StartseiteAktuellesNachrichtenForschung und Entwicklung in der EU 2020: Mittel insgesamt gesunken, Anteil am BIP gestiegen

Forschung und Entwicklung in der EU 2020: Mittel insgesamt gesunken, Anteil am BIP gestiegen

Berichterstattung weltweit

EUROSTAT, das Statistische Amt der Europäischen Union, hat Ende November Zahlen zu den in den EU-Mitgliedstaaten bereitgestellten Mitteln für Forschung und Entwicklung im Jahr 2020 veröffentlicht.

Im Vergleich zum Vorjahr sanken die in der EU getätigten Aufwendungen für Forschung und Entwicklung (FuE) um eine Milliarde EUR auf 311 Milliarden EUR. Aufgrund des in der Corona-Pandemie gesunkenen Bruttoinnlandsprodukts (BIP) stieg dennoch der Anteil von FuE-Aufwendung am BIP im EU-Schnitt von 2,2 Prozent auf 2,3 Prozent. Mit 66 Prozent wendete die Wirtschaft die meisten FuE-Mittel auf, gefolgt vom Hochschul- (22 %) und Staatssektor (12 %).

Mit einem Anteil von 3,5 Prozent des BIP für FuE-Aufwendungen weist Belgien die höchste Forschungsintensität auf, gefolgt von Österreich (3,2 Prozent des BIP) und Deutschland (3,1 Prozent des BIP). Sechs Mitgliedstaaten wenden weniger als ein Prozent des BIP für FuE auf: Bulgarien, Slowakei und Zypern (alle 0,9 %), Malta, Lettland (beide 0,7 %) und Rumänien (0,5 %).

Im Zehnjahresvergleich stiegen die FuE-Aufwendungen gemessen am BIP in 24 Mitgliedstaaten: am stärksten in Belgien (+1,5 Prozentpunkte), Griechenland (+0,9 Prozentpunkte), Polen und Tschechien (beide +0,7 Prozentpunkte). Nur in drei EU-Ländern waren die für FuE aufgewendeten Mittel gemessen am BIP in der vergangenen Dekade rückläufig: Finnland (-0,8 Prozentpunkte), Irland und Luxemburg (beide -0,4 Prozentpunkte).

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Quelle: EUROSTAT Redaktion: von Tim Mörsch, VDI Technologiezentrum GmbH Länder / Organisationen: EU Themen: Förderung Strategie und Rahmenbedingungen Wirtschaft, Märkte

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