waren beispielsweise die Standards für eine technische Infrastruktur, die alle Ressourcen, die in Europa bereitstehen, miteinander vernetzt sowie die zu treffenden politischen und rechtlichen Übereinkünfte, das heißt ein Regelwerk, um private und öffentliche Dienstleister zusammenzubringen und schließlich Anreizstrukturen und Governance-Problematiken.

Betont wurde in zahlreichen Vorträgen und Diskussionen, dass die European Open Science Cloud – insbesondere in Hinblick auf den Open-Aspekt – bestehende Mechanismen des Wissenschaftssystems nicht einfach auf etwas derart Neuartiges überstülpen sollte, sondern beispielsweise mehr community-basierte Ansätze berücksichtigten müsste, zum Beispiel beim Review-Prozess.

Professor Dr. Klaus Tochtermann, Direktor der ZBW und Mitglied der High-Level-Expert Group on Open Science meinte dazu:

  • „Der größte Fehler, den man in der Umsetzung der European Open Science Cloud machen könnte, wäre der, bestehende Praktiken des Wissenschaftssystems auf eine Open-Science-Struktur reflektionslos zu übertragen.“

International Science 2.0 Conference 2016 auf einen Blick

Pressekontakt:

Dr. Doreen Siegfried
Pressesprecherin
ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft
Düsternbrooker Weg 120
24105 Kiel
Tel.: +49 [0] 431. 88 14-455
Mob.: +49 172 251 48 91
E-Mail: d.siegfried(at)zbw.eu

Quelle: ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft / IDW Nachrichten Redaktion: von DLR PT Länder / Organisationen: EU Themen: Information u. Kommunikation Infrastruktur

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