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Evonik startet Projekthaus Medizintechnik in den USA

Anfang April hat Evonik Industries das Projekthaus Medizintechnik gestartet. Das elfte Projekthaus von Evonik hat seinen Sitz in Birmingham (Alabama, USA) sowie eine Dependance in Hanau. In dem neuen Projekthaus sollen Systemlösungen für die Medizintechnik entwickelt und die Biomaterial- und Polymerkompetenzen von Evonik erweitert werden. Adressiert werden vor allem Anwendungen in der Implantologie.

Dr. Peter Nagler, Chief Innovation Officer von Evonik, sagt: „In dem neuen Projekthaus Medical Devices bündeln wir die geschäftsübergreifenden Kompetenzen von Evonik im Bereich der Medizintechnik und Biomaterialforschung und bauen diese weiter aus. Mit der Ansiedlung in den USA internationalisieren wir unsere F&E-Aktivitäten zusätzlich.“ Im Jahr 2011 hatte das Spezialchemieunternehmen bereits das Projekthaus Light & Electronics in Taiwan gestartet.

„Mit innovativen Produkten möchten wir für Evonik neue Wachstumschancen in der Medizintechnik eröffnen“, so Nagler. Der weltweite Markt für Medizintechnik mit einem Volumen von 300 Milliarden € wächst jährlich mit rund 6 Prozent. Die USA haben mit 40 Prozent einen herausragenden Anteil am Weltmarkt für Medizintechnik. Vor allem im Bereich der Implantologie sind US-amerikanische Firmen führend. Weitere wichtige Medizintechnikmärkte sind Europa und Japan. Schon heute bedient Evonik gezielt Spezial-Anwendungen im Bereich der Medizintechnik. 

Die Arbeitsinhalte des Projekthauses Medical Devices orientieren sich eng an den aktuellen und zukünftigen Kundenbedürfnissen im Bereich der Medizintechnik. „Innovative medizintechnische Lösungen wie funktionelle Biomaterialien sind hervorragend geeignet, um die Forderung nach immer verträglicheren und sicheren Medizinprodukten zu erfüllen und neue Therapiekonzepte zu realisieren“, erklärt Dr. Rosario Lizio, der das Projekthaus Medical Devices leitet. „Mit dem Standort in Birmingham forschen wir mitten im hochattraktiven amerikanischen Markt nahe am Kunden.“ Lizio weiter: „Zugleich profitieren wir vom Wissen des Evonik-Geschäftsgebiets Health Care, das einen Standort in Birmingham hat.“ Das Geschäftsgebiet Health Care stellt unter anderem Polymere für Medizinprodukte her und bietet insgesamt ein umfangreiches Leistungsspektrum – von Wirkstoffen bis zu intelligenten Drug-Delivery-Systemen.

Projekthäuser sind Teil der strategischen Innovationseinheit von Evonik

In Projekthäusern bearbeitet die Creavis, die strategische Innovationseinheit von Evonik, jeweils ein Themenfeld gemeinsam mit mehreren Geschäftsbereichen. Die Experten der an dem Projekthaus beteiligten Geschäftsbereiche kommen in der Regel für einen Zeitraum von drei Jahren zusammen und arbeiten gemeinsam an den Entwicklungsthemen des jeweiligen Projekthauses. Nach Ablauf der Zeit kehren die Forscher in ihre Geschäftsbereiche zurück. Die in den Projekthäusern entwickelten Produkte und Technologien werden typischerweise durch einen Geschäftsbereich vermarktet. Evonik hat seit dem Jahr 2000 insgesamt elf Projekthäuser ins Leben gerufen.

Mit dem neuen Projekthaus Medizintechnik sind derzeit drei Projekthäuser aktiv: Das Projekthaus „Light & Electronics" in Taiwan forscht an neuen Technologien und Produkten für die Display-, LED- und Beleuchtungsindustrie und das Projekthaus Composites in Marl beschäftigt sich mit neuen Materialien und Systemlösungen für den Leichtbausektor.

Eine hohe Innovationskraft ist für Evonik ein Motor für profitables Wachstum und für die Stärkung führender Markt- und Technologiepositionen. Im Jahr 2013 wendete Evonik 394 Millionen € für Forschung und Entwicklung auf, um Kunden und Partnern innovative Produkte, Lösungen und Methoden bieten zu können. Dies wird durch ein globales F&E-Netzwerk von rund 2.600 Mitarbeitern unterschiedlicher Fachrichtungen an rund 35 Standorten ermöglicht.

Quelle: Evonik Industries AG Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: USA Themen: Wirtschaft, Märkte Innovation Infrastruktur Lebenswissenschaften

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